Lang ist er nicht, der Barbara-Syrbe-Gedenkweg. Dafür aber schräg. Und in offiziellen Karten wird er auch nicht zu finden sein. Aber wir nennen ihn so. Denn die sprichwörtlichen 40 Jahre endete hier ein Gehweg aus den früher üblichen 30x30cm Beton-Gehwegplatten. Und er endete bei Regenwetter mitten im Matsch, denn er war nicht bis zur Bordsteinkante zu Ende gebaut. Man kam bis hierhin und stand dann 3 m von der Bordsteinkante entfernt, ohne sie trockenen oder sauberen Fußes erreichen zu können. Ein Denkmal der DDR-Baukunst. Nichts passierte, man fand sich damit ab, latschte einen Trampelpfad quer über den Rasen und dachte nicht weiter drüber nach. Doch dann ... kam Barbara Syrbe. Sie stammt aus der DDR, ist Mitglied der Linken ... und beseitigte dieses Denkmal der DDR-Baukunst! Als das vormalige BIG (Bildungszentrum in Greifswald) zum Landratsamt wurde, war die Wege-Situation zum benachbarten Supermarkt den Mitarbeiter(inne)n wohl nicht mehr zuzumuten. Zuerst wurde der Trampelpfad zum Weg erster Güte ausgebaut, schräg in der Richtung, gerade in der Fläche und abgesenkt an der Bordsteinkante. Etwas später wichen dann im Zuge der Erneuerung der Straßendecke auch die restlichen alten Gehwegplatten und wurden gegen die heute üblichen rechteckigen Steine ausgetauscht. Ein Wunderwerk der bundesdeutschen Baukunst. Danke, Barbara Syrbe, für diesen Wegekomfort nach den sprichwörtlichen 40 Jahren desolaten Zustandes. Daher nennen wir diesen Weg seit einigen Jahren den Barbara-Syrbe-Gedenkweg, auch wenn sie inzwischen nicht mehr Landrätin, sondern nach fast 18 Jahren in diesem Amt nun im Ruhestand ist und diesen hoffentlich genießt.
Hinweis: Der Weg ist ca. 110 m Richtung Feldstraße entfernt von dieser Location (siehe Wegpunkt). Wenn du den Cache gefunden hast und anschließend den Barabra-Syrbe-Gedenkweg einmal auf- und abgehst, wirst du vielleicht entdecken, wo ich die Dose eigentlich plazieren wollte.