Oben auf dem Haxterberg - heutzutage auch Schlossberg oder Pohlberg - liegen jenseits des Knickwegs, der einst der Paderborner Landwehr folgte, zwei denkwürdige Stätten die man meist unbeachtet lässt. Nördlich des Weges liegt der Haxterpohl, eine eingestürzte Doline, die noch zu Anfang des 20. Jahrhunderts stets Wasser führte und so auf der wasserarmen Paderborner Hochfläche die Wasserversorgung gewährleistete
Weiter südlich am Hang direkt unterhalb der Doline findet man die Überreste des Turmhügels Haxterberg, Haxthausisches Haus genannt, eine mittelalterliche Höhenburg vom Typus einer Motte. Sie liegt bei der Wüstung Haxthusen, die 1036 als Haxsuithehusun erstmals erwähnt wird und gilt als Stammsitz des Adelsgeschlechts von Haxthausen, das mit Helwicus de Haxwidehusen 1269 erstmals genannt wird. Ihr Lehnsbesitz bildete noch Ende des 18. Jahrhunderts einen geschlossenen Bezirk vom Haxter Holz südlich des Haxtergrunds über den Haxterberg bis zum Haxthauser Feld. Auf einer Karte des 18. Jahrhunderts findet sich dort die Bemerkung "im Süden der Berg, wo das Haxthausische Haus gestanden".
Der ovale Turmhügel liegt südlich des Knickweges und hat einen Durchmesser von 15 bis 20 m und die ebene Kuppe ist 12 m × 7 m groß. Um den Hügel ist ein Graben, 7 m breit und 1,4 m tief, erhalten.
Spuren von Hohlwegen westlich des Turmhügels werden als Teil der sog. Paderborner Via Regia nach Niedermarsberg interpretiert.
Diese und mehr Informationen findet man hier: Ebidat - Die Burgendatenbank: Haxterberg