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🌳🏃Unsere Siedlung 2🏃🌳 Siedlungsaussicht Traditional Cache

This cache has been archived.

Susi Sonnenschein: Hallo Flori0707,

da sich hier scheinbar nichts weiter tut und leider keine weitere Reaktion auf Reviewer-Notes kamen, archiviere ich diesen Cache.

Falls Du diese Cacheidee nicht weiterverfolgen möchtest, denke bitte daran eventuellen GeomĂŒll (CachebehĂ€lter, Zwischenstationen) wieder einzusammeln. Solltest Du nochmals Interesse an einem Cache hier haben, so musst Du nun leider ein neues Listing dazu anlegen.

Mit sonnigen GrĂŒĂŸen

Susi Sonnenschein
(Volunteer Geocaching.com Reviewer)

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Hidden : 10/23/2019
Difficulty:
1 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   micro (micro)

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Geocache Description:


🌳🏃Unsere Siedlung 2🏃🌳 Siedlungsaussicht

Heyho und herzlich willkommen auf unserer kleinen Runde, auf der wir euch unsere Stadtrandsiedlung nĂ€her bringen möchte 😊. FĂŒr dieses FamilienvergnĂŒgen solltet ihr fĂŒr Laufen, Suchen und Loggen mindestens 75 Minuten einplanen.  Diese kleine Runde ist perfekt fĂŒr einen Nachmittagsausflug in der Region. Die Runde startet und endet an unserem kleinen Park. Die Runde fĂŒhrt durch unsere schöne Natur und es ist ein schöner Spaziergang. Am Anfang mĂŒsst ihr ein StĂŒck an der Straße laufen, dann jedoch geht es ĂŒbers Feld in Richtung Urnenfriedhof und schon seid ihr wieder fast am Ausgangspunkt. Die gesamte Runde ist super geeignet fĂŒr Kinder und Familien. Viel Erfolg beim Suchen!

Es ist den HĂ€usern der Siedlung kaum anzusehen, dass sie mehr als sieben Jahrzehnte auf dem Buckel haben und als BillighĂ€user fĂŒr Erwerbslose und kinderreiche Familien ab 1932 entstanden sind. Jeder so genannte Siedler hat nach seinen Möglichkeiten dazu beigetragen, dass die bis 1934 entstandene Siedlung ein spĂ€teres SchmuckstĂŒck der Stadt Sebnitz geworden ist.

Das deutsche Volk wurde nach Jahrzehnten fleißiger Arbeit und steigenden Wohlstandes durch den unseligen 1. Weltkrieg 1914/1918 grausam aus seiner friedlichen Entwicklung herausgerissen. Der verlorene Krieg brachte schwere Lasten fĂŒr Deutschland. Die nachfolgende Inflation in den Jahren 1919 bis 1923 vernichtete Geldanlagen und Spargelder fast restlos. Die Menschen waren arm. Es mangelte an Wohnungen, denn 10 Jahre lang hatte man nicht gebaut. Erst  1925 kam der Wohnungsbau zögernd wieder in Gang, hier in Sebnitz in der Hauptsache durch die Stadt und den Spar- und Bauverein.   

Das Bauen war teuer.

Eine dreirĂ€umige Wohnung zu bauen kostete 1930 rund 9000,00 RM. Die Monatsmieten lagen bei 25,00 RM und auch das war nur möglich, weil das Reich aus dem Ertrag der so genannten Mietzinssteuer Baubeihilfen zinslos gewĂ€hrte. FĂŒr den Arbeiter war diese Miete zu hoch. Er hatte vielfach keinen oder nur geringen Arbeitsverdienst.

Sechs Millionen Deutsche waren um 1930 herum arbeitslos und gingen stempeln, wie der Volksmund die ArbeitslosenunterstĂŒtzung nannte.

In Sebnitz herrschte um 1930 viel Arbeitslosigkeit und Kurzarbeit. Die Hauptindustrie, die Kunstblumenherstellung, war ja immer schon sehr saisonbedingt. Dazu kam ein erheblicher Mangel an Wohnungen. Private konnten nicht bauen, weil es kein Hypothekengeld gab.

Der sĂ€chsische Siedlerverband war gescheitert. Seine Neubauten am Heineweg und in Hainersdorf waren zwar sehr solide, aber mit 15000,00 RM je Haus zu aufwĂ€ndig. Die Stadt und der Spar- und Bauverein konnten mit ihren Neubauten allein dem großen Wohnungsbedarf nicht decken.

Die neue Aufgabe war nicht leicht. Sie bedeutete in der Preisfrage eine weitgehende UmwĂ€lzung des bisherigen Bauwesens und schien zunĂ€chst fast unlöslich. Eine Wohnung, die bisher zu bauen rund 9000 RM kostete, sollte auf einmal fĂŒr knapp 3000 RM erstellt werden. Das erforderte immer wieder eine Überarbeitung des Bauplanes und die Einschaltung immer neuer Vereinfachungen und Verbilligungen.

Aber schließlich gelang es doch, den Entwurf auf die vorgeschriebene Höhe von 2700 RM je Baustelle herabzudrĂŒcken. Davon wurde 2500 RM als Reichsdarlehen gegeben,

etwa 150 RM hatte der Siedler selbst zu erarbeiten oder in bar beizutragen.

Bei der Landwahl galt es zu beachten, dass die Siedlung nicht allzu weit vom Stadtzentrum zu stehen komme. Stadtbaurat Wolff legte einen Plan vor, in dem er die Siedlung auf die Felder am Horn stellte. Gegen diesen Bebauungsplan erhoben die Wirtschaftsbesitzer auf dem Horn Einspruch mit dem nicht unbegrĂŒndeten Hinweis, dass sie diese StadtflĂ€chen schon seit Jahrzehnten als Felder in Pacht hĂ€tten und dass deren Wegnahme ihre Existenz schwer bedrohe.

Der Einspruch fand Beachtung.

Stadtbaurat Wolff schlug nun den jetzigen Standort der Siedlung vor, etwa auf halbem Wege zwischen Sebnitz und Schönbach zu beiden Seiten der Landstraße nach Schönbach gelegen. Die Entfernung zum Stadtzentrum schien immer noch ertrĂ€glich.

Die in stĂ€dtischem Besitz befindlichen Felder konnten auf Grund der bestehenden PachtvertrĂ€ge leicht von den bisherigen PĂ€chtern frei gemacht werden. Sehr wichtig war auch, dass bei dieser Ortswahl der Bau einer Zufahrtsstraße entfiel, die an einem anderen Standort unter UmstĂ€nden sehr viel Geld gekostet hĂ€tte.

Die Stadt Sebnitz stellte dieses Land fĂŒr den gĂŒnstigen Preis von 20 Pfennigen/ m⊃2; fĂŒr den Siedlungsbau bereit.

Was sagte nun die Bevölkerung in der Stadt zu dem neuen Bebauungsplan? Er wurde zunĂ€chst weitgehend abgelehnt! Da waren erstens Baumeister und Handwerker, die hier ihre Felle davonschwimmen sahen, denn bei diesem Bau musste das Wort „verdienen“ sehr klein geschrieben werden. Dann kamen die vielen Schwarzseher. Sie meinten, dass das Bauen zu diesen billigen Preisen gar nicht möglich sei, die HĂ€user keinen Dauerbestand haben könnten; dass sie bei Dauerregen, Winterschnee oder HerbststĂŒrmen bald wieder einfallen wĂŒrden, und dass kein Mensch in diese Abgelegenheit mit dem weiten Anmarschweg zur Arbeitsstelle und dem langen Schulweg der Kinder ziehen werde.

Die Stadtverwaltung ließ sich hierdurch nicht beirren. Sie suchte weitere KlĂ€rung durch eine Öffentliche Aufforderung zur Meldung von Bewerbern. Und siehe da: FĂŒr die zunĂ€chst geplanten 40 Siedlerstellen traten an die 100 Bewerber an!

Die Auswahl war schwierig, sie geschah unter Mitbeteiligung der FraktionsfĂŒhrer.

Die Siedler sollten nicht restlos „verstĂ€dtert“ sein. Der Siedler oder seine Frau, am besten natĂŒrlich beide, sollten vom Lande stammen oder sich doch mindestens lĂ€ngere Zeit in Feldbau und Kleintierzucht betĂ€tigt und bewĂ€hrt haben.

Die AusfĂŒhrung der Siedlerbauten ĂŒbernahm Bauunternehmer Enst Grohmann in Sebnitz. Das erste war die Errichtung einer Baubude. In ihr war das Modell eines Siedlungshauses im Maßstab 1:50 ausgestellt, das Stadtbaurat Wolff angefertigt hatte und welches in den Arbeitspause von den Siedlern eingehend besprochen wurde.

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Durch den Bauvertrag, den die Siedler mit der Stadt schlossen durften sie ihre HĂ€user nicht verĂ€ndern. Was heute unvorstellbar ist, war damals RealitĂ€t. Es ging sogar soweit, dass die Siedler selbst fĂŒr KaninchenstĂ€lle eine Genehmigung brauchten. Wer seine HaushĂ€lfte streichen wollte durfte dies nur in derselben Farbe und gleichzeitig mit dem Nachbarn machen. Diese Regelung wurde nach 1945 leicht entschĂ€rft und erst 1989 mit der Wende vollstĂ€ndig aufgehoben. So kommt es, dass immer noch fast alle HĂ€user auf der Stadtrandsiedlung bis auf wenige Ausnahmen sich sehr Ă€hnlichsehen. So ergibt sich auch unser schönes Landschaftsbild, dass sich in den letzten 75 Jahren kaum verĂ€ndert hat.

Additional Hints (Decrypt)

Avpug nhs qrz TehaqfgĂŒpx haq ovggr avpug nhf Irefrura xyvatrya! Ovggr jvrqre gneara :)

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)

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