EN: Ludwig Persius built an Italian-style manor house here in 1844-1845, of which only the tower remains after a fire in 1945. The tower was originally used for weather observation and monitoring of field work.
DE: Mit dieser Serie von einfachen/mittelschwierigen Tradis möchte ich euch einige bemerkenswerte Orte in Potsdam-Bornim zeigen.
Für eilige Leser: Ludwig Persius errichtete 1844-1845 hier ein Gutshaus im italienischen Stil, von dem nach einem Brand 1945 nur noch der Turm steht. Der Turm wurde ursprünglich zur Wetterbeobachtung und Überwachung der Feldarbeit genutzt.
Die Geschichte des Ortes lässt sich bis in das Jahr 1264 zurückverfolgen, als erstmals eine Familie „de Bornem“ als Besitzer erwähnt wurde. 1286 befindet sich das Dorf im Besitz des Spandauer Marienklosters. 1375 wird Bornim im Landbuch Kaiser Karl IV. mit 63 Ackerhufen und 21 Kossäten genannt. Es zählte somit zu den größten Dörfern der Mark Brandenburg. Das Dorf lag im Bereich der heutigenRückertstraße.
Die Pläne König Friedrich Wilhelm IV. Und Peter Joseph Lennés zur „Verschönerung der Insel Potsdam“ beeinflussten auch Bornim. Ab 1844 wurde durch Hermann Sello die Bornimer Feldflur angelegt. So wurden an den Ackerflächen Laubhölzer und Hecken angepflanzt und die Landschaft wurde durch Alleen, wie die Lindenallee, aufgewertet. 1844-45 wird durch Ludwig Persius ein Gutshaus im italienischen Stil errichtet.
Seit 1919 wurde das Gutshaus als landwirtschaftliche Forschungsanstalt genutzt. Nach der Besetzung durch die rote Armee wird 1945 das Amtshaus in Brand gesetzt und zerstört. Der übrig gebliebene 22 Meter hohe Turm wird noch bis 1990 unter anderem zur Unterbringung von Feuerwehrschläuchen genutzt. Ursprünglich diente dieser zur Überwachung der Feldarbeit und zur Wetterbeobachtung. Heute wird der Turm nach seinem Erbauer Persiusturm genannt.
Zwischen 1996 und 2005 ist die fast 900 Hektar große Bornimer Feldflur mit ihren mehr als 21 Kilometer Wegen rekonstruiert worden. Sichtachsen wurden geöffnet, verlorene oder verwilderte Alleen und Buschreihen nachgepflanzt, das für die Entwässerung angelegte Kanal- und Grabensystem erneuert.
Quelle und weitere Informationen: Potsdam-Wiki
Wer mag, kann hier auch gut die Seele baumeln lassen in der tollen Bornimer Feldflur.
Zum Cache: Mangels Alternativen habe ich hier eine besondere Versteckart gewählt. Bitte Stift mitbringen und nach Signieren des Logbuchs wieder gut getarnt zurücklassen. Besonders am Wochenende und bei schönem Wetter bitte auf Fußgänger- und Radfahrermuggel achten!
FTF: Katianfa und 19Kerstin90
STF: Limzwerg1
TTF: klamotte440