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Grand Canyon Österreichs EarthCache

Hidden : 6/5/2019
Difficulty:
2 out of 5
Terrain:
3 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:


Der Grand Canyon Österreichs: Die Ötschergräben


Die Ötschergräben werden durch den schluchtartigen Einschnitt in das Tal auch als der "Grand Canyon Österreichs" bezeichnet. Sie sind eine Klamm im Gemeindegebiet von Mitterbach am Erlaufsee im Bundesland Niederösterreich. Die Ötschergräben wurden vom Ötscherbach gebildet, einem Nebenfluss der Erlauf, und haben eine Länge von ca. 5.500 Metern (zwischen dem Schleierfall und der Mündung des Ötscherbaches in die Erlauf). Die Gräben werden durch den Ötscher im Norden und die Gemeindealpe im Süden begrenzt und liegen im Naturpark Ötscher-Tormäuer. Über die Schluchtwände ergießen sich zwei Zuflüsse als Wasserfall in den Hauptgraben (Mirafall und Schleierfall), die in trockenen Sommermonaten manchmal versiegen.


Doch was ist eine Klamm?


Der Begriff tritt vor allem im österreichischen und bairischen Sprachraum auf und bezeichnet eine besonders enge Schlucht, die steilste Talform. Das Flussbett einer Klamm wird von nahezu senkrechten, teils überhängenden Wänden umgrenzt. Das Wasser hat über viele tausende Jahre hinweg eine Schneise durch das Gestein geschlagen, ohne dabei die Talwände abzutragen - meist durch Schmelzwasser und Geröll von Gletschern nach der Eiszeit. Die rasche Erosion und die steile Eintiefung der Täler wird dadurch begünstigt, dass einst kleinere Gletscher in Nebentälern durch ihre geringere Eisauflast das Gestein weniger tief ausschürfen konnten als die größeren Gletscher der Haupttäler.
Somit ist der Höhenunterschied zwischen einer Alm und dem Haupttal relativ groß, und die Wasserläufe dieser Nebentäler schneiden sich durch rückschreitende Erosion immer tiefer bis auf das Niveau ihres Vorfluters (Fließgewässer im Haupttal) in das Gestein ein.

Generell hat ein Fließgewässer die Tendenz, durch rückschreitende Erosion und durch mitgeführten Sand und Kies sich immer weiter strömungsaufwärts und tiefer zu graben.
Durch die spezifische Lagerung von widerstandfähigeren Schichten zwischen vergleichsweise widerstandsschwächeren entsteht eine Felsstufe. Über diese Felsstufe stürzt das Wasser als Wasserfall hinab. Dabei erzeugt die Turbulenz am Fuße des Wasserfalls einen Kolk (runde Vertiefung im Wasser, die herumwirbelnde Steine ausgewetzt haben). Dessen Erweiterung unter den Wasserfällen unterhöhlt auch die feste Deckschicht. Diese verliert allmählich ihre Standfestigkeit und bricht ab. Der Wasserfall weicht unter Beibehaltung seiner Steilheit flussaufwärts zurück. Dieser Prozess wird als rückschreitende Erosion bezeichnet.

In den Alpen verstärken sich die beiden genannten Prozesse (generelles Rückschreiten und Eintiefen und der große Höhenunterschied zwischen einer Alm und dem Haupttal).

Damit die Seiten des Tales nicht verwittern, muss das Gestein, welches den Fluss umgibt, sehr hart sein. Das Wasser muss große Kräfte entfalten, um sich in solch hartes Gestein eingraben zu können.

Diese Kraft bezieht das Wasser aus seinem Gefälle. Starkes Gefälle an Flussoberläufen sorgt für stürzende Wassermassen mit hoher Fließgeschwindigkeit. Das Wasser kann so gewaltige Mengen an Erosionswaffen mit sich reißen. Diese sorgen im weiteren Verlauf des Flusses dafür, dass sich der Wasserstrom auch in harten Untergrund kontinuierlich eintiefen kann. Klammen lassen sich daher besonders im Alpengebirge und an den Oberläufen von Flüssen antreffen. Nach Starkregen besteht wegen des geringen Querschnitts auch außerhalb der Zeit der Schneeschmelze die Gefahr eines schnellem Pegelanstiegs. Wasserfälle sind häufig in Klammen vorzufinden, wie auch hier der Schleierfall und auch der Mirafall am Weg.


Euer Auto könnt ihr am eingezeichneten Parkplatz abstellen, bei der Ötscher-Basis. Der Parkplatz ist allerdings gebührenpflichtig (4 Euro pro Tag). Weiters ist hier bei der Ötscher-Basis ein Eintritt von 4 Euro pro Person zu entrichten. Dies wird zur Erhaltung des Weges verwendet.
Vom Parkplatz aus geht es wenige Meter westlich entlang des Stausees wo ihr schließlich links auf einen Fußweg abzweigt, immer den Schildern "Ötschergräben" folgend. Ihr folgt dem Verlauf des Lassingbachs bis zum EVN Kraftwerk und von hier an folgt ihr der Erlauf wieder flussaufwärts in den Ötschergraben. Einkehrmöglichkeit gibt es unterwegs beim "Ötscherhias"
Hunde sind im Naturpark gerne willkommen. Es fallen keine zusätzlichen Gebühren an, es besteht jedoch Leinenpflicht!

Zu beachten sind die Öffnungszeiten von 1. Mai bis 26. Oktober von 9 bis 17 Uhr!

 

Aufgaben:

1.) Beschreibe kurz mit eigenen Worten, wie die Klamm entstanden ist.

2.) Schau dir auf deinem Weg bis zum Schleierfall den Verlauf des Baches an. Kannst du hier Kolke entdecken? Wenn ja, wie groß sind diese?

3.) Schau dich um, vor Ort entdeckst du mit Sicherheit besondere Gesteinsstrukturen. Schau dir das Gestein genau an und beschreibe sein Aussehen und wie es sich anfühlt.

4.) Wenn Du den Weg entlang wanderst und die Klamm betrachtest, was meinst Du, wie wird sich das Landschaftsbild hier in Zukunft verändern? Wird die Klamm breiter und/oder tiefer? Begründe Deine These in wenigen Worten.

Über ein Foto im Log von dir bzw. deinem GPS-Gerät beim Schleierfall würde ich mich sehr freuen!


Hast du alle Antworten, sende mir diese bitte per Mail zu. Du brauchst die Logerlaubnis nicht abzuwarten und kannst loggen. Sollte es Unklarheiten geben, melde ich mich bei dir!



Viel Spaß,

RauGeo

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