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Totes Eis an der Schneverdinger Endsmoräne
Die Landschaft Niedersachsen wurde maßgeblich durch drei Eiszeiten beeinflusst: Die Elster-, Saale- und Weichseleiszeit. Während der Weichseleiszeit war Niedersachsen allerdings nicht mehr mit Eis bedeckt, allerdings hat gab es hier geländenivellierende Umstände durch Schmelzwasser- und Winderosionen. Während der Elstervereisung wurden bis zu 400m tiefe Rinnen in die Oberfläche Niedersachsen eingearbeitet und am Übergang zu den Mittelgebirgszügen in Südostniedersachsen entstanden Endmoränenwälle. Die nachfolgende, nahezu 200.000 Jahre andauernde, Saaleeiszeit hat das Geländerelief vollständig überformt. Das Gebiet der Lüneburger Heide ist geprägt von Grund- und Endmoränen, Sanderflächen, Trockentälern und Toteislöchern.

© Hans Hillewaert, CC BY-SA 2.5, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=1722228
Das Abtauen der Gletschereismassen nahm Zeit in Anspruch, es fand nicht gleichmäßig statt, sondern so wie man es aus den heutigen Wintern kennt: während es an einigen Stellen schon schneefrei ist, können in schattigen oder kühlen Lagen noch Schneereste liegen. So verhielt es sich mit den Eismassen auch: Der Gletscher zerfällt und es ist möglich, dass Eis liegen bleibt, welches mit dem Gletscherkörper nicht mehr verbunden ist. Man spricht in diesem Fall von Toteis.
In Kuhlen oder Senken hielt sich das Eis länger, während ringsherum Schmelzwasser strömte und durch Gesteinsschutt- und Sandablagerungen entstanden Moränenwelle. Das Toteis in den Senken und Kuhlen wurde ebenso von Gesteinsablagerungen (Geschiebe) und abgelagertem Sand bedeckt und eingeschlossen. Dies führte dazu, dass das Toteis konserviert wurde und teilweise über viele tausend Jahre im Boden erhalten bleiben konnte.
Mit steigenden Temperaturen und dem langsamen Abschmelzen des eingeschlossenen Toteises entstanden häufig unterirdische Hohlformen, über denen im Laufe der Zeit die Sedimente nachgaben und einstürzten. Es entstanden sogenannte Toteiskessel, die sich je nach Untergrund unterschiedlich entwickelten:
Wenn der Untergrund aus durchlässigem Schottern und Sanden besteht, so versickert Regenwasser und zurück bleibt eine trockene Senke oder Mulde.
Besteht er Untergrund aus feinen tonhaltigen Sedimenten (Lehm), zum Beispiel aus Altmoräne, dann bleibt Regenwasser im Toteiskessel stehen und es bildet sich ein Moor, ein Seen oder ein Söll.
Sölle sind eine spezielle Form der aus Toteis entstandenen Gewässer: rundliche, nicht allzu große Wasserlöcher mit Durchmessern von wenigen Metern bis maximal einigen hundert Metern. Ursprünglich war die Grundmoränenlandschaft Norddeutschlands übersäht von diesen Kleingewässern. Da sie weder Zu- noch Abfluss hatten, vermoorten oder verlandeten sie häufig in postglazialer Zeit. Sölle kommen in aller Regel nicht alleine vor, man findet in der unmittelbaren Umgebung weitere oder Hinweise auf diese. Denn in der Landwirtschaft wurden Sölle zunehmend als störend empfunden und durch Flurbereinigungen eingeebnet und zerstört. Aber auch heute sind zerstörte Sölle anhand von Luftbildern noch zu identifizieren, da diese Flächen häufig zu Vernässung neigen.
Einige bestehende Toteiskegel bei Schneverdingen habe ich mit Wegpunkten versehen. Diese sind teilweise direkt von der Strasse aus sichtbar, Privatgrundstücke sollten nur mit der Einwilligung der Eigentümer betreten werden.
Zur Lösung dieses Earthcaches beantworte bitte folgende Fragen:
Woran erkennt man, dass es sich hier um einen Soll handelt?
Welchen Durchmesser hat der Soll heute noch?
Mache in der Nähe des Earthcaches ein Foto, bitte ohne die Aufgaben zu Spoilern.
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The dead ice at the Schneverdinger end moraine
The landscape of Lower Saxony was decisively influenced by three ice ages: Elster ice age, Saale ice age and Vistula ice age. During the Vistula ice age Lower Saxony was no longer covered with ice however, there were terrain leveling circumstances due to meltwater- and wind erosion. During the Elster icing up to 400m deep grooves were incorporated into the Lower Saxony surface and at the transition to the low mountain ranges in Southeast Lower Saxony moraine. The following, nearly 200,000 years lasting, Saaleeiszeit has completely overmeshed the terrain relief. The area of the Lüneburg Heath is characterized by ground and end moraines, Sander areas, dry valleys and dead ice holes.

© Hans Hillewaert, CC BY-SA 2.5, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=1722228
Defrosting the glacial ice masses took time, it did wasn`t uniformly, but as it is known from today's winters: while it is already free of snow in some places, snow remains can still be found in shady or cool locations. So it was with the ice masses too: The glacier disintegrates and it is possible that ice will remain, which is no longer connected to the glacier body. It’s called dead ice.
In cooling or sinking, the ice lingered longer while meltwater streamed around it and through rock debris and sand deposits emerged moraine walls. The dead ice in the hollows and coolers was also covered and enclosed by rock and sand deposits. As a result, the dead ice was conserved and could be preserved in the soil for many thousands of years.
With rising temperatures and the slow melting of the enclosed dead ice often formed subterranean molds, over which over time, the sediments gave way and collapsed. It created so-called dead Ice cones, which developed differently depending on the surface:
If the subsurface consists of permeable gravel and sands, rainwater seeps away and remains a dry sink or hollow
If the subsoil consists of fine clay-containing sediments (clay), for example of old moraine, then rainwater will remain in the dead ice cone, forming a bog, a lake or a “Söll”.
Sölle are a special form of waters formed from dead ice: round, not too large waterholes with diameters of a few meters to a maximum of several hundred meters. Originally, the landscape of Northern Germany was littered by these ponds. Since they had neither inflow nor outflow, they often mowed or silted up in post-glacial times. Sölle are usually not alone, you will find in the immediate area more or references to this. Because in agriculture, Sölle were increasingly perceived as disturbing and leveled by land consolidation and destroyed. But even today, destroyed Sölle can still be identified by means of aerial photographs, as these areas are often prone to watering down.
I have provided waypoints for some of the existing dead ice cones on Schneverdingen. These are partially visible directly from the street, private land should be entered only with the consent of the owners.
To solve this earthcache please answer the following questions:
How can one recognize that this is a Soll?
What is the diameter of the Soll today?
Take a photo near the Earthcache without spoiling the questions.
Send me your answers via my profile or via email. Then you can log immediately, a log release is neither necessary nor allowed. If there are problems with your answers I will contact you.
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