| Parken / Parking |
an den Park-Koordinaten / at the parking coordinates |
| Ausrüstung / Equipment |
GPS-Gerät, Mücken-/Zeckenspray, ein Streifen Lackmuspapier, Wanderschuhe/lange Hose / GPS device, moskito/tick spray, one piece of litmus paper, walking shoes/long trousers |
| Strecke / Tour |
Rundweg, ca. 6 bis 7 km (je nach Tour), Straßen/Wald- Feldwege / round tour, approx. 6 to 7 km (depending on tour), streets/paths |
| Hinweis / Remarks |
plant ca. 2 bis 2,5 Stunden ein / estimated time needed approx. 2 to 2.5 hours |

Toteis
Als Toteis bezeichnet man Gletschereis, das mit dem aktiven Gletscher nicht mehr verbunden ist, sich infolgedessen auch nicht mehr bewegt und meist mit Sedimenten bedeckt ist.
Entstehung
Toteis entsteht, da das Eis eines zurückschmelzenden Gletschers nicht gleichmäßig niedertaut. Auch wenn der allergrößte Teil des Eises abgeschmolzen ist, bleiben stets mehr oder weniger große Blöcke im ehemals eisbedeckten Gebiet zurück. Vor allem in Gebieten mit lokal erhöhter Eismächtigkeit, wie in Zungenbecken oder glazialen Rinnen, ist dies sehr häufig der Fall. Vom aktiven Gletscher nachströmendes Schmelzwasser lagert neben und schließlich über den Eisblöcken Material (meistens Sand) ab. So wird das Eis zu Toteis.
Konservierung und Abschmelzen
Da die Sandüberdeckung als Isolation gegen die Sonneneinstrahlung wirkt, schmilzt Toteis im Regelfall nur sehr langsam ab. Darüber hinaus kann durch das Ausbilden eines Dauerfrostbodens das Toteis mehrere Jahrtausende im Boden konserviert werden. Extremfälle mit etwa 70.000 Jahre altem Toteis sind aus Nordwestsibirien dokumentiert. Erst mit weiterer Erwärmung löst sich der Dauerfrostboden auf und das Toteis schmilzt. Bei heutigen Gletschern ohne Dauerfrostboden in der Umgebung hängt die Zeit bis zum endgültigen Abschmelzen des Toteises von den klimatischen Verhältnissen, von möglicher Beschattung in tiefen Tälern und von der Menge und Art der überlagernden Sedimente ab. Das Abschmelzen kann auch hier durchaus Jahre bis Jahrzehnte andauern. Mit dem Abschmelzen im Untergrund sackt dabei die Oberfläche über dem Toteis langsam nach und es kann sich ein Toteisloch oder Toteiskessel bilden. Liegt der Boden des Kessels unterhalb des Grundwasserspiegels, entsteht ein Toteissee. Toteis kann sich auch in nachträglich darüber abgelagerte Sedimente (z. B. in glazifluviale Sande oder Flugsande) durchpausen. Toteisformen sind daher in der Nähe des ehemaligen Eisrandes auch auf Sandern zu finden.
Toteiskessel (Toteisloch)
Als Toteiskessel oder -löcher bezeichnet man im Allgemeinen kleinere, vollständig geschlossene Hohlformen, deren Entstehung auf das Verschütten und anschließende Austauen eines Toteisblockes zurückgeführt wird. Auf Grund ihrer geringen Größe (weniger als 1 ha) haben sie meistens eine eher regelmäßige, rundliche Form. Sie können aber mehr als zehn Meter tief sein. Heute enthalten viele von ihnen kleine Gewässer.
In Oberbayern, im Haager Land, befindet sich ein Toteiskesselweg mit zwei Routen – eine nach Höhenberg, die andere nach Limberg. Nummerierte Findlinge markieren den Weg. Die Haager Toteiskessel entstanden vor ca. 18.000 Jahren während der Würmeiszeit und zeigen heute unterschiedliche Verlandungsstadien (Weiher, Großseggenried, Moor, Sumpfwiese).

(Quelle: Wikipedia, Grafik: Daniel Kufner)
Haager Toteiskesselweg
Dieser deutschlandweit einmalige Toteiskesselweg teilt sich nach Toteiskessel-4 in zwei Routen, die Route Höhenberg mit ca. 6 km (ca. 2 Std.), und die Route Limberg mit ca. 7 km (ca. 2,5 Std.). Die Wanderung führt über unbefestigte Wiesen- und Waldwege durch eine abwechslungsreiche Landschaft. Entlang des Wanderweges markieren nummerierte Findlinge die Toteiskessel.
Die gesamte Strecke ist sehr gut mit Hinweisschildern versehen, und es gibt für jede Abzweigung zu den Toteiskesseln ebenfalls Hinweisschilder. Ich habe für euer GPS die Strecke als Wegpunkte angelegt. Damit solltet ihr die beiden Routen leicht finden können.
Im Sinne des Naturschutzes haltet euch bitte an die vorgegebenen Wege!
Informationen zum Wegeverlauf und weitergehende Informationen zu den einzelnen Toteiskesseln befinden sich in den Faltplänen an der Infotafel am Parkplatz oder unter http://www.toteiskessel.de.
Logbedingungen
Um diesen Earthcache zu loggen, beantworte die folgenden Fragen und sende mir die Lösung per Mail. Du kannst sofort loggen, falls eine Antwort nicht korrekt sein sollte, melde ich mich bei dir.
1. Wie heißt der Gletscher, der diese Kessel hinterlassen hat?
2. Sieh dir den interessant gezeichneten Findling am Toteiskessel-6 an, glaubst du, dass der aus der Umgebung dieses Toteisloches stammt? Begründe deine Antwort.
3. Nimm den Lackmusstreifen, und tauche ihn kurz ins Wasser an der Bank vom Toteisloch-8. Ist das Wasser dort leicht alkalisch (basisch), neutral, oder leicht sauer? Kannst du erklären, warum das so ist?
4. (optional) Fotografiere dich oder dein GPS an einem der Toteiskessel.

Dead Ice
Dead ice is glacial ice, which is no longer associated with the active glacier, and as a result is no longer moving and is mostly covered with sediments.
Formation
Dead ice is formed because the ice of a melting glacier does not melt evenly. Even though most of the ice has melted away, more or less large blocks are always left behind in the formerly ice-covered area. This is very often the case, especially in areas with locally increased ice thickness, such as in tongue basins or glacial gutters. Melting water from the active glacier deposites material (mostly sand) next to and finally over the blocks of ice. That's how the ice turns to dead ice.
Preservation and melting
As the sand cover acts as insulation against the sunlight, dead ice usually melts very slowly. In addition, by forming a permafrost, the dead ice can be preserved in the soil for several millennia. Extreme cases with about 70,000 years old dead ice are documented from northwestern Siberia. Only with further warming the permafrost dissolves and the dead ice melts. In today's glaciers without permafrost in the area, the time until the final melting of the dead ice depends on the climatic conditions, possible shading in deep valleys and on the amount and type of overlying sediments. Melting down can last for years to decades. As the surface melts, the surface above the dead ice slowly sinks and a dead ice hole can form. If the bottom of the hole lies below the groundwater level, a dead ice lake is created. Dead ice may also be trapped in subsequently deposited sediments (eg. in glacial fluvial sands or sands).
Dead Ice Hole
Dead ice holes are generally referred to smaller, completely closed molds, the formation of which is attributed to the spillage and subsequent expulsion of a dead ice block. Due to their small size (less than 1 hectare) they usually have a more regular, rounded shape. But they can be more than ten meters deep. Today, many of them contain small bodies of water.

(Source: Wikipedia, Graphics: Daniel Kufner)
Haag Dead Ice Path
In Upper Bavaria, in the Haag region, there is a dead ice path unique to Germany, with two routes - one to Höhenberg, the other to Limberg. Numbered boulders mark the way. The Haag dead ice holes were created about 18,000 years ago during the Würm glaciation and today show different remarkable drying up situations.
The entire route is very well marked with signs, and extra signs for every turn-off as well. I have set up waypoints for both the routes, which should help with your GPS device.
For nature protection please only use the marked paths!
Information regarding the marked paths and more in-depth information about the individual dead ice holes are available at the info-sign at the parking coordinates or at http://www.toteiskessel.de.
Log Conditions
In order to log this Earthcache, please answer the following questions and send me the answers via e-mail. You can log immediately, if one or the other answer is not correct, I will send you a note about that.
1. What is the name of the glacier that left these dead ice holes behind?
2. Look at the interestingly structured boulder at dead ice hole #6. Do you think it is from the area around this dead ice hole or from elsewhere? Explain your thoughts.
3. Take the piece of litmus paper and briefly dip it into the water close to the bank at dead ice hole #8. Is the water there slightly alcalic, neutral, or slightly acidic, and why is that?
4. (optional) Take a picture of yourself or your GPS device at one of the dead ice holes.