Aus alt mach neu - Meet & Greet am Kohlebunker
Chemnitz und Industrie - zwei vor allem im 19. und 20. Jahrhundert untrennbare Begriffe. Spätestens seit Mitte des 19. Jahrhunderts wurden zahlreiche Unternehmen gegründet und entsprechende Fabriken gebaut. Besonders entlang der Zwickauer und der Annaberger Straße siedelte sich viel Industrie mit entsprechenden Fabrikgebäuden an.
Auch nach dem 2. Weltkrieg wurden viele der noch vorhandenen Fabrikgebäude weiter verwendet, nun eben durch volkseigene Betriebe und Kombinate. Für viele dieser Betriebe kam mit der Wende das Aus und so wurde ein Großteil der Industriegebäude nicht mehr benötigt - Leerstand und teilweise Abriß waren die Folge.
Neue Ideen für die Nutzung mußten her. Aus Cachersicht würde man sich über zahlreiche Lost Places freuen (davon gab es ja auch einige sehr schöne Exemplare in Chemnitz).
Leider reicht das aber nicht aus, um die Gebäude und die Architektur zu erhalten. Gelungene Beispiele für eine Neunutzung sind z.B. das Industriemuseum - vormals Eisengießerei Hugo Schreiter oder auch das Ärztehaus am Walkgraben - erbaut als Strumpfwarenfabrik Moritz Samuel Esche.
Oder eben der Kohlebunker, dem "Anlass" dieses Events. Was wie die scherzhafte Umschreibung eines Geldinstitutes klingt, weist einfach auf die frühere Nutzung hin. Das Areal, auf dem sich der Kohlebunker befindet, gehörte zur Trikotagenfabrik Sigmund Goeritz, zu der sowohl der sogenannte Poelzigbau (das markante Gebäude "hinter" dem Kohlebunker) als auch das Fabrikgebäude jenseits des Kappelbaches (es müßte das Gebäude sein, welches heute Harley-Davidson beherbergt). Das Gebäude, welches heute u.a. ein Eiscafé beheimatet, war das Heizhaus und eben der Kohlebunker der Fabrik.
Mit diesem Event an einem Platz, umrahmt von schönen Beispielen der Industriearchitektur (Industriemuseum, Poelzig-Bau, Werkhalle der Union-Maschinenfabrik) möchte ich auf eine m.M.n. gelungene Neunutzung erhaltenswerter historischer Industriearchitektur hinweisen.
Wer zeitig genug da ist, kann sich natürlich gerne ein Eis im Kohlebunker schmecken lassen, das ist aber kein eigentlicher Bestandteil des Events 
Das Event soll von 16:30-17:30 gehen. Diejenigen, welche mit Fahrzeug anreisen, sollten ihre CM am besten in den umliegenden Seitenstraßen abstellen, direkt an der Event-Location gibt es keine (offiziellen) Parkplätze. Ansonsten ist die Location gut per Fahrrad oder zu Fuß über den Fuß- und Fahrradweg entlang des Kappelbaches oder mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen - Straßenbahnlinie 1 Richtung Schönau (Haltestelle Kappler Drehe) oder Buslinie 31 (Haltestelle Marianne-Brandt-Straße) mit etwas weiterem Fußweg.
Wer hat, kann natürlich gerne weiterführende Informationen oder Literatur zu den betreffenden Gebäuden oder allgemein zur Industriearchitektur in Chemnitz mitbringen. 
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Wir freuen uns auf viele unterschiedliche Ideen, Events und viele tolle Erlebnisse in 2019.“