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1 - AAK 19 Der Adventskalender

A cache by AuxburgerWichtel Send Message to Owner Message this owner
Hidden : 10/11/2019
Difficulty:
4.5 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size: micro (micro)

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Geocache Description:


Der Adventskalender

Ein Adventskalender (in Österreich Adventkalender) gehört seit dem 19. Jahrhundert zum christlichen Brauchtum in der Zeit des Advents. Der Kalender ist in verschiedenen Formen und Ausprägungen verbreitet, zeigt jedoch in der Regel die verbleibenden Tage bis Weihnachten an.

Adventskalender zählen entweder in Bezug auf das Kirchenjahr oder auf den bürgerlichen Kalender. Adventskalender, die sich auf das Kirchenjahr beziehen, umfassen den ganzen Advent (der erste Adventssonntag kann zwischen den 27. November und den 3. Dezember fallen) bis Weihnachten oder Heilige Drei Könige, während kalendarische Adventskalender am 1. Dezember beginnen und am 24. Dezember, dem Heiligen Abend, enden. Adventskalender sollen, ähnlich wie der Adventskranz, die Wartezeit bis zum Weihnachtsfest „verkürzen“ und die Vorfreude steigern.

Ursprünglich aus einer lutherischen Sitte Deutschlands stammend, gehören Adventskalender heute in christlich geprägten Ländern zur Vorbereitung auf das Fest der Geburt Jesu Christi.

Im deutschsprachigen Raum haben vor allem Kinder einen Adventskalender. Gleichwohl gibt es auch solche, die eher für Erwachsene angelegt sind. Im Handel weit verbreitet sind Kalender, die mit weihnachtlichen Motiven bedruckt sind und an denen sich kleine Türen öffnen lassen, hinter denen sich Bilder, Sprüche, Süßigkeiten oder andere Überraschungen befinden. Ebenso werden selbstgebastelte Kalender verwendet, denen oft ein ähnliches Prinzip zugrunde liegt.

Zunächst war der Adventskalender vor allem Zählhilfe und Zeitmesser. Die eigentlichen Ursprünge lassen sich bis ins 19. Jahrhundert zurückverfolgen; der erste selbstgebastelte Adventskalender stammt vermutlich aus dem Jahr 1851. Die ersten Formen kamen aus dem protestantischen Umfeld. So hängten Familien nach und nach 24 Bilder an die Wand. Einfacher war eine Variante mit 24 an die Wand oder Tür gemalten Kreidestrichen, bei der die Kinder täglich einen Strich wegwischen durften. In katholischen Haushalten wurden hingegen Strohhalme in eine Krippe gelegt, für jeden Tag einer, bis zum Heiligen Abend. Weitere Formen des Adventskalenders waren die Weihnachtsuhr oder eine Adventskerze, die jeden Tag bis zur nächsten Markierung abgebrannt wurde. Diese Variante war besonders während der Zeit des Nationalsozialismus als Ersatz des gebräuchlichen Adventskalenders verbreitet. Gleichzeitig stellt das Abbrennen eine skandinavische Tradition dar.

Thomas Mann erwähnt in seinem Roman Buddenbrooks den Advent des Jahres 1869, in dem der kleine Hanno das Nahen der Weihnachtszeit auf einem von der Kinderfrau angefertigten Abreißkalender verfolgt:[3]

1900 bis zum Zweiten Weltkrieg
Das Geheimnis der Weihnacht – auf das Kirchenjahr bezogener Adventskalender vom ersten Advent bis zum Dreikönigsfest von Paula Jordan. Die Adventssonntage haben zusätzlich eigene Türchen.
Adventskalender in St. Petri in Lübeck, 2011

1902 veröffentlichte die Evangelische Buchhandlung Friedrich Trümpler in Hamburg den ersten gedruckten Kalender in Form einer Weihnachtsuhr für Kinder mit den Zahlen 13 bis 24 auf dem Zifferblatt. Ab 1922 erschienen Weihnachts- bzw. Adventsuhren mit 24 Feldern.

1903 brachte der Münchner Verleger Gerhard Lang einen gedruckten Kalender mit dem Titel Im Lande des Christkinds auf den Markt. Er bestand aus einem Bogen mit 24 Bildern zum Ausschneiden und einem Bogen mit 24 Feldern zum Aufkleben. Jeden Tag in der Adventszeit durften die Kinder ein Bild ausschneiden und in ein Feld kleben. Da der 1. Dezember ein eher willkürlich gewähltes Datum war – die Adventszeit hat je nach Beginn zwischen 22 und 28 Tage, womit der 1. Dezember meist schon in der Adventszeit lag –, brachte Lang ab dem folgenden Jahr zunächst einen Nikolaus-Kalender heraus, der zum 6. Dezember einsetzte. Auch als Werbegeschenke waren solche Nikolaus-Kalender in dieser Zeit verbreitet. Auch Leipziger Verlage brachten derartige Kalender heraus. Auch Adventshäusschen und Weihnachtsuhren gab es mit der Zählung ab dem 6. Dezember. Nach 1945 wurden solche Kalender nur noch selten produziert. 1904 wurde dem Stuttgarter Neuen Tagblatt ein Adventskalender als Präsent beigelegt.

Die 1920er Jahre gelten als eine der Hochzeiten der gedruckten Adventskalender. Häufig wurden sie von bekannteren und auch weniger bekannten Kinderbuchillustratoren, Plakatkünstlern oder Gestaltern von Grußkarten, Malbüchern, Kinderspielen und Spielkarten gestaltet. So gestaltete Gertrud Caspari einen ab 1928 erschienenen Kalender im Esslinger J.F. Schreiber Verlag, in Hamburg 1920 der Weihnachtskalender für unsere Kleinen von Johann Huber mit Texten von Hedda Krüss. 1929 veröffentlichte der Nürnberger Kunstverlag Anton Jaser zwei Abreißblöcke unter den Namen Knecht Ruprecht und Weihnachts-Engel. Kinder konnten die Abreißbilder in ein dazugehöriges Album kleben. Ein Jahr später erschien in Hamburg ein Abreißadventskalender. Eine weitere Form waren als Himmelsleiter gestaltete Kalender, auf denen man einen Engel täglich eine Stufe weiter setzen konnte.

In den 1920er Jahren verdrängten die profanen Kalender die religiösen von der Spitze der Verbreitung. Die sogenannten „Erika-Kalender“ etwa zeigten häufig moderne Motive wie moderne Transportmittel von Eisenbahnen über Autos bis hin zu Flugzeugen oder auch Verkehrspolizisten und sprachen vorrangig ein männliches Publikum an. Die Bilder waren meist in einem „lieblichen“ Stil gestaltet, dem manche Anbieter, etwa die Dürerhausbewegung mit qualitativ und künstlerisch anspruchsvolleren Produkten entgegen wirken wollte und zugleich zur künstlerischen Bildung beitragen wollte. Erfolgreiche Kalender wurden zum Teil über Jahrzehnte immer wieder neu aufgelegt.

Nach 1920 verbreiteten sich schließlich Kalender, deren Fensterchen man öffnen konnte. Hinter jedem Fensterchen war auf einer zweiten, angeklebten Papier- oder Pappschicht ein Bild zu sehen. Bis in die 1930er Jahre hinein genoss die lithografische Anstalt von Reichhold & Lang in München den Ruf, die kunstreichsten und fantasievollsten Werke auf diesem Gebiet herauszugeben. Lang kam auf die Idee, da ihm seine Mutter jedes Jahr in der Vorweihnachtszeit 24 Gebäckstücke („Wibele“) auf einen Karton nähte und er als Kind ab dem 1. Dezember jeden Tag eines essen durfte. Lang stellte auch schon eine Art Schokoladen-Adventskalender her, das Christkindleinshaus zum Füllen mit Schokolade. Auch andere Formen der Verzierung kamen nun in Mode. So wurden viele der Kalender mit glitzernden Materialien überzogen. Zunächst wurde meist Kaliglimmer („Katzensilber“) verwendet, aber auch Metallsand („Streuglanz“) oder Glasglimmer. Vor allem Glasglimmer kam noch bis in die 1970er Jahre zum Einsatz, bis er durch ungefährliches Aluminium ersetzt wurde.

Vor allem Sachsen war ein Zentrum der Produktion von Adventskalendern. So produzierten in Leipzig beispielsweise die Verlage Meissner & Buch, Josef Alzinger sowie der Arthur Beyerlein Kunstverlag, in Dresden der Verlag Dürer-Haus und der Walter Flechsig Verlag, in Heidenau Erika, in Buchholz Herold, in Chemnitz und Halle/Saale der B.F.B. Verlag. Auch die übrige Produktion hatte einen Schwerpunkt im Osten Deutschlands, so in Berlin (Paul Pittius AG), Zittau (Werner Klotz Verlag), Magdeburg (Willy Klautzsch) oder Reichenau (Rudolf Schneider Verlag). Andererseits gab es Regionen in Deutschland, in denen Adventskalender lange Zeit unbekannt waren. So waren offenbar in den Grenzregionen des Sudetenlandes solche Kalender bis 1938 unbekannt. Erfolgreich wurden Adventskalender dafür auch in andere Länder vertrieben. Neben Österreich wurden sie schon seit vor dem Ersten Weltkrieg erfolgreich nach England und durch den Lahrer Verlag Ernst Kaufmann exportiert. Meissner & Buch aus Leipzig versahen ihre Kalender mit dem Zusatz Printed in Germany.

Quelle: Wikipedia

Der Stempel ist kein Tauschgegenstand! Er bleibt in der Dose!!!

Additional Hints (Decrypt)

b=0

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)



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