Die Allgäuer Berge und mit ihnen das gesamte Gebirge der Alpen sind Ausdruck eines Prozesses, der vor etwa 200 Millionen Jahren begann, als sich infolge gewaltiger plattentektonischer Kräfte im Erdmantel das Gebirge der Alpen aufzufalten begann und aus dem Urmeer Tethys der Meeresboden nach oben gedrückt wurde. Die Allgäuer Alpen sind aus unterschiedlichen Sedimentgesteinen aufgebaut, die sich überwiegend während des Erdmittelalters abgelagert haben.
Am Nordrand der Alpen findet man auf engstem Raum zusammengedrängt Gesteine aus sehr unterschiedlichen Entstehungsgebieten. Dabei wurden Gesteine aus verschiedenen Meeresbecken, die ursprünglich weit südlich des heutigen Alpenrandes abgelagert worden waren, von ihrer Unterlage abgeschert, nach Norden transportiert und in enge Falten und Schuppen deformiert.
Die verschiedenen tektonischen Decken nehmen heute schmale, West–Ost streichende Gebiete am Nordrand der Alpen ein. Im Süden liegen die Nördlichen Kalkalpen, darauf folgt der Flysch, das Helvetikum sowie am Übergang zum Vorland die Faltenmolasse.
Die Gesteine des Flyschs bilden einen mehrere Kilometer breiten Streifen zwischen den Kalkalpen und dem Vorland. Hier liegen die meist bewaldeten und vergleichsweise niedrigen Berge des Alpenrandes.
Gesteine des Helvetikums treten nur im Oberallgäu landschaftsprägend in Erscheinung. In Oberbayern findet man sie nur vereinzelt in einem schmalen Gebietsstreifen. Die Gesteine des Helvetikums sind besonders vielfältig. Früher wurden hieraus zB. Eisenerze und Mühlsteine gewonnen.
Die Faltenmolasse ist die nördlichste und jüngste tektonische Baueinheit der Alpen, aus morphologischer Sicht wird dieser Bereich bereits zum Vorland gerechnet. Nur im Oberallgäu zählen Teile der Faltenmolasse noch zum Hochgebirge. Andernorts zeichnet sie sich durch West–Ost streichende Hügelketten und durch Härtlingsrippen in den Betten der nach Norden abfließenden Flüsse ab.
Gewässer
Durch das Allgäu erstreckt sich eine europäische Hauptwasserscheide, das bedeutet, dass ein Teil der Fließgewässer über Bodensee und Rhein zur Nordsee hin abfließen und ein Teil über das Flusssystem der Donau zum Schwarzen Meer. Zu letzterem Teil gehören als Nebenflüsse der Donau die Flüsse Iller und Lech, sowie als Nebenfluss des Lech die Wertach. Durch das Westallgäu fließen die Obere Argen und Untere Argen, die in den Bodensee münden, ebenso die Leiblach, die im unteren Teil die Grenze zwischen Deutschland und Österreich bildet.
Ein Wasserfall ist ein Abschnitt eines Fließgewässers (Bach, Fluß), an dem die Strömung, bedingt durch die Formung des Gesteinsuntergrundes, mindestens teilweise in freiem Fall übergeht. In der Vielfalt der Formen ist der klassische freie, senkrechte Absturz eher die Ausnahme. Meistens befinden sich gleitende Abschnitte in der Fallstrecke, die oft durch Bildung von Gumpen in stufige Absätze umgeformt werden. Je nach Steilheit der Talstufe können daraus treppenartige Kaskaden oder weitständige Abfolgen mehrerer Wasserfälle entstehen.
Typische Merkmale von Wasserfällen
Ein idealtypischer Wasserfall vereint folgende Merkmale:
- markant erhöhtes Gefälle auf mindestens 100 Prozent (45°; damit ist die vertikale Komponente größer als die horizontale)
- Zerfall des Wasserkörpers und dessen teilweise Ablösung vom Untergrund
- Spritz- und Weißwasser sind vorherrschend (Farbeffekt durch Lichtreflexionen an Grenzflächen Luft–Wasser)
- charakteristische Geräuschentwicklung
- ein mikroklimatisches Umfeld eigener Prägung
- Bei Wasserfällen lassen sich verschiedene Abschnitte unterscheiden:
- Beginn der Fallstrecke: möglicher Übergangsbereich zum eigentlichen Wasserfall (vgl. Stromschnelle)
- Kopfzone: Bereich des Wasserfalls oberhalb der Fallzone, wo das Gewässer vom Fließen über das Schießen ins Fallen übergeht
- Fallkante: mögliche klar definierbare Stelle in der Kopfzone des Wasserfalls, wo das Gewässer vom Fließen unmittelbar ins Fallen wechselt
- Fallzone: Bereich des Wasserfalls zwischen der Kopf- und der Prallzone, wo das Wasser entweder frei, kaskadenartig oder schießend (gleitend) fällt
- Prallzone: Bereich des Wasserfalls unterhalb der Fallzone, wo das fallende, schießende oder zerstäubte Wasser aufprallt und sich wieder zu einem Gewässer sammelt (Merkmale: Nässe oder hohe Feuchtigkeit, eingeschränkte Vegetation)
- Gumpe: meist vorhandenes Tosbecken in der Prallzone des Wasserfalls mit starker Tiefenerosion
- Auslauf der Fallstrecke: möglicher Übergangsbereich zum normalen Wasserlauf, stromschnellenartig mit Auskolkungen.
Entstehung und Wasserfalltypen
Ein Fließgewässer hat generell die Tendenz, durch rückschreitende Erosion und durch seine Schleppfracht (Transport von Sand, Kies usw.) Gefällebrüche abzuschwächen und ein ausgeglichenes Längsprofil auszubilden. Diese Tendenz steht der Bildung von Wasserfällen entgegen, so dass sich Fallstufen nur bei besonderen Gegebenheiten bilden und erhalten. Es lassen sich zwei wesentliche Arten von Fallstufen mit Untergruppen unterscheiden:
- Fallstufen, die durch die Fließdynamik des Gewässers selbst bedingt oder wesentlich mit bedingt sind
Beispiele für destruktive, durch Erosionsprozesse sich formende Wasserfälle
- Wasserfälle bilden sich besonders oft dort, wo unter widerstandsfähigem Gestein leicht ausräumbares folgt. Am Übertritt des Wassers in den Bereich, wo das weichere Gestein ausstreicht, entsteht aus einer anfänglichen Auskolkung eine Stufe mit Gumpe und schließlich die Unterspülung des härteren Gesteins. Über dieser Höhlung bricht mit der Zeit das Gestein nach. Die Lage des Wasserfalls verschiebt sich dadurch im Laufe der Zeit stromaufwärts. Diesen Formungsprozess nennt man ebenfalls „rückschreitende Erosion“.

Weshalb ein Wasserfall infolge von Auskolkung rückwärts wandert.
- Auch in nahezu homogenem Gestein wie Granit oder Porphyr können sich aus Kolken über Stufen mit Gumpen formschöne Kaskadentreppen formen. Dies gilt auch für Höhlenwasserfälle und eine ihrer Sonderform, die Gletschermühlen.
Beispiele für konstruktive, durch Mineralausfällung sich formende Wasserfälle
- Wasserfälle, die sich durch Karbonatausfällung an zunächst kleinen Gefällestufen (lokaler Druckabfall an der Fallkante) nach und nach aufbauen.
Die Terrassenkanten aus Travetin (auch Kalktuff genannt) können bis um 100m Höhe erreichen, besonders zahlreich in Karstgebieten. Auch an Steinerne Rinnen können sich Wasserfälle bilden.
- Fallstufen, die bereits ohne nennenswertes Zutun des Fließgewässers gegeben sind
Beispiele für sich verstärkende oder regenerierende Fallstufen:
- Wasserfälle, die über Geländestufen aktiver Verwerfungen hinabstürzen. Hierzu kann man auch Gletschermühlen zählen, die Gletscherspalten hinabstürzen.
- Wasserfälle, die über Brandungskliffs ins Meer stürzen
- Wasserfälle von Nebenbächen, die der stärkeren Tiefenerosion des Vorfluters nicht folgen können und daher eine Mündungsstufe hinabstürzen.
- Wasserfälle von Nebenbächen, die über Prallhängen von Vorflutern münden und daher eine Mündungsstufe hinabstürzen
Beispiele für gegebene, sich nicht regenerierende Fallstufen:
- Talstufen, die durch eiszeitliche Gletscher entstanden sind (Mitunter sehr hohe Wasserfälle, manchmal fast ohne eigene Überformung der Felsstufe, manchmal mit Klamm- oder Kaskadenbildung)
- Wechsel von widerstandsfähigem zu leicht ausräumbarem Gestein oder freigelegter Wechsel zu Rheinfall
- Querende Verwerfungsfugen mit leicht ausräumbarem zerrüttetem Gestein (Großer Ravennafall im Hollental) oder große Klüfte (wichtiger Faktor der Detailausformung von Fallstufen)
- Natürliches Abkürzen von Talwindungen (meist Abschnürung gebundener Mäander oder ähnlich. Abkürzung eines Nebenbaches direkt zum Hauptfluss.
- Künstliche Abkürzungen von Gewässerläufen (Wasserkraftnutzung, Hochwasserschutz, oft nur Vorgriff zu erwartender natürlicher Entwicklung).
- Rückläufe aus künstlichen Zuleitungen zu ehemaligen Wasserkraftanlagen (natürliche Weiterformung abgeschlossener antthropogener Geländeformen).
- Künstliche Gefällebrüche durch Steinbrüche in Talsohlen (natürliche Weiterformung abgeschlossener anthropogener Geländeformen).
- Zwischen diesen Typen gibt es zahlreiche Übergangs- und Mischformen. Beispielsweise kommen in glaziär geprägtem Relief oft gerundete Längsprofile von Steilstufen vor. Hängetäler (Seitental, das hoch über dem Boden eines gletschergeformten Trogtales mündet) können ganz allmählich in die Wand eines Trogtales übergehen und diese wiederum in die breite Talsohle. Die Auskolkung führt erst im Zuge weiterer Überformung durch den Wasserfall zu einer ausgeprägten Prallzone bzw. zu einer kaskadenartigen Stufenfolge in der Kopfzone des Falles.
Der Zipfelsbach wird vom Kühgundkopf (1907m), Stuibenkopf (1830m) und Bschießer (2000m) gespeist und fließt in die Allgäuer Ostrach, die ein ca. 20km langer Zufluss der Iller in Bayern /Allgäuer Alpen ist.
Der Zipfelsbacher Wasserfall
gehört zu den höchsten Wasserfällen in Deutschland und hat eine Gesamthöhe von 300m. Von Hinterstein sind die Fälle schon gut sichtbar und während der Schneeschmelze auch gut zu hören. Der entsprechend steile Anstieg lohnt sich, denn auf halber Höhe führt eine Brücke über den Bach, von der man einen tollen Blick auf einen der Wasserfälle hat.
Um den Earthcache zu loggen, beantworte bitte folgende Fragen und sende mir die Antworten über mein GC-Profil via eMail, gleichzeitig darf online gelogged werden. Falls etwas nicht stimmt, melde ich mich.
Weiterhin mache ein Foto an den angegebenen Koordinaten mit Dir oder einem persönlichen Gegenstand und dem Wasserfall im Hintergrund (gem. Groundspeak-Guideline vom 10.Juni 2019). Füge es deinem Log bei – bitte mit dem Foto nicht die Antworten spoilern ;-)
Begebe dich an die Headerkoordinaten und schaue dich genau um.
1. Betrachte den Wasserfall und schätze dessen Fallhöhe des hier sichtbaren Abschnittes.
2. Um welchen a) Wasserfalltyp und
b) welche Art der Fallstufe
handelt es sich hier?
3. Betrachte die Fallzone und den Auslauf der Fallstrecke genau. Welche geologische Seltenheit (tektonische Gesteinszone) finden wir hier vor? Nenne den Begriff und begründe deine Feststellung.
Wander-Routen-Tipp:
Die Brücke befindet sich auf dem Bärenweg, welcher noch weitere Highlights bietet. So könnt ihr einen leichten Rundweg auf halber Höhe entlang wandern und auch unsere zwei anderen Dosen („Rezabell, Gertrüdle und Hurlahutsch“ GC89PH0 und „Köpfle“ GC8A8R1) besuchen. Wer am Bergsteiger-Hotel „Gründer Hut“, Bad Hindelang Richtung Parkplatz „Auf der Höh“ den Rundweg Richtung Osten startet, benötigt gemütlich ca 35-45 min zum Wildfräuleinstein (ca. 2,5km einfache Strecke, 340hm), von dort nochmals ca. 15 min bis zum Aussichtspunkt „Köpfle“ und von diesem ca. 30 min bis zum Wasserfall. Von hier aus läuft man etwa 10-15 min hinunter zur Kirche im mittleren Dorfteil von Hinterstein.
Quellenangabe: Wikipedia
Das Kleingedruckte:
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