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Die Erzbank im Kommunion-Steinbruch EarthCache

Hidden : 8/8/2019
Difficulty:
3 out of 5
Terrain:
3.5 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:


Die Erzbank im Kommunion-Steinbruch



Union Jack

English version below. Google translated.

Der Kommunion-Steinbruch liegt in Mitten des Rammelsberger Naturschutzgebietes. Auf seiner Sohle wachsen – genau wie auf der Blockschutthalde – seltene Pflanzen. Um sie zu schützen sollten Wanderer (und auch Cacher) die vorhandenen Wege nicht verlassen.

Der Steinbruch gehört außerdem zum Weltkulturerbe Rammelsberg. Es herrscht Klopfverbot! Auch für Geologen und Mineralogen und Mineraliensammler, also auch für Geocacher!

Über die Entstehung der Rammelsberger Erzlager wurde anderer Stelle schon viel geschrieben und hier in der Nähe behandeln auch noch drei Earthcaches dieses Thema Bergbau am Rammelserg.

GC1EA1E Der Rammelsberg

GC5W29G Weltkulturerbe Rammelsberg - Schätze der Erde

GC2V2B3 Naturschutzgebiet Blockschutthalden Rammelsberg

 

Dieser EC beschäftigt sich mit einer für die meisten unbekannten Besonderheit des Kommunion-Steinbruches: einer weiteren, wenn auch viel kleineren, aber älteren Vererzung, die allerdings in einem Zusammenhang mit den beiden Lagern des Rammelsberges steht.

Der Kommunion – Steinbruch

Seinen Namen erhielt der Steinbruch, nachdem er von Johann Christoph Röder ab 1768 zum zentralen Steinbruch des Kommunion Unterharzes  für den Grubenausbau und Versatz eingerichtet worden war. Bis zu jener Zeit hatten die Bergleute die ausgeerzten Weiten nicht planmäßig verfüllt, so dass die Standfestigkeit des Berges mehr und mehr gefährdet war.

Von hier oben gab es die Möglichkeit die abgebauten Schotter bis zum Ansatzpunkt des Kanekuhlerschachtes (in der Nähe des Maltermeister Turms) zu transportieren (über einen Bremsberg).

Später verstürzte man die Schotter in Richtung Winkler Schacht und von dort über den Flachen Schacht in das Bergwerk.

Die Entstehung der Vererzung im Kommunion - Steinbruch

Die Vererzung im Kommunion – Steinbruch ist in der einschlägigen Literatur beschrieben. Hier zitiere ich einen Teil einer Veröffentlichung von W. Hannak (1979). Er geht dabei als erstes auf die Bildung der Rammelberger Lagerstätte ein:

"Eine wesentliche Ursache für die Lagerbildung ist in der paläogeographischen Geosynklinal-Entwicklung des Lagerbereiches zu suchen. Die Lager liegen am nordwestlichen Schwellenabhang der Okertalschwelle (Westharzschwelle) zum Goslarer Trog. Dieser Schwellenabhang ist vom Ende des Unterdevons bis zur Zeit der Lagerbildung ein Bereich sich stetig ändernder Fazies und Mächtigkeiten. Einer stark kondensierten Mächtigkeit in kalkiger Fazies mit Schichtausfällen auf der Schwelle, die für das Mitteldevon bis zum Lagerhorizont noch keine 150 m beträgt, steht eine Mächtigkeit von möglicherweise mehr als 1000 m im Goslarer Trog gegenüber. Die Entwicklung zeichnet sich in den Calceola-Schiefern schon deutlich in der unterschiedlichen Ausbildung der Ablagerungen ab. Die Differenzierung des Geosynklinalbereichs in Becken und Schwelle ist zu der Zeit in voller Entwicklung. Es fehlten nur die Sedimentzufuhren, um die Absenkung zu kompensieren. Mit den Bewegungen geht eine Belebung der Reliefenergie des Abtragungsgebietes einher, die sich mit zeitlicher Verzögerung im Sandbandschiefer voll auswirkt. Das Abtragungsgebiet lag im heutigen nordöstlichen Harzvorland, von dem stark sandige Schüttungen entlang dem Schwellenhang in das Becken hinein erfolgten und die die Absenkung akkumulierten.

 

Mit den epiorogenen Bewegungen ist eine deutliche Zunahme des initialen Magmatismus zu verzeichnen, der zunächst nur ein reiner Tuffvulkanismus ist. Erste Tuffe treten schon im Unterdevon auf; sie werden im Laufe der Zeit immer zahlreicher und erreichen etwa zur Zeit der Lagerbildung ihre größte Mächtigkeit. Später in den höheren Wissenbacher Schiefern ist dann der Vulkanismus effusiv und führte zu den Diabasdecken am Steinberg, bei Wolfshagen usw. Der paläogeographische Überblick sollte zeigen, dass ein mobiler simischer Magmatismus da ist, dass der Lagerbereich auf dem Schwellenabhang in dem tektonisch günstigen Dehnungs- und Scherbereich zwischen Okertalschwelle und Goslarer Trog liegt und damit wesentliche schon eingangs erwähnte Voraussetzungen für eine lange anhaltende Differentiation eines intrudierenden Magmas gegeben sind. Interessant ist nun, dass die Magmendifferentiation mit Ausgang des Unterdevons soweit fortgeschritten war, dass schon zu dieser Zeit hydrothermale Metallösungen in der Schwächezone des Schwellenrandes lange vor der Bildung der bekannten Rammelsberger Erzlager aufsteigen konnten und zur Bildung sehr früher syngenetischer, submariner Erzabscheidungen geführt haben. Im Kommunion-Steinbruch unterhalb der Kuppe des Rammelsberges ist eine derartige, auf aszendente hydrothermale Zufuhren zurückgehende konkordante Erzlage aufgeschlossen (GUNDLACH & HANNAK 1968)." (Zitat Ende)

 

Den Steinbruch erreicht man über die Straße, die an der Jugendherberge Goslars vorbei zum Maltermeisterturm führt. Von da geht ein Fußweg zum Steinbruch hinauf (Wegpunkt). Der Aufschluss liegt vornehmlich im unterdevonischen Sandstein. Die Schichten sind überkippt, sodass die Rammelsberger Erzlager westlich des Steinbruches liegen --> jünger!

 

Die fast horizontale Lagerung im mittleren Bruchteil beruht auf Abbauauswirkungen.

Die Erzlage ist annähernd über die gesamte (mittlere) Bruchwand zu verfolgen (Foto).

Bruchwand

"Von Norden her setzt die Erzführung mit spärlichem, imprägationsartig verteiltem Kupferkies und Pyrit ein. Es folgen cm-starke, derbe Kupferkieslinsen. Fast ausschließlich Zinkblende führt der Mittelteil. Kupferkies folgt wieder in gleicher Verteilung wie in der nordöstlichen Randzone im südwestlichen Steinbruchkessel und verliert sich in Spuren an der oberen Bruchkante."

nach HANNAK, W. (1978): Die Rammelsberger Erzlager. In: Der Aufschluß 28, Sonderband (Göttingen) „Zur Mineralogie und Geologie der Umgebung von Göttingen“

 

Zur besseren Orientierung im Steinbruch schaut bitte auf diese Karte (HANNAK, W. (1978)):

Karte

Die Erzbank befindet sich im mittleren Teil des Bruches und ist heute z.T. durch herabgefallene Steine verschüttet. Die Zahlen an der durchgehenden Linie zeigt euch das Einfallen der Schicht: hier zwischen 16 und 24° nach Nordwest. Die anderen Zahlen stehen an Störungen, die längs durch die Erzbank schlagen und geben ebenfalls das Einfallen wieder: hier zwischen 85 und 95° nach Südwest.

Hier eine Detailaufnahme der Erzbank.

Detail

 

Eure Aufgabe zur Lösung dieses EC (es ist nicht nötig, in die Steinbruchwand hineinzuklettern, dieses wäre auch zu gefährlich. Achtet darauf, wo ihr hintretet und was sich über euch befindet! Jeder ist für sein Tun selbst verantwortlich. Bitte zerstört die Erzbank nicht weiter!):

 

1. Sucht die Erzbank im Steinbruch.

a) Welche Mächtigkeit (Schichtdicke) hat die Erzbank im sichtbaren Bereich ungefähr? Eine seriöse Schätzung reicht!

b) Über welche Strecke ist die Erzbank an der Steinbruchwand zu verfolgen? Die Zeichnung oben stammt aus den 70er Jahren! Heute sieht es hier anders aus! Kleiner Tipp: es sind nicht mehr 30 m!

c) Welche Korngröße hat das die Erzbank umgebene Gestein im Vergleich zur Erzbank (feiner - gröber)? Kleiner Tipp: Die Erzbank ist synsedimentär (gleichzeitig mit der normalen Sedimentation), submarin (untermeerisch), exhaltiv ("ausgeatmet", d.h. durch sogenannte Raucher, magmatisch aufgeheizter, untermeerischen Quellen entsprungen und in das kalte Meer entlassen). Versucht Gründe dafür anzugeben, dass es ist wie es ist!

2. Sucht im Schutt vor der Bruchwand nach Fossilien (keine Logvoraussetzung). Hier gibt es unter anderem Crinoiden (=Seelilienstängelglieder, auch Hexenpfennige genannt, siehe Foto). Man muss allerdings schon Glück haben, wenn man welche entdecken will.

3. Mache ein Foto von dir, deinem GPS oder von beidem erkennbar im Steinbruch und lade es mit deinem Logeintrag hoch (seit 06/19 wieder als Beweis dafür, das Du wirklich vor Ort warst, erlaubt!) Ohne Foto oder ohne Antwort auf die Fragen, werden die Einträge ohne Vorwarnung gelöscht! Rudellogger schicken bitte alle die Antworten einzeln unter Angabe ihres Nicks.

Hexenpfennig

Glück Auf!



Union Jack

The ore bank in the communion quarry

The communion quarry is located in the middle of the Rammelsberg nature reserve. On its sole grows - as well as on the block scree - rare plants. In order to protect them, hikers (and also cachers) should not leave the existing paths.

The quarry is also part of the World Heritage Rammelsberg. Please leave your hammer at home! This is true for geologists and mineralogists and mineral collectors, so also for geocachers!

Much has already been written about the origins of the Rammelsberg ore deposit and there are three other Earthcaches around here dealing with mining at the Rammelsberg.

GC1EA1E Der Rammelsberg

GC5W29G Weltkulturerbe Rammelsberg - Schätze der Erde

GC2V2B3 Naturschutzgebiet Blockschutthalden Rammelsberg

This EC deals with a for the most unknown particularity of the communion quarry: another, albeit much smaller, but older mineralization, which, however, is related to the ore deposit of Rammelsberg.

The communion - quarry

The quarry was named after it had been built by Johann Christoph Röder in 1768 to the central quarry of the Lower Harz Communion for the pit expansion and offset. Until that time, the miners had not filled the spawned expanse as plannedd, so that the stability of the mountain was more and more endangered.

From here up there was the possibility to transport the excavated gravel to the starting point of the Kanekuhlerschacht (near the Maltermeister Tower).

Later, the gravel were brought into Winkler Schacht and from there over the Flacher Schacht into the mine.

The mineralization in communion - quarry

Mineralization in the communion quarry is described in the relevant literature. Here is a part of a publication by W. Hannak (1979). He discribes first the generation of the Rammelberger deposit:

"One of the main reasons for the storage formation is to be found in the paleogeographical geosynclinal development of the storage area, which is located at the northwestern threshold slope of the Okertalschwelle (Westharzschwelle) to the Goslar trough.This threshold slope is an area from the end of the Lower Devonian to the time of storage formation A strong condensed thickness in calcareous facies with stratigraphy on the threshold, which is still less than 150 m for the middle Devon up to the storage horizon, faces a potential of more than 1000 m in the Goslar trough The differentiation of the geosynclinal area into the basin and the threshold is in full development at the time, with only the sediment supply missing to compensate for the subsidence, with the movements reviving the rel This energy is associated with the erosion energy of the erosion area, which has a long-term effect on sand-belt shale. The erosion area was in today's northeastern Harz foothills, from the heavily sandy beds along the threshold slope into the basin took place and accumulated the subsidence.

The epiorogenic movements show a clear increase in the initial magmatism, which is initially only a pure tuff volcanism. First tuffs are already appearing in the Lower Devonian; They become more and more numerous over time and reach their greatest power at the time of the formation of the camp. Later in the higher Wissenbacher Schiefern volcanism is then effusiv and led to the Diabasdecken Steinberg, Wolfshagen, etc. The paleogeographic survey should show that a mobile simatic magmatism is there, that the storage area on the threshold slope in the tectonically favorable strain and Shear range between Okertalschwelle and Goslar trough and thus essential already mentioned above conditions for a long-lasting differentiation of an intruding magma are given. It is interesting to note that the difference in the magma with the Lower Devonian was so advanced that even at that time hydrothermal metal solutions in the zone of weakness of the Threshold could rise long before the formation of the well-known Rammelsberg ore deposits and led to the formation of very early syngeneic, submarine ore deposits. In the communion quarry below the summit of the Rammelsberg, such a concordant ore deposit, which dates back to ascendent hydrothermal feeds, is open (GUNDLACH & HANNAK 1968)."(End quote

The quarry can be reached via the road that leads past Goslar Youth Hostel to the Maltermeisterturm. From there, a footpath goes up to the quarry (waypoint). The outcrop is mainly in the Lower Devonian sandstone. The layers are tipped over so that the Rammelsberg ore deposits lies west of the quarry -> younger!

The almost horizontal storage in the middle fraction is due to degradation effects.

The ore layer can be traced almost over the entire (middle) wall of the breach (photo).

Bruchwand

"From the north, the ore runs with sparse, impregnated copper pyrites and pyrite, followed by cm-thick, coarse copper kieslenses, almost exclusively zinc blende, the middle section is again in the same distribution as in the northeastern edge zone in the southwestern quarry basin and loses in traces at the upper edge of the fracture."

after HANNAK, W. (1978): Die Rammelsberger Erzlager. In: Der Aufschluß 28, Sonderband (Göttingen) „Zur Mineralogie und Geologie der Umgebung von Göttingen“

For a better orientation in the quarry please look at this map (HANNAK, W. (1978)):

Karte

The ore is located in the middle part of the quarry and is currently buriedby spilled stones. The numbers on the continuous line show you the dip of the layer: here between 16 and 24° to the northwest. The other numbers are due to geological disorders that strikes longitudinally through the ore and also reflect the collapse: here between 85 and 95° to the southwest.

Here is a detail of the ore.

Detail

Your task to solve this EC (it is not necessary to climb into the quarry wall, this would be too dangerous, pay attention to where you stand and what is above you!) Everyone is responsible for his own actions. Please, do not destroy the ore!):

1. Find the ore in the quarry!

a) What thickness (layer thickness) does the ore have approximately in the visible range? A serious estimate is enough!

b) What is the longitudinal distance of the ore on the quarry wall? The map above is from the 70s! Today it looks different here! Tip: it is not more than 30 m!

c) What particle size does the rock surrounding the ore bank have compared to the ore bank (finer - coarser)? A little tip: The Erzbank is synsedimentary (at the same time as normal sedimentation), submarine (under water in an ocean), exhaled (that is, exhaled by so-called smokers, magmatically heated, underwater sources, and released into the cold sea).Try to state reasons that it is as it is!

2. Look for fossils in the rubble in front of the wall (no prerequisite for logging). Crinoids = (sea lily stems, also called witches pennies, see photo). But you have to be lucky, if you want to discover some.

3. Make a photo of yourself, your GPS or both visible in the quarry and upload it with your log entry(since 06/19again as proof that you were really there allowed!) Without a photo or without an answer to the Questions, the entries are deleted without warning! Groups of geocacher please send all the answers individually, indicating their nicks.

Good luck

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