
1576
Der erste dokumentierte Bau eines Hospitals in dieser Stadt stammt aus dem Jahr 1576. Erst 195 Jahre später, im Jahr 1771, wurde auf Grund der baulichen Mängel und vielseitigen Reparaturen ein Neubau errichtet.
Die sich auf dem Rückmarsch vom Moskaufeldzug befindlichen napoleonischen Truppen rissen das Holzgebäude der Krankenstation zur Feuerholzgewinnung nieder. Die dabei vertriebenen Hospitaliten fanden zwischenzeitlich im Stabslazarett des Militärs Aufnahme, bis die Stadt im Jahr 1830 wieder ein eigenes Krankenhaus am Hospitalsplatz in Radeberg eröffnete.
Nachdem die Überfüllung des Hospitals immer unerträglicher geworden war, wurde auf einem Kommunengrundstück 1860/61 ein neues, größeres Gebäude errichtet. Es hatte zunächst nur zwei Etagen mit jeweils acht Räumen.
1904
erreichten die Ärzte Dr. Zängel und Dr. Dillner nach jahrelangem Drängen den Baubeginn und zwei Jahre später die Fertigstellung eines neuen, modernen Krankenhauses mit Operationssaal, Röntgenabteilung und allen damals möglichen Neuerungen. Zunächst hatte man Platz für 60 Patienten, die von fest angestellten Ärzten und Belegärzten behandelt wurden. Die Anschaffung von drei Röntgenröhren in den Jahren 1907/1908 bedeutete einen sehr großen technischen Fortschritt.
Mit dem Anschluss des Krankenhauses an das städtische Stromnetz im Jahr
1913
konnte vor allem die Beleuchtung für nächtliche Arbeiten bereitgestellt werden. Durch großen Einsatz von Dr. Paul Kirchner, dem späteren Namensgeber des Krankenhauses, konnte 1921 von der Stadt Radeberg der Kauf einer weiteren Röntgenapparatur für Diagnostik und Oberflächentherapie für 99.000 Reichsmark realisiert werden.
Ab dem Jahr
1952
kam es zu einer Vielzahl baulicher Veränderungen. Nach dem Ausbau des Dachgeschosses konnte dort eine internistische Abteilung eingerichtet werden. Weiterhin wurde die Vorderfront, einst eine Art Wandelgang, geschlossen und dadurch die Zimmeranzahl erhöht.
Diese Erweiterungen machten die Errichtung eines Bettenaufzuges möglich. Nach dem Umbau, während dem das Haus geschlossen war, hatte man 167 Betten zur Verfügung.
Im Januar
1990
begann der Weiterbau des Südflügels als separates Haus mit modernem Labor, Krankenstation und Funktionsdiagnostik. Es fehlte allerdings die Verbindung zwischen Krankenhaus und Südflügel. Daher wurde ein Verbindungsbau mit Fahrstuhl errichtet, der die beiden Gebäude miteinander koppelt.
1993
übernahm das Krankenhaus eine moderne, leistungsfähige Röntgenabteilung. Die Umstrukturierung der Kommunen machte 1994 einen Trägerwechsel notwendig. Die Stadt Radeberg übergab die Trägerschaft an den Kreis Dresden-Land. Auch diese Periode ist von großen baulichen Veränderungen geprägt, deren Ergebnis das heutige moderne und leistungsfähige Krankenhaus ist.
Am 01.01.1996 kam es durch die Kreisreform wiederum zu einem Trägerwechsel, bei dem der Kreis Kamenz diese Funktion übernahm. Die Umgestaltung des Hauses wurde in drei großen Bauabschnitten durchgeführt.
Am 01.01.
1999
übernahm die ASKLEPIOS-ASB Krankenhaus GmbH die Trägerschaft des Krankenhauses.
Nach intensiver Neuplanung begannen 2001 die Baumaßnahmen zum 3. Bauabschnitt. Neben der Medizintechnik hielt in den vergangenen Jahren die Informationstechnologie immer bedeutenderen Einzug in das Krankenhaus.
Im Jahr 2009 wurde die Notaufnahme neu errichtet und im Jahr
2012
ein Erweiterungsbau des Verwaltungsgebäudes in Betrieb genommen.