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Flint an der Steilküste bei Stohl EarthCache

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GeoawareDE8: Hallo,

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Mit freundlichem Gruß

GeoawareDE8

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Hidden : 11/17/2019
Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
2.5 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:


Ausspülungsprozess von Flint aus der Steilküste

Eingerahmt von Eckernförder Bucht und Kieler Förde ragt die Halbinsel des Dänischen Wohlds in die offene Ostsee. Nach der letzten Eiszeit (Weichseleiszeit) war das Meer weit entfernt. Es drang vor 6000 - 4000 Jahren in diese hügelige Landschaft hinein und wirkt seitdem mit seinen erosiven Kräften auf die jetzige Steilküste. Hierbei ist der Küstenabschnitt zwischen Bülk und Schwedeneck dem Angriff der winterlichen Nordoststürme in besonderem Maße ausgesetzt. So formte sich eine langgestreckte Abbruchkante, die Stohler Steilküste. Dieses wird in der Geotopliste des Kreises Rendsburg-Eckernförde mit der Geotop-Nr. Kl 011 geführt.



In dem Steilufer ist die leicht wellige Grundmoräne des Hinterlandes angeschnitten und offengelegt. Vermutlich sind auch Relikte von Stauchendmoränen- und Randmoränenabschnitten zum Eckernförder Gletscher vorhanden, vor allem im westlichen Teil. In jedem Fall traten unter der Vereisung stauchende Überformungen jeweils älterer Ablagerungen durch erneute Eisvorstöße auf. Je nach Abbruchsituation sind solche Stauchzonen in den Uferaufschlüssen erkennbar. Auf einer Länge von ca. 4 km ist das bis 30 Meter hohe Kliff ein "aktives", d. h. ein durch keine Vegetation geschütztes Steilufer. Zum Abtrag des Kliffs tragen sowohl die Unterspülungen des Kliff-Fußes (Brandungshohlkehlen) durch starke Brandung bei hoch stehendem Wasser (Sturmhochwasser), als auch das Abfließen der Lockersedimente durch Niederschlags-, Quellwasser und Frost bei.



 

Im Schnitt brechen vor Ort ca. 50 cm pro Jahr der Steilküste ab. Material fällt oder rutscht nach unten und wird vom Meer sortiert und abtransportiert. Die feinen Teile werden weggeschwemmt, die größeren langsam verlagert. Steine und Blöcke bleiben liegen und werden allmählich bewegt. Sand wird parallel zur Küste weggetragen. Vor Ort kann man bei einem Spaziergang am Strand die unterschiedlichsten vom Meer frei gespülten Steine finden.

Entstehung von Flint

Die Entstehung von Flint verläuft in mehreren Stadien. Bereits zur Wende vom Erdzeitalter Jura zur Kreidezeit vor etwa 145 Mio. Jahren setzte die Entstehung des heutigen Flints ein. Im Meerwasser befindliche anorganische – z.B. verwittertes Silikatgestein und auch organische Substanzen, wie Coccolithe, Diatomeen und Radiolarien, lieferten das Ausgangsmaterial von Flint. Über Millionen von Jahren hinweg verdrängten kieselsäurehaltige Lösungen die Carbonate aus den Skeletten der Kieselsäurelieferanten; Kieselsäure ist der Baustein von Flint. Im ersten Stadium verfestigt sich die Kieselsäure zu einem Gel, indem enthaltenes Wasser abgegeben wird - es entsteht amorpher Opal. Auflösungs- und Rekristallisationserscheinungen kennzeichnen das zweite Stadium – die Bildung von Porzellanit, d.h. unregelmäßiger, kristalliner Opal entwickelt sich. Ist die diagenetische Verfestigung abgeschlossen, sind alle karbonathaltigen Anteile im Gestein durch Siliciumdioxid ersetzt. Als Zeugnis der organischen Beteiligung an der Gesteinsentstehung des Flints sind häufig Skelette oder Schalen zu erkennen. Dass die Verkieselung von innen nach außen verläuft, beweisen feine Bänder im Flint, resultierend von unterschiedlichen Gehalten an Kieselsäure und Verfestigung, sog. Bänderfeuerstein.

Flints sind von weißer Strichfarbe und können in unterschiedlichen Farben wie Braun, Beige, Grau, Schwarz, Blau, Grün oder Rot erscheinen. Die Farbtöne werden durch mineralische Beimengungen und Spurenelemente ebenso beeinflusst, wie durch organische Ausgangsmaterialien, Gas und Wasser. Die häufig weiße Kruste an der Oberfläche ist auf den Verlust von Kristallwasser im Inneren der Steine zurückzuführen. Unter dem Begriff "Helgoländer Diamant" ist eine rote Varietät (Eisen³Oxid) bekannt, die häufig an der Nordseeküste gefunden wird. Für die schwarze Färbung ist Kohlenstoff verantwortlich. In den beiden folgenden Bildern sieht man deutlich im Bruchbild links die braune und rechts die eher schwarze Färbung.







Chemische Zusammensetzung

Chemisch betrachtet besteht Flint aus Siliciumdioxid als Hauptbestandteil mit einem nicht definierbaren Gehalt an Wasser (SiO2*H2O).


Physikalische Eigenschaften

Typische physikalische Eigenschaften des Flints werden durch seine amorphe isotrope Struktur (ungeordnete) ausgezeichnet. Wenn ein großer Druck schlagartig oder ansteigend auf einen Punkt des Flints ausgeübt wird, wird die kinetische Energie vom Gestein aufgenommen und breitet sich konzentrisch kegelförmig vom Schlagpunkt ausgehend im Gestein aus. Bei ausreichend hoher Schlagenergie wird das Gestein durch die sich ausbreitenden Schlagwellen gespalten.


Verwendung und Bedeutung von Flint

Feuerstein wurde bereits in der Steinzeit verwendet, um daraus Waffen und Werkzeuge zu fertigen. Im 17. Jahrhundert wurden Flints in Steinschoßgewehren zum Funken schlagen genutzt. Heute dient Flint als Polier- und Schleifmittel sowie als Schmuckstein und Glücksbringer/Talisman.


Zum Loggen des Caches müßt ihr bitte nachfolgende Fragen beantworten und die Antworten über das Messagecenter senden. Ihr dürft sofort loggen und braucht keine Freigabe abwarten. Wenn etwas nicht stimmt, melde ich mich.

1) Schaue dich am Strand um und suche ein paar Flintsteine. Beschreibe Form, Oberfläche, Größe und Farbe der hier gefundenen Flintsteine.

2) Zerbrich einen Stein (aber Vorsicht, Splittergefahr!). Ist der Stein nach deiner Beobachtung eher weich oder hart.

3) Beschreibe die Beschaffenheit der Bruchstelle (Farbe, Oberfläche, Struktur, Glanz).

4) Nun gehe zum Kliff-Fuß und schaue dir das Steilufer und das frisch abgebrochene Material an. Findet man den Flint in den oberen oder eher in den unteren Schichten?

5) Wenn du dir nun die Steine am Strand in Summe anschaust, schätze den Anteil des Flints in Prozent.

6) Freiwillig: Über ein Foto von Euch oder dem untersuchten Flint mit der Steilküste im Hintergrund würden wir uns sehr freuen. Ihr könnt auch versuchen einen Turm mit Flintsteinen, entsprechend dem Hintergrundbild, zu bauen.



Wenn Ihr Euch vor Ort noch weiter über die Steine und deren Herkunft informieren wollt, findet ihr eine Info-Tafel am Wegesrand.

 

Quellen/ Webseiten:

Die Entstehung Schleswig Holsteins, Kurt-Dietmar Schmidke

http://www.biologie-schule.de/

http://www.steine-und-minerale.de/

https://www.chemie.de/lexikon/Feuerstein.html

https://strand-und-steine.de/landschaft/straendekliff/stohl/stohl.htm

Wikipedia zu: Leitgeschiebe; Kliff;Liste der Geotope im Kreis Rendsburg-Eckernförde


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