Skip to content

Findlingsgarten Hinterste Mühle EarthCache

Hidden : 11/14/2019
Difficulty:
3.5 out of 5
Terrain:
2 out of 5

Size: Size:   other (other)

Join now to view geocache location details. It's free!

Watch

How Geocaching Works

Please note Use of geocaching.com services is subject to the terms and conditions in our disclaimer.

Geocache Description:





Zur Beantwortung der Fragen benötigt ihr einen Magnet und eine Lupe!




Im Findlingsgarten Hinterste Mühle werden Geschiebe vorgestellt, die im angrenzenden Kiestagebau während der Abbauarbeiten geborgen wurden. Die Anlage der Gesteinssammlung erfolgte 2001 anlässlich des 125- jährigen Bestehens dieses ältesten aktiven Tagebaus in Mecklenburg-Vorpommern. 31 größere Findlinge wurden mit Schildern versehen, die Auskunft über Gesteinstyp, Herkunft und Alter geben. Weitere Tafeln informieren über die Geschichte des Kiesabbaus im Tagebau Hinterste Mühle. Als besondere Rarität gilt ein ca. 2 Kubikmeter großer Dogger-Sandstein (Mittlerer Jura), der zahlreiche Fossilien enthält. Circa 10.000 Fossilienindividuen von 42 Gattungen sind über das ganze Geschiebe verteilt.


Der Kreislauf der Gesteine

Kein Gestein der Erde ist für die Ewigkeit gemacht. Es verwittert an der Oberfläche, wird abtransportiert und erneut abgelagert. Beim Zusammenstoß zweier Platten werden Sedimentschichten zusammengestaucht und zu Hochgebirgen aufgefaltet. Das Gestein abtauchender Platten schmilzt im Erdinneren und bildet die Quelle von Vulkanen. Lava, die ein Vulkankrater ausspuckt, kühlt wiederum ab und erstarrt wieder zu Gestein.



Es ist ein ewiger Kreislauf, der dafür sorgt, dass selbst das härteste Gestein sich immer wieder verwandelt und neues daraus entsteht. Die Verwandlung geschieht natürlich nicht von heute auf morgen, sondern über Jahrmillionen. „Mitspieler“ dieses Kreislaufs sind drei Gruppen von Gesteinen, die jeweils unter anderen Bedingungen entstehen:

Wenn Magma abkühlt, erstarrt die heiße Masse zu magmatischem Gestein. Das kann sowohl an der Erdoberfläche als auch im Inneren der Erde geschehen. Wo sich dagegen Schichten von abgetragenem Gesteinsschutt anhäufen, werden die Sedimente unter der Last des eigenen Gewichts zusammengepresst. Durch diesen Druck verfestigen sie sich zu Sedimentgestein. Hoher Druck und große Hitze im Erdinneren wiederum sorgen dafür, dass sich Gestein verwandelt und ein anderes entsteht. Dann sprechen Geologen von Umwandlungs- oder von metamorphem Gestein.
Diese drei Gesteinstypen sind eng miteinander verbunden: Jeder Typ kann sich in jeden anderen verwandeln. Dieser Gesteinskreislauf wird immer weitergehen, so lange es die Erde gibt.

Der Findlingsgarten Hinterste Mühle enthält Vertreter der drei Gesteinsarten, hauptsächlich aber verschiedene Granite (magmatisch), Gneise (metamorph) und Sandstein (Sedimentgesteine).


Außerdem könnt ihr einige Merkmale an den Steinen sehen, welche nachfolgend näher beschrieben werden.



Als Fossilien (von lat. fossilis "(aus)gegraben") bezeichnet man jedes Zeugnis vergangenen Lebens aus der Erdgeschichte, welches älter als ca. 10.000 Jahre ist. Dazu zählen Pflanzen und Tiere sowie Spuren ihrer Fortbewegung und Ernährung. Alle Überreste eines vorgeschichtlichen Lebewesens und seine Lebensspuren im Gestein sind Fossilien. Diese wurden entweder lebend oder kurz nach ihrem Tod von Material bedeckt (“eingebettet”) worden sind. Dies konnte an Ort und Stelle oder nach einem Transport auch anderswo geschehen sein. Fossilien treten in vielfältigen Formen auf. So kennt man Steinkerne, Einschlüsse (wie z.B. in Bernsteinen), Inkohlungen, Abdrücke (sog. Spurenfossilien) und Körperfossilien. Häufig findet man sie in Sedimentgesteinen.


Als Porphyroblasten bezeichnet man in der Gesteinskunde Einschlüsse von größeren Kristallen einer Mineralart in einer feinkörnigeren Matrix aus anderen Mineralen. Porphyroblasten entstehen in metamorphen Gesteinen während der Metamorphose. Das Wachstum der Kristalle erfolgt in festem Zustand durch Umordnung der chemischen Bestandteile der Matrix. Sie ersetzen folglich Teile der Matrix. Porphyroblasten bilden sich dort, wo starke Gegensätze zwischen den chemischen und kristallographischen Eigenschaften der Matrix und den Porphyroblasten bestehen. Das veranlasst diese Kristalle dazu, schneller zu wachsen als die langsam wachsenden Kristalle der Matrix. Porphyroblasten variieren in ihrer Größe zwischen wenigen Millimetern und einigen Zentimetern Durchmesser. Zu den häufigsten Vertretern porphyroblastischer Ausbildung gehört der Granat. Neben sehr schönen kristallinen Formen kommen viele Granate als gedrungene, rundliche Körner ohne erkennbare Kristallflächen vor.


Gesteinsmagnetismus ist ein geophysikalisches Phänomen und bezeichnet die magnetische Eigenschaft von Gesteinen durch ihren Gehalt an ferromagnetischen Mineralien. Die wichtigsten natürlichen ferromagnetischen Mineralien sind der Magnetit, die Titanomagnetite und der Magnetkies. Bereits winzige Spuren davon dominieren die magnetischen Eigenschaften der Gesteine. Der Gehalt an stark magnetischen Mineralen hängt von der Lithologie ab. Am stärksten magnetisch sind neben den Eisenerzen mit hohen Konzentrationen an Magnetit die magmatischen Gesteine, allen voran die Basalte, die in den Ozeanen riesige Flächen bedecken. Basisches Gestein (z.B. Basalt, Gabbro, Grünschiefer, Amphibolit) ist stärker magnetisch als saure Gesteine (z.B. Granit, Syenit). Rote Sandsteine können durch ihren Eisengehalt auch recht stark magnetisch sein. Sehr viel schwächer magnetisch sind Sedimente (Kalkstein, heller Sandstein) und die meisten metamorphen Gesteine (Gneis).


Ein Xenolith ist ein Einschluss älteren Nebengesteins in einem Vulkanit oder Plutonit, dessen Entstehung mit der Bildung des Vulkanits oder Plutonits in keinem direkten Zusammenhang steht. Bei der Ansammlung von Magma in der Erdkruste oder im Erdmantel sowie beim Aufstieg an die Erdoberfläche können Teile des Umgebungsgesteins ein- bzw. abbrechen und von der Schmelze aufgenommen werden. Häufig handelt es sich bei Xenolithen um aus dem Untergrund mitbeförderte Fragmente von Nebengestein. Daher stellen sie ein (in vielen Fällen das einzige) Mittel dar, um tieferliegende Gesteinsschichten unmittelbar zu untersuchen.


Ein Gang ist die Füllung einer Spalte innerhalb eines Gesteinskörpers. In Mineralgängen haben sich Minerale aus wässrigen Lösungen auskristallisiert, in Gesteinsgängen sind magmatische Schmelzen oder seltener verflüssigte Sedimente eingedrungen. Sie bilden meist lang gestreckte, platten- oder linsenförmige Körper innerhalb des umgebenden Nebengesteins. Kleinere Gänge, die nur wenig durchhalten und nur eine geringe Dicke (Mächtigkeit) aufweisen, werden zuweilen als Adern bezeichnet.


Schaut euch die kleine Gesteinssammlung genau an und beantwortet dann bitte vor dem Loggen die folgenden Fragen. Dabei helfen wird euch das Listing und die Schilder an den einzelnen Steinen.

1. Finde 2 Gesteine mit Gang!
2. Der Doggersandstein ist aufgrund seines Fossilienreichtums als Geotop besonders geschützt. Schaut euch, am besten mit einer Lupe, die enthaltenen Fossilien an und beschreibt diese!
3. Schaut euch den Xenolith am Granit Nr. 10 an! Woraus besteht er? Wurde bei der Einbettung des Xenolithen das Material aufgeschmolzen und ist somit in einem Übergang verbunden oder sind die beiden Gesteine hart abgegrenzt?
4. Welche Findlinge haben magnetische Eigenschaften?
5. Der Granatgneis (Nr. 18) enthält reichlich Porphyroblasten. Welchen Durchmesser haben die größten von ihnen? Schaut nun die Porphyroblasten genau unter der Lupe an! Gibt es erkennbare Kristallflächen?
6. An welcher Stelle des Gesteinskreislaufes ist das Gestein Nr. 28 entstanden, bevor es durch die Abbauarbeiten an die Oberfläche befördert wurde und nun der Verwitterung ausgesetzt ist? (Zahl von 1 bis 13 in der Abbildung Gesteinskreislauf)?

Schickt eine Mail mit euren Antworten an mich! Nach dem Absenden der Antworten könnt ihr gleich loggen. Falls etwas nicht in Ordnung ist, melde ich mich. Ihr braucht nicht die Logfreigabe abwarten! Ich wünsche euch viel Spaß bei dieser geologischen Entdeckungsreise!




Quellen: gerdflaig.de, wikipedia, Planet-Schule.de, Buch: Geologie für Dummies, , mineralienatlas.de, kristallin.de, eigene Fotos

Additional Hints (No hints available.)

Advertising with Us