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Tonschiefer im Striegistal EarthCache

Hidden : 2/12/2019
Difficulty:
2 out of 5
Terrain:
2 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:







Tonschiefer im Striegistal

Im Tal der Großen Striegis sind nordwestlich von Bräunsdorf 350 Millionen Jahre alte Tonschiefer aus dem Unterkarbon aufgeschlossen.

Diese Tonschiefer entstanden durch die Umwandlung und Verfestigung von Tonstein, einem sehr dichten, feinkörnigen Sedimentgestein mit Korngrößen kleiner als 0,002 Millimeter. Die Umwandlung des Gesteinsgefüges erfolgte durch eine Stauchung der Erdkruste im Zuge einer sogenannten Regionalmetamorphose. Gesteinsumformungen über ausgedehnte Gebiete - sowohl waagerecht als auch senkrecht - sind für Regionalmetamorphosen typisch.



Die Stauchung und Faltung der Tonsteinschichten geschah hier im Rahmen der Variszischen Gebirgsbildung. Die während dieser tektonischen Vorgänge entstandenen Drücke und Temperaturen bestimmten gleichermaßen die allmähliche Umwandlung der im Tonstein enthaltenen Minerale. Dabei waren sowohl der Druck (wenige Kilobar) als auch die Temperatur (<350 °C) nicht sehr hoch, man spricht vom Niederdruck- und Niedertemperaturbereich.

Die Druckerhöhung begünstigte ein Auflösen bestimmter Tonminerale in der parallel zur Stauchrichtung liegenden Ebene. Dieser Vorgang wird als Drucklösung oder Rieckesches Prinzip bezeichnet. Mehr oder weniger simultan kristallisierten neue Tonminerale in der senkrecht zur Stauchrichtung liegenden Ebene aus, so dass die feine Korngröße, die schiefrige Textur und die gute Spaltbarkeit des Tonsteins entlang paralleler Flächen auch nach der Metamorphose erhalten blieben.

Die Eisenoxide Limonit (Brauneisenstein) und Hämatit (Roteisenstein) verursachen eine bräunliche oder rötliche Färbung des ursprünglich dunkelgrauen Tonschiefers, während einige Minerale der Chlorit-Gruppe (Magnesium- und Eisen-Schichtsilikate) für eine grünliche Färbung verantwortlich sind.



Im Fazit markieren die Tonschiefer einen Übergang im Kreislauf der Gesteine, nämlich von der Diagenese (griechisch: Entstehung - Verfestigung von Sedimenten) zur Metamorphose (griechisch: Verwandlung - Umwandlung der Gesteine durch Druck und/oder Temperatur). Sie können gegebenenfalls sowohl den Sedimentiten als auch den Metamorphiten zugeordnet werden. Bei Bedarf kann die genaue Klassifizierung nur durch spezielle Methoden (Röntgenbeugung, Temperaturempfindlichkeit des Tonminerals Illit innerhalb geologischer Zeiträume) erfolgen.

Begebt euch nun an die oben angegebenen Koordinaten, schaut euch im Bereich des Aufschlusses ein wenig um und beantwortet mir ein paar Fragen. Nutzt dazu die Kontaktmöglichkeiten über mein Geocaching-Profil. Bei eventuellen Fehlern melde ich mich bei euch. Euren Vor-Ort-Besuch dürft ihr sofort loggen.

1) Beschreibt den Tonschiefer mit wenigen Worten, speziell die Korngröße, die Textur und die Spaltbarkeit!

2) Hat sich das Gestein durch die Regionalmetamorphose sehr deutlich verändert? Begründet eure Meinung kurz!

3) Sind die Schichten des Tonschiefers annähernd waagerecht oder geneigt? Was kann hierfür eine Ursache sein?

4) Fügt eurem Online-Log ein Vor-Ort-Foto von euch oder einem persönlichen Gegenstand als Anwesenheitsbeweis hinzu! Hierbei handelt es sich um eine Logbedingung gemäß den Earthcache-Guidelines vom 10.06.2019!

HINWEIS: Ich erwarte von euch eine Nachricht mit den Antworten und ein Vor-Ort-Foto im Log!

Und nun wünsche ich euch viel Spaß mit diesem Earthcache!

Quellen (27.06.2019):

http://www.gupf.tu-freiberg.de/geologie/zeittafel.html
https://de.wikipedia.org/wiki/Schiefer
http://www.steine-und-minerale.de

Bei den im Listing veröffentlichten Fotos handelt es sich um eigene Aufnahmen vom 12.02.2019.


Additional Hints (No hints available.)