Die Wege müssen und dürfen nicht verlassen werden.
Bitte respektiert die Gedenkstätte.
Am 4.8.2018 ereignete sich hier ein schweres Flugzeugunglück. Eine JU-52 stürzte hier ab und alle 20 Menschen an Bord fanden den Tod.
Der Cache ist bewusst nicht bei der Gedenkstätte versteckt. Er befindet sich ca. 120 Meter davon entfernt.
Ablauf
Vor dem Absturz
Die historische Maschine der Ju-Air mit dem Luftfahrtkennzeichen HB-HOT war für einen Mehrtagesausflug im Einsatz, der vom Militärflugplatz Dübendorf zum Flugplatz Locarno und zurück führen sollte. Die Reise wurde, wie viele weitere ähnliche Angebote zuvor ebenfalls, von der Ju-Air organisiert und ausgeschrieben. Die 17 verfügbaren Plätze der Reise waren ausgebucht.
Der Hinflug führte die Reisegruppe am Freitagvormittag, dem 3. August 2018, von Dübendorf aus nach Locarno. Kurz vor Mittag landete das Flugzeug auf dem Flugplatz Locarno.
Unglücksflug
Die Maschine hob für den Rückflug am Samstag, 4. August um 16.10 Uhr planmässig vom Flugplatz Locarno ab und flog in nordöstlicher Richtung via Bellinzona und Biasca, das Bleniotal sowie den Lago di Luzzone über die Greina-Ebene.[1] Um 16.51 Uhr wurde die Surselva nach Nordosten überquert und Obersaxen passiert.[2] Um 16.53 Uhr passierte die Maschine den Crap Sogn Gion und flog danach in den Talkessel südwestlich des Piz Segnas ein.[1]
Um 16:56 Uhr begann die Maschine gegen das nördliche Ende des Talkessels eine Linkskurve. Diese Kurve entwickelte sich in der Folge zu einer spiralförmigen Flugbahn nach unten.[1] Wenige Sekunden später prallte die Maschine südöstlich unterhalb des Segnespasses und des Martinslochs auf etwa 2540 m ü. M. Höhe auf dem Gemeindegebiet von Flims steil in die dort eher flachere Geländekammer.[3] Das Flugzeug wurde beim Aufprall komplett zerstört.
Rettungs- und Bergungsmassnahmen
Diverse Augenzeugen, darunter auch der Hüttenwart einer nahegelegenen Hütte, beobachteten den Absturz. Sie alarmierten die Polizei und eilten zum Wrack, um Erste Hilfe zu leisten. Parallel dazu wurde ein peilbares Notsignal durch einen Sender im Flugzeug ausgelöst.[1] Nach dem Alarm an die Kantonspolizei rückten diverse Rettungsorganisationen zu Fuss und mit Helikoptern in das Unglücksgebiet aus. Am Abend wurde das Gebiet um die Absturzstelle vom Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) zum Flugbeschränkungsgebiet erklärt. Die Kantonspolizei überwachte die Unglücksstelle in der Nacht.
Am Tag nach dem Absturz informierte die Polizei die Medien. Sie bestätigte, dass es sich bei der verunglückten Maschine um eine Ju 52 handelte und es keine Überlebenden gab. Gleichzeitig wurden Polizeifotos veröffentlicht, welche einen stark gestauchten Rumpf, der in Rückenlage auf der Bergflanke liegt, zeigten. Das Heck der Maschine wurde durch den Aufprall abgeknickt.
In den folgenden Tagen arbeiteten Einsatzkräfte daran, die menschlichen Überreste und die Wrackteile aus dem Gebiet des Segnespasses zu bergen. Die Bergungsarbeiten wurden am 9. August offiziell abgeschlossen. Am Unglücksort erinnern ein Steinhaufen sowie Blumen an den Absturz.
Flugzeug
Die Junkers Ju 52/3m g4e wurde 1939 im Werk Dessau der Junkers Flugzeug- und Motorenwerke gebaut und fabrikneu an die Schweizer Fliegertruppe ausgeliefert. Diese stellte die Maschine am 4. Oktober 1939 mit dem militärischen Kennzeichen A-702 in Dienst. Am 15. Oktober 1982 gab die Luftwaffe die Junkers mit 3.545 Betriebsstunden[1] als Dauerleihgabe[5] zur kostenlosen Nutzung dem Träger der Ju-Air, dem Verein der Freunde der schweizerischen Luftwaffe (VFL), ab. Am 29. Juli 1985 wurde das Flugzeug zivil als HB-HOT registriert und fortan für zivile, gewerbsmässige Flüge eingesetzt.
Zum Zeitpunkt des Unfalls hatte die Maschine 10 189 Flugstunden absolviert. Gemäss Untersuchungsbericht wurden mit dem Flugzeug 8783 Landungen durchgeführt.[1] Es war zwei Flugstunden zuvor, bei 10 187 Flugstunden, am 31. Juli 2018 letztmals gewartet worden, wobei keine Mängel festgestellt worden waren.[6] Die letzte Prüfung durch das BAZL fand am 6. April 2018 statt.[1]
Alle Flugzeuge der Ju-Air – neben dem Unfallflugzeug noch zwei weitere – besitzen, im Gegensatz zu anderen noch fliegenden Ju 52, originale BMW-132-Motoren. Diese Neunzylinder-Sternmotoren wurden 1939 mit den Werksnummern 67438, 68842 und 70578 erbaut. Sie wiesen zwischen 5687 und 8228 Betriebsstunden auf, wurden aber in der Zwischenzeit (2010, 2013 sowie 2016, je nach Motor) generalüberholt.[1]
Die Unglücksmaschine als A-702 mit dem Tarnanstrich aus dem Film Agenten sterben einsam
HB-HOT war eine der letzten flugfähigen Ju 52.
Quelle:wikipedia.org