Start: Nähe Bauernhof Gut Ehlenbeck, Ehlenbeck 2, 42781 Haan
Anfahrt ÖPNV: Buslinie O1, 671, 742 (Haltestelle Haan-Gruiten) oder S-Bahnlinie S8, S68 (Haltestelle Haan-Gruiten)
Parken: Parkplatz Bahnhof Gruiten, Thunbuschstraße 16, 42781 Haan
Cachelänge: ca. 200 m
Der Naturcache#1.1 startet an der Straße "Ehlenbeck" in Gruiten. Parkmöglichkeiten sind am Bahnhof Haan-Gruiten vorhanden. Eine Anreise mit den Bussen der Linien O1, 671, 742 oder den S-Bahnen S8 und der S68 ist ebenfalls möglich. Vom Bahnhof Haan-Gruiten gelangt man über den neanderlandSTEIG nach ca. 1,6 km zum Startpunkt des Caches.
Der Cache liegt in einem Naturschutzgebiet. Das Verlassen des Weges ist nicht erlaubt und nicht erforderlich. Das Betreten der Stollen ist verboten und ausdrücklich unerwünscht!
Dieser Cache ist der Erste von drei Caches auf Etappe 1 des neanderlandSTEIGs. Der Weg ist kein Rundweg!
Startkoordinate:
1) N 51°12.961 E 6°59.712
Hier sieht man steile Felshänge, die mit Buchen- und Eichenwald bewachsen sind.
Bei einem genaueren Blick auf die obere Felskante erkennt man, dass die Landschaft auch ohne menschliche Aktivitäten im stetigen Wandel ist.
Welche Aussage trifft zu?
A)=____
- Durch Bewuchs und Humusbildung sind fast keine Felskanten mehr zu erkennen. An den Steilwänden wird eine Menge Pflanzenmaterial angeweht und abgelagert. Dadurch werden die Felsen schnell abgerundet und mit neuem Bodenmaterial überdeckt. (55)
- Die Wurzeln alter Rotbuchen sind durch Regen 1 bis 2 Meter tief ausgewaschen. Einige Bäume stehen schon 2 Meter von der Plateaukante entfernt, dass heißt, an dieser Stelle befand sich zur Zeit des Heranwachsens des Baumes die alte Hangkante. (95)
- Durch das Dickenwachstum der Baumwurzeln werden immer wieder Felsen aus der Wand gesprengt. Durch diesen natürlichen Prozess wird der Felshang weiter abgetragen. (155)
2) N 51°12.974 E 6°59.600 + A
Die alte Steilwand zeugt von den zahlreichen Steinbrüchen rund um Gruiten. In einigen wurde lange Zeit Kalkstein, Grauwacke oder Schiefer für den Hausbau gebrochen. Diese Steilwand ist also von Menschen gemacht, aber schon seit vielen Jahren wieder der Natur überlassen.
Was ist passiert?
B)=____
- Fels bleibt wie er ist. Nur die Sonne hat den Kalkstein weiter ausgeblichen. (67)
- Durch Regen sind Rinnen und interessante Oberflächenstrukturen aus dem Kalkstein ausgewaschen worden. (77)
- Die Natur hat die Felswand zurückerobert. Der Steilhang ist mit Efeu überwachsen und in Rissen haben sich Buchen angesiedelt, die sich bereits zu stattlichen Exemplaren entwickelt haben. (87)
3) N 51°12.900 + B E 6°59.722
Hier befindet sich ein kurzer Stollen. Um einer Ader der gewünschten Gesteinsqualität zu folgen, erfolgte der Abbau oft in Stollen. Dies war weniger arbeitsaufwändig als ein Grubenabbau, bei dem auch das qualitativ schlechtere Gestein entnommen werden musste.
Warum sollten Menschen diese Stollen nicht betreten?
C)=____
- Diese Stollen sind gute Winterquartiere für Amphibien und Fledermäuse. Durch Betreten der Stollen werden die Amphibienquartiere zerstört und die Fledermäuse aus dem Winterschlaf gerissen. Fahren Fledermäuse ihren Stoffwechsel wiederholt durch Störung in der Winterstarre hoch, verbrauchen sie zu viel Energie um bis zum Frühjahr zu überleben. (38)
- Die Stollen sind einsturzgefährdet. Durch das Berühren der Wände oder die Verschiebung von Steinen, sogar schon durch das Erwärmen der Luft, können die Stollen zusammenbrechen. (58)
- Raubbau soll unterbunden werden. Von außen kann nicht erkannt werden, ob jemand im Stollen illegal weiter Kalk abbaut. Um dies zu verhindern, ist das Betreten der Stollen verboten. (78)
- In den Stollen gibt es kaum Luftaustauch. Wenn zu oft viele Menschen die Stollen betreten, ist schnell zu wenig Sauerstoff in den Gängen. Mensch und Tier werden bewusstlos und ersticken nach kurzer Zeit. (88)
4) N 51°13.000 E 6°59.700 + C
Wie lange wird in dieser Gegend schon Kalkstein abgebaut?
D)=____
- Seit fast 100 Jahren. (951)
- Seit knapp 600 Jahren. (353)
- Seit über 1000 Jahren. (533)
Zielkoordinate: N 51°13.002 E 6°59.000 + A + B + C + D
Interessant zu wissen: Die Strecke der Naturcaches am neanderlandSTEIG führt an kulturhistorisch interessanten Objekten vorbei. Weitergehende Informationen zu diesen Objekten wurden vom Landschaftsverband Rheinland (LVR) zusammengetragen und auf der Seite KULADIG – Kultur.Lanschaft.Digital (www.kuladig.de) veröffentlicht.
KULADIG-Objekte entlang Etappe 1 des neanderlandSTEIGs:
- Ehemaliger Kalksteinbruch Grube 7 und Klärteich in Haan
- Steinbrecher in der Grube 7
- Gut zu Schöller
- Schöller Mühle