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Phonolith auf der Heldburg EarthCache

Hidden : 9/2/2019
Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:


Hoch über dem Ort erhebt sich die Fränkische Leuchte - Die Heldburg. Auf 405m Höhe überragt sie das Heldburger Land.

Der Burgberg auf dem sie einst erbaut wurde, gehört zur Heldburger Gangschar. Das ist eine Ansammlung von ursprünglich tiefliegenden Basaltgängen in dieser Gegend bis in die Gegend um Maroldsweisach und den Zeilberg und liegt somit an der Deutschen Vulkanstraße von der Eifel über die Rhön bis in die Lausitz. 

Heute ist nur schwerlich nachvollziehbar, dass unser idyllisches Grabfeld vor 11 bis 16 Millionen Jahren eine aktive Vulkanlandschaft war, deren letzter Nachwirkung die Thermalbäder in Bad Colberg und Bad Rodach heute ihre Thermalquellen zu verdanken haben.

Seit dieser Zeit sind durch Errosion und Verwitterung eine beträchtliche Höhe von Gesteinsschichten abgetragen worden. Das heutige südthüringische-fränkische Grabfeld und speziell das Heldburger Land liegt also sozusagen im Kellergeschoß der einstigen Vulkane.

So ist auch das geologische Fundament der Veste aus  Vulkangestein - dem Phonolith.

Dieses Magmagestein ist hier am Aufschluss gut zu erkennen. Der Phonolith hier hat ein porphyrisches Gefüge mit einer dichten Grundmasse und verschiedenen Mineralien (Pyroxene und Amphibiole) als Einsprenglingen. Das hießt, diese Mineralien sind während des Erkaltens der Magma auskristalisiert und nun in der Grundmasse aus Natrium- Feldspäten "fein gesprengelt" zu erkennen.

  Quelle: eigenes Foto

Hier am Aufschluss ist er als relativ helles Gestein zu sehen, eine eher untypische Färbung also zum bekannten Basalt.

Die typische grünlich-graue wachsartig glänzende Oberfläche des Phonolith kann man gut an frischen Bruchstücken erkennen. Phonolith-Magma entsteht, wenn basanitisches und nephelinisches Magma ( Basanit und Nephelin sind Vulkangesteine mit besonderer Härte und dunkler bis schwarzer bzw. gräulich grüner Farbe)) in vulkanischen Schloten und Gängen nicht bis an die Oberfläche gelangt, sondern in der Tiefe in Magmakammern als zähflüssige Masse langsam abkühlt und dabei kristalisiert. Das erklärt auch den hohen Gehalt an Silizium und Alkalielementen. Die genaue chemische Zusammensetzung könnt ihr auf der Infotafel nachlesen.

So ist auch dieser Dom entstanden, auf dem heute die Burg steht. (Ein Dom ist hier die Bezeichnung für das Vulkangestein, das während der Aktivität im Vulkanschot erkaltet ist und diesen somit verstopft hat und heute als Fels zu erkennen ist.)

Auf Grund seiner Eigenschaften, speziell seiner Härte, wurde hier und an einer anderen Stelle am Burgberg der Phonolith abgebaut und zu Mauersteinen und Schotter weiterverarbeitet.

(Quelle: Infotafeln vor Ort: )

Um diesen Earthcache zu loggen, beantwortet bitte folgende Fragen:

1. Wie ist der deutsche Name für Phonolith ( nach A.G. Werner, Dresden 1787)?

2. Wieviele Meter Gesteinsschichten wurden hier seit dem Jungtertiär (Miozän) durch Verwitterung und Errosion abgetragen?

3. Wie alt ist der Heldburger Phonolith (nach radiometrischen Altersdatierungen mit der K-Ar-Methode)?

4. Beschreibt kurz warum der Phonolith hier am Aufschluss eine helle Färbung hat.

5. Der Burgberg befindet sich, wie erwähnt in der Heldburger Gangschar, vorherrschend ist hier in der Gegend jedoch der Sandsteinkeuper. Vergleiche bitte kurz Sandstein und Phonolith, hinsichtlich Entstehung, Aussehen, Beschaffenheit und Festigkeit.

 Wer möchte, darf gern das Experiment vor Ort machen und mir das Ergebnis mitteilen.

Zur guten alten Sitte gehört ein originelles Foto an der Location. Dies ist keine Logbedingung sondern wäre einfach nur nett. smiley

 

Schickt eure Antworten bitte an meinen Account. Danach dürft ihr sofort loggen. Ich melde mich, sollte etwas nicht stimmen.

 

Es muss nicht geklettert werden. Achtet auf die Natur und diese geologische Besonderheit. Jeder ist für sein Tun selbst verantwortlich!

 

Bitte vermeidet Spoilerbilder!

 

 

Additional Hints (No hints available.)