Fast auf den Tag genau vor mehr als 249 Millionen Jahren, war Deutschland in weiten Teilen von einem Meer bedeckt.
Der Ablagerungsraum des Unteren Muschelkalk, war nur in den nördlichen, bzw. zentrale und östliche Beckenbereiche voll marin. In den Beckenbereichen kam es zur Bildung von Ooiden und karbonatischen Sanden. Im südlichen Randbereich kam es zur Ablagerung von küstennäheren Kalken und Tonmergeln, die z. T. dolomitisch sind. An den westlichen und östlichen Rändern wurden überwiegend feinkörnige Sandsteine, Ton- und Tonmergelsteine abgelagert („Muschelsandstein“). Lediglich der obere Bereich der Udelfangen-Formation am westlichen Beckenrand ist bereits nicht mehr voll marin.

Kalkstein, ist ein Sedimentgestein, hauptsächlich (zu mehr als 50%) aus Calciumcarbonat, meist in Form des Minerals Calcit, mit oder ohne Magnesiumcarbonat; bei strenger Definition ein Carbonatgestein (Carbonat) mit mehr als 95% Calcit und weniger als 5% Dolomit. Neben Calcit und Dolomit können Kalksteine im verringem Umfang Kieselsäureminerale, Feldspäte, Tone, Pyrit oder Siderit enthalten. Kalksteine werden durch anorganische oder organische Prozesse gebildet und enthalten entsprechend detritische oder chemische Komponenten. Viele Kalksteine beinhalten einen hohen Anteil an Fossilen Resten und repräsentieren frühere Schalenlagen oder Riffe.
Dolomit ist häufig und oft gesteinsbildend und teilweise in ungeheuren Massen als Produkt der Umkristallisation von Calcit zu finden.
Dolomitsteine sind im Vergleich zum chemisch verwandten Kalkstein bei ähnlicher Struktur und Textur etwas härter und sehr viel spröder. Wie Kalksteine sind Dolomite auf frischen Bruchflächen von grau, jedoch meist gelblich oder bräunlich. Ein erster Hinweis auf Dolomit im natürlichen Aufschluss ergibt sich aus einer eher splittrigen Felsoberfläche. Dieses Fehlen von
glatt gewaschenen Flächen ist ein Gegensatz zum Kalkstein.
Der in der Mineralogie gängige Begriff Mohshärte wurde nach dem Geologen Friedrich Mohs (1773 bis 1839) benannt. Anhand der Skala der Mohs´schen Härte
werden sechs verschiedene Härtegraden eingeteilt, die den Widerstand des Minerals beim Ritzen mit scharfkantigen Gegenständen angeben.
Härte Ritzbarkeit
1 = Mit Fingernagel leicht ritzbar
2 = Mit Fingernagel ritzbar
3 = Mit Messer / Nagel leicht ritzbar
4 = bei starkem Druck des Messers / Nagels noch gut ritzbar
5 = mit Messer / Nagel nur schwer zu ritzen
6 = nicht ritzbar
Um diesen Earthcache zu lösen, benötigt ihr eine Lupe oder Mikroskop, Zollstock, Maßband oder Lineal, einen Behälter oder eine Hosentasche für eure Funde, ein GPS. Handy für das Vorort-Foto.
Wenn ihr euer CM am Start geparkt habt, könnt ihr entweder über die Burggelände oder direkt über den Busch zum Wegpunkt gehen. Am Aufschluss findet ihr viele kleine Bruchstücke für euer Experiment. Ihr müsst nichts aus dem Aufschluss klopfen.
Aufgabe vor Ort

1.) Untersucht den Aufschluss genau und bestimmt Farbe, Körnung und Oberflächenstruktur.
2.)Wie dick sind die verschiedenen Schichten?
3.) Findet ihr Faltungen, Verschiebungen oder sind die Schichten gekippt. Wenn ja, in welche (Himmels-) Richtung?
4.) Bestimmt die Härte des Gesteins nach der Mohsskala.
5.) Könnt ihr Fossilien vor Ort finden? Wenn ja, welche? Wenn nein, warum nicht?
Lässt das auf Kalkstein oder auf Dolomit schließen?
Aufgabe zu Hause

Kalk reagiert mit Essig und bildet Bläschen.
Beim Gas handelt es sich um Kohlendioxid. Säure löst Kalk, Essig is Essigsäure:
CaCO3 + 2 H3C-COOH -> (H3C-COO) 2Ca + H2O + CO2 (ich hab keine Ahnung von Chemie und diese Formel nur abgeschrieben, ich hoffe sie ist richtig ;))
Dolomit reagiert nicht mit Essig.
6.) Legt euer Fundstück in eine Glas- bzw. Porzellanschüssel. Gebt Essigsäure darauf und beobachtet die Reaktion. Was passiert bei deinem Versuch?
Jetzt solltest du dir sicher sein, was für ein Gestein das ist.
Die Antworten bitte per Mail, nicht übers Messenger Center.
Das Vorort-Foto ladet bitte mit eurem Log hoch. Logs ohne Fotos und ohne Antwort werden gelöscht.
Ihr müsst nicht selber auf dem Foto zu erkennen sein, aber Teile von euch, oder GPS oder TB oder ähnliches sollen drauf sein.
Quellen:
-
System_Erde_52.pdf
-
www.natursteinpflege24.de/naturstein-saeuren-und-laugen
-
www.planet-wissen.de/geschichte/urzeit/deutschland_in_der_urzeit/pwietypischegesteineunsererheimat100.amp
-
http://www.steine-und-minerale.de/atlas.php
-
https://www.spektrum.de/lexikon
-
http://daten.didaktikchemie.uni-bayreuth.de/s_didaktik/alltag/02_essigkalk_l.htm
-
http://www.chemikerboard.de/topic,4563,-reaktion-kalk-mit-essigsaeure.html
-
Der Eifelaner
-
Hirn LieselMü