[ENGLISH BELOW] [DEUTSCH] 1855 begann der Bau der Kaiserin Elisabethbahn. Wie alle Stationsgebäude entlang der Westbahnstrecke wurde der Melker Bahnhof im maurischen Stil errichtet. Am 13.10.1958 fuhr die erste Lok in Melk ein und drei Tage darauf begann der regelmäßige Zugverkehr zwischen Wien und Linz. Der Bahnbau leitete in Melk die Gründerzeit ein und wirkte sich stark auf die städtebauische Entwicklung aus. 1952 wurde die Strecke elektrifiziert. 2009 wurden umfangreiche Umbaumaßnahmen unter laufendem Bahnbetrieb und unter besonderer Berücksichtigung des Denkmalschutzes durchgeführt. Heute präsentiert sich der Bahnhof den Fahrgästen als moderner, barrierefreier Bahnhof, der neue EU-Standards erfüllt und als zentrales Eingangstor zur Stadt fungiert. Mithilfe der Konjunkturbelebungsprogramme der EU und der österreichischen Bundesregierung konnte der Umbau in Melk begonnen werden. Voraussetzung für den Ausbau des Transeuropäischen Netzes sind einheitliche, sogenannte "interoperable" Eisenbahnsysteme. Hierbei gilt es unterschiedliche Infrastrukturvoraussetzungen (z.B. verschiedene Zugsicherungs- oder Energieversorgungssysteme) zu vereinheitlichen, damit das Bahn fahren noch attraktiver wird. Gemeinsam mit der EU, dem Land Niederösterreich und der Stadt konnte das umfangreiche Projekt von den ÖBB realisiert werden. Auch das Bahnhofsgebäude wurde zu einer modernen Verkehrsstation umgebaut und der gesamte Bahnhofsvorplatz neu gestaltet. Durch die Verbesserung der Umsteigemöglichkeiten von Bus, Auto oder Fahrrad auf die Bahn wurde die Mobilitätskette erheblich verkürzt. Das denkmalgeschützte Bahnhofsgebäude wurde komplett saniert: die Fassade wurde erneuert, neue Fenster und Türen eingebaut und die Räume neu angeordnet. Ein moderner und gut ausgeleuchteter Personendurchgang, dessen orange-rote Glaswände künstlerisch gestaltet wurden, ersetzt die Stahlstegüberführung aus dem Jahr 1916 und verbindet die nördliche und südliche Stadtseite bzw. die beiden Bahnsteige über zwei Liftanlagen sowie Stiegen. Die Bahnsteige wurden verlängert und überdacht. Für das "Zusatzprojekt" "Kunst am Bahnhof" konnte der heimische Künstler Andreas Herfert gewonnen werden. Im Personendurchgang gestaltete er die Glaswand mit silbernen Ornamenten aus Metall und am Bahnhofsvorplatz steht der Stadtlöwe.
[ENGLISH] In 1855 the construction of the Empress Elisabethbahn began. Like all station buildings along the Westbahn line, the Melker station was built in Moorish style. On 13.10.1958 the first locomotive arrived in Melk and three days later the regular train service between Vienna and Linz began. Railway construction in Melk marked the beginning of the Wilhelminian era and had a strong impact on urban development. The line was electrified in 1952. In 2009, extensive reconstruction measures were carried out while the railway was still in operation and special attention was paid to the protection of historical monuments. Today, the station presents itself to passengers as a modern, barrier-free station that meets new EU standards and functions as a central entrance gate to the city. With the help of the economic stimulus programmes of the EU and the Austrian Federal Government, the reconstruction in Melk could be started. A prerequisite for the expansion of the Trans-European Network is uniform, so-called "interoperable" railway systems. Here, different infrastructure requirements (e.g. different train protection or energy supply systems) must be standardised in order to make rail travel even more attractive. Together with the EU, the province of Lower Austria and the city, ÖBB was able to implement this extensive project. The station building was also converted into a modern traffic station and the entire station forecourt was redesigned. The mobility chain was considerably shortened by improving the possibilities of changing from bus, car or bicycle to train. The listed railway station building was completely renovated: the facade was renewed, new windows and doors were installed and the rooms were rearranged. A modern and well-lit pedestrian walkway, whose orange-red glass walls were artistically designed, replaces the 1916 steel footbridge overpass and connects the northern and southern sides of the city and the two platforms via two lifts and staircases. The platforms were extended and roofed. The local artist Andreas Herfert could be won for the "additional project" "Kunst am Bahnhof". In the passageway he designed the glass wall with silver metal ornaments.