Stimmt's?
Daher gibt es diesmal nur einen einfachen Tradi an einer netten Lokation. Versteckt ist er an einer klassischen Stelle. Er ist gut zu finden, für den Cache zwischendurch also.
Unterhalb von Ecksberg steht ein kleines Wallfahrtskirchlein, die Kronwidl-Kapelle. Im 18. Jahrhundert noch eine Holzkapelle, wurde sie 1863 als Steinbau errichtet, in dem fortan nicht nur die Mutter Gottes, sondern auch die Nothelfer, die Schutzpatrone der Notleidenden, verehrt wurden. Zahlreiche Votivtafeln zieren die Wände des hübschen Kirchleins. Damals wurde das Inntal oft von Hochwassern überschwemmt, die erhebliche Schäden hinterließen. Die erste Erwähnung der Kapelle ist in einer der Arbeiten des Müncheners Domkapitulars Dr. Michael Hartig zu finden. „Um 1785 wurde an der Stelle, an der durch das Hochwasser ein Marienbildnis angeschwemmt worden war, eine hölzerne Kapelle zur Ehren der Schmerzhaften Muttergottes erbaut, deren Wände mit Baumrinde verkleidet waren“.
(Foto: © Rafael Raaber)
Die Legende berichtet von einem Marienbildnis, das bei einem Inn-Hochwasser angeschwemmt wurde und sich in einem Wacholderstrauch verfangen hatte. Der Name Kronwidl kommt von der alten Bezeichnung für Wacholder (althochdeutsch "chranawitu", mittelhochdeutsch "kranawit").
An der Fundstelle wurde 1785 eine hölzerne Kapelle erbaut, deren Wände mit Baumrinde verkleidet waren. 1812 soll diese Kapelle zugrunde gegangen sein. 1819 und 1828 wurde jeweils eine neue hölzerne Kapelle errichtet, wie es noch zwei Votivbilder von 1836 und 1851 zeigen. Die Kapelle gewann bei den Menschen in den um Altmühldorf gelegenen Pfarreien immer mehr Beachtung.
Die Kronwidlkapelle stand auf einer Wiese, die dem Roithbauern Johann Heimeldinger gehörte. Bevor er 1850 verstarb, sorgte er sich in seinem Testament um den Erhalt der Kapelle. 1862/63 ließ dann sein Sohn Josef Heimeldinger nach Erhalt einer Genehmigung die gemauerte Kapelle mit dem kleinen Glockenturm im Westgiebel errichten. Sieben Mühlsteine dienten als Fundament für den Neubau.
In der Kapelle werden seitdem neben der schmerzhaften Mutter Gottes auch die 14 Nothelfer verehrt. Auf einem neuromanischen Altar befand sich ein Gemälde der schmerzhaften Mutter Gottes.
Am 18. Oktober 1863, also vor genau 150 Jahren, feierte die Pfarrei Altmühldorf mit einem großen Fest die Weihe des Kirchleins - mit Pfarrer Josef Probst, Hilfspriester Johann Nepomuk Leid, Pfarrer Michael Schwarzmeier von Ampfing und Expositus Quirin Maier von Polling. Am 29. Oktober 1864 traten schließlich die Eheleute Josef und Anna Heimeldinger das Grundstück mit der Kapelle, dem künstlichen Brunnen und der Linde an die Filialkirchenstiftung Tal ab.
Das älteste Votivbild stammt aus dem Jahr 1786 und zeigt unter der Mutter Gottes eine kniende Frau und einen bettlägerigen Mann. Es folgen Votivbilder von 1822, 1823 und 1825, die jeweils eine betende Frau beziehungsweise Mann unter dem auf Wolken schwebenden Gnadenbild zeigen.
Zahlreich sind die Votivbilder aus dem 19. und 20. Jahrhundert mit oft volkskundlich interessanten Motiven, die von Menschen gestiftet wurden, denen in ihrer Not eine himmlische Hilfe zuteil wurde. Auffällig sind Taferl, die Haustiere wie Pferde, Kühe, Schweine, Hühner und Gänse darstellen. Andere Bilder zeigen Ehepaare im Sonntagsgwand mit Wickelkindern. Die Mutter Gottes wurde hier demnach auch in Kindsnöten angerufen. Mehrere Votivbilder können als Vorbilder für die Trachtenforschung dienen.
Neben der Jungfrau Maria wurden auch Heilige dargestellt. Auf einem jüngeren Votivbild ist beispielsweise der heilige Bruder Konrad von Altötting abgebildet.
Anfang der 1930er-Jahre wurde die Kapelle renoviert. 1930 malte der Kirchenmaler Gottschalk aus Taufkirchen/Vils die Bilder der 14 Nothelfer. Der Altmühldorfer Bildhauer Hein schuf 1936 einen neuen Gnadenaltar. Der Altar erhielt vergoldete Akanthusranken, die die Bilder der Nothelfer umrahmen. Am Antipendium sind von Akanthusranken umfasst die sieben Schmerzen Mariens bildlich dargestellt.
Aufgrund einer Schenkung der Mühldorfer Familie Rambold konnte ein spätbarockes, ausdrucksstarkes Schnitzwerk der Mutter Gottes mit sieben Schwertern aufgestellt werden. Frauen trugen in einer feierlichen Prozession am 7. Oktober 1936 das Gnadenbild von der Pfarrkirche zur Kapelle hinunter.
Im Oktober 1963 feierte die Pfarrei nach einem Bericht im Mühldorfer Anzeiger den 100. Jahrestag der Kapellenweihe.
1978 wurde zweimal in die Kapelle eingebrochen, unter anderem wurden 37 Votivbilder gestohlen. Seitdem befindet sch die Originalausstattung gesichert in der Pfarrkirche Altmühldorf in der "Totenkapelle". In der Kronwidlkapelle selbst sind heute nur Fotos von den wertvollen Votivbildern, den Bildnissen der 14 Nothelfer und ein Gemälde der schmerzhaften Mutter Gottes zu sehen. Ein Gitter schützt heute den Altarraum.
Neben der Kronwidlkapelle befindet sich seit den 1920er-Jahren der Marienbrunnen mit dem Halbrelief der schmerzhaften Mutter Gottes. Der Brunnen wird von einem nahegelegenen artesischen Brunnen gespeist. Das Wasser soll bei Augenleiden helfen. Deswegen befeuchten sich Besucher der Kapelle mit diesem Wasser ihre Augen.
(Textquelle: OVB, Innsalzach24.de)
Dem kleinen Brunnen vor der Kapelle werden also heilende Kräfte bei Augenleiden zugeschrieben.
...was dem Cacher ja nur zu Gute kommen kann... :)
Vui Spaß beim Loggen auf dem Bankerl. Und? Nun glücklich?! ;)