Warum ist der Gullydeckel rund?
Diese Frage wird von manchen Unternehmen schon mal gerne in einem Bewerbungsgespräch gestellt. Um dies Frage beantworten zu können solltet ihr etwas Grundwissen dazu haben. Oder?
Deswegen hier eine kleine Zusammenfassung:
Schon die alten Römer erfanden Kanalgitter, um Passanten zu schützen, aber auch, um Objekte aufzuhalten, die hineinfallen oder hineingeworfen werden könnten. Diese Deckel waren fast immer aus Stein gehauen. Heute bestehen sie vorwiegend aus Gusseisen. Um Metall zu sparen wurden sie in Deutschland während und nach dem Zweiten Weltkrieg oft im Kern mit Beton gefüllt. Diese Bauart (BeGu, Abkürzung von Beton-Guss) wird auch heute noch aus Kostengründen eingesetzt. Die Deckel dienen zur Abdeckung von Kontroll- und Wartungsschächte von unterirdischen Versorgungsleitungen und Abwasserkanäle. Sie können geöffnet werden und ermöglichen so einen Abstieg in den Kontrollschacht bzw. das Kanalsystem. Ihre Bauformen können rückstausicher, gas- und geruchsdicht und/oder wasserdicht sein. Auch Deckel mit Lüftungsöffnungen sind möglich. Diese Öffnungen sind so klein, dass größere Gegenstände den Kanal nicht verschmutzen können. Deswegen ist manchmal ein grobes Sieb unter dem Deckel angebracht, der sogenannte Schmutzfänger. Natürlich gibt es auch eine Norm dafür: Die in der EU gültige Norm für Kanaldeckel ist die Europäische Norm EN 124 aus dem Jahr 1994. Abseits Europas findet sie auch weltweit auf freiwilliger Basis Verwendung. In Deutschland ist sie als DIN-Norm DIN EN 124 veröffentlicht. Mittlerweile sind mancherorts auch richtig schöne künstlerisch gestaltete Deckel entstanden. Haltet mal die Augen offen.
Und die Antwort? Keine Sorge hier wird keine „richtige“ Antwort verlangt. Die Personaler versuchen hier etwas über euren Denkprozess zu erfahren und wie ihr an Problemstellungen herangeht.