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Hexentanzplatz Thale - die "zertanzten" Gesteine EarthCache

Hidden : 10/19/2019
Difficulty:
3 out of 5
Terrain:
2.5 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:


Hexentanzplatz Thale - die „zertanzten“ Gesteine

Granitfindling am Hexentanzplatz in Thale (eigene Aufnahme)

In der Nähe von Thale gelangt ihr auf 450 Metern über dem Meeresspiegel zu einem der wohl Sagen umwobensten Bergplateaus aus Granitgestein im östlichen Harz: dem Hexentanzplatz.

Der Mythos dieser Felsenklippe besagt, dass sich hier seit jeher die Hexen des Harzes in der letzten Nacht des Aprils – der Walpurgisnacht – zusammenfinden, um ein gespenstisches Ritual zu feiern.

Der Sage nach zeigt das Gestein des Plateaus durch das Tanzen der harten Hexenschuhe und das Aufstampfen der Hexenbesen starke Abnutzungserscheinungen. Die Oberfläche der Formation wurde dadurch arg in Mitleidenschaft gezogen.

So viel zur mystischen Entstehungsgeschichte der deutlich sichtbaren Alterungserscheinungen der Granitflächen – betrachten wir diese Alterungserscheinungen nun aus geologischer Sicht:

Plateau Hexentanzplatz Thale

Ausschnitt des Plateau aus Granit, Milchquarz- und Farbeinschlüssen (Foto bearbeitet - eigene Aufnahme)

Verwitterung - einfach erklärt:

Ein Fels verwittert, er fällt nach und nach auseinander, indem die Einwirkungen der in der Luft, im Wasser u. s. w. enthaltenen Säuren eine chemische Zersetzung und Auflösung hervorbringen, so dass der Körper, der ihnen ausgesetzt wird, seine Dichtigkeit und Festigkeit verliert und endlich auseinanderfällt.

Das Wasser, welches als Regen auf die Erde fällt, nimmt aus der Luft und dem Erdboden Sauerstoff, Kohlensäure und andere Bestandteile auf, kommt beim Auftreffen auf dem Erdboden mit dem Granit in Berührung und  sickert mit diesen beiden Stoffen beladen in die Tiefe des Gesteins ein.

Während nur reines Wasser auf die meisten Gesteine keine besondere Wirkung ausübt, besitzt ein derartiges Wasser ganz andere Eigenschaften. Es vermag im Laufe der Zeit auch die widerstandsfähigsten Mineralien in den Gesteinen zu lösen und zu zerstören und führt mit Sicherheit deren Verwitterung herbei.

Sie verlieren ihren Glanz und oft ihre Farben, werden matt, rau und zerbrechlich und zerfallen schließlich zu Grus, wenn sie nicht vollständig vom Wasser gelöst und fortgeführt werden.

Arten der Verwitterung sind …

Biogene Verwitterung

Wurzelsprengung, organische Verwitterung, Gesteinsverwitterung durch Flechten

Das Ergebnis der biogenen Verwitterung zeigt sich in Lockermassen, aus denen sich Böden bilden.

Chemische Verwitterung

Lösungsverwitterung, Kohlensäureverwitterung, Oxidationsverwitterung

Die chemische Verwitterung geht mit der Auflösung und Umbildung von Mineralien einher, dabei sind Wasser, Säuren und Gase beteiligt.

Physikalische Verwitterung

Druck- und/oder Spannungsentlastung, Temperatur- und Volumenänderung durch Frost, Schleifwirkung durch Wind

Bei der physikalischen Verwitterung werden die Gesteine durch mechanische Vorgänge ohne wesentliche chemische Veränderungen zersetzt, wobei die Mineralien erhalten bleiben. Diesen Verwitterungsprozess bezeichnet man als Gesteinszerfall.

Meist greifen mehrere der beschriebenen Verwitterungsarten zugleich das Gestein an.  Das Ergebnis ist der Prozess des Altwerdens, das Gestein erodiert - es verwittert in seine Bestandteile.

Begebt euch nun an die im Listing genannten Koordinaten und betrachtet die vor euch liegende Plateaufläche, die überwiegend aus Granitgestein besteht, auf Spuren der oben beschriebenen geologischen Alterungserscheinungen der Gesteine.

Z u r    B e a c h t u n g:

Dieser Earth Cache zeigt eine erdgeschichtliche Sehenswürdigkeit der unbelebten Natur, die Erkenntnisse über die Entwicklung der Erde und der Entstehung des Lebens vermitteln. Sie dienen aber auch als Lebensraum von Tier- und Pflanzenarten.

Bitte verhaltet euch entsprechend umsichtig und schont die Natur. Es ist nicht erforderlich und nicht erlaubt solche Naturräume zu beschädigen (Steine schlagen, Pflanzen zu entnehmen etc.).

Die geologische Formation ist frei zugänglich, doch Vorsicht! Sie befindet sich nahe einer Steilwand! Seid auf eure eigene Sicherheit bedacht und verhaltet euch entsprechend. Achtet auch auf eure Kinder und/oder mitgeführten Tiere!

Um diesen Earthcache zu loggen, begebt euch auf das, überwiegend aus Granitgestein bestehende, Plateau, untersucht die vor euch liegende Gesteinsfläche (rund um die Listingkoordinaten) auf Spuren der oben beschriebenen geologischen Alterserscheinungen der Granite und beantwortet nachfolgende Aufgaben:

Aufgabe 1

Beschreibt die Struktur der gesamten Oberfläche (glatt, rau, fest, sandend, zusammenhängend, getrennte Gesteinseinheiten, Schichten, …)?

Aufgabe 2

 Worauf sind die unterschiedlichen Farbgebungen im Gesteinsverlauf zurück zu führen?

Aufgabe 3

Überlegt, wie das, überall sichtbare, feine Gesteinsmehl entstand. Beschreibt, welcher natürliche (geologische - nicht mystische) Vorgang dafür verantwortlich zeichnet?

Aufgabe 4

Die Formation weist an einigen Stellen Einschlüsse von weißem Milchquarz auf. Was meint ihr, warum sich die deutlich sichtbaren Milchquarze von dem, sie einst umschließenden Granitgestein, dem Wirtsgestein , heraus modelliert haben?

Sendet eure ermittelten Antworten an mein Profil. Ihr müsst nicht auf eine Logfreigabe warten.

Falls etwas nicht in Ordnung sein sollte, melde ich mich.

Geloggte Besuche, von denen ich keine Mail erhalten habe, werden gelöscht.

Ein Foto, von der atemberaubenden Aussicht in das Bodetal stellt bitte als Nachweis des Besuches mit ein, dies ist eine Logbedingung.

Viel Spaß beim Erkunden wünscht euch

Herbalwitch1965

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Quellenangaben für Text und Bild: Steine und Mineralien, Harzforum, eigene Aufnahmen, teilweise bearbeitet

Additional Hints (Decrypt)

Ubpuynhsra fcneg Cnextroüuera ;-)

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)