Hukirdinchusen, eine Ortswüstung im Tal der Bermecke
Der im Spätmittelalter aufgegebene Kleinweiler in der Gemarkung Züschen dürfte, dem archiologischen Befund zufolge, aus mindestens fünf Höfen bestanden haben. Die Hofstellen befinden sich entlang des Bachlaufs der "Bürbicke" (heute "Bermecke") auf einer Länge von 320m und weitere im Einmündungsbereich der Täler "Strackengrund" und "Flachengrund".
Noch heute sind in den Wiesen die Spuren des einstigen Ortes erkennbar, so z.B. ein "Wohn"podium und Bewuchsmerkmale, die auf einen Gebäudestandort bzw. eine sich dicht unter der Bodenfläche befindliche Fundamentierung verweisen.
Historisch gehörte Hukidinchusen1269 zum Lehnsitz des Vogtes Herbold von Helden, den dieser von Dietmar von Waldeck zu Lehen trug. Ein Conrad de Hökirdinchusen ist für das Jahr 1281 als Ratsherr in Medebach bezeugt, der wohl zu einem der letzten Hofbewohner gehörte.
(Quellen: Prof. Rud. Bergmann, Wüstungsforscher des LWL) Auszug der Tafel vor Ort vom Verkehrs- und Heimatverein Züschen
Vor Ort am Silbersee im Flachengrund befindet sich seit kurzem eine Bank-Tischkombination sowie eine Infotafel. Nur wenige Meter davon entfernt befindet sich eine weitere Tafel mit dem Hinweis auf Hukirdinchusen. Vor Ort könnt ihr auch euer Cachemobil abstellen, den Cache (Petling) suchen, zu einer Wanderung aufbrechen oder ihr kommt im Zuge der Wanderung entlang dem Mythen- und Sagenweg hier vorbei.