Das verbleibende Stück Mauer im Rathauspark war ursprünglich die Mauer des städtischen Friedhofs Lichtenberg. Am 13. März 1919 wurden an dieser Mauer mehrere Personen nach einem Schnellverfahren vor einem Militärgericht verurteilt und erschossen.
Hintergrund: Vom 3. bis 8. März 1919 herrschte in Berlin Generalstreik. Die Streikenden forderten die Anerkennung von Arbeiterräten, die Einleitung der Sozialisierung und eine Demokratisierung des Militärs. In der Stadtmitte kam es zu Unruhen und Plünderungen. Am Alexanderplatz brachen Kämpfe zwischen Freikorpsverbänden und der Volksmarinedivision aus, nachdem die Matrosen von Freikorpssoldaten beschossen worden waren. Auf Seiten der Matrosen beteiligten sich streikende Arbeiter* innen und Einwohner* innen aus den umliegenden Vierteln an den Kämpfen. Hauptschauplätze waren der Berliner Bezirk Friedrichshain und die noch selbstständige Stadt Lichtenberg. Nach einer Falschmeldung über ermordete Polizeibeamte erließ Reichswehrminister Gustav Noske von der regierenden SPD einen folgenschweren Schießbefehl. Dieser ordnete die Hinrichtung gegnerischer Kämpfer*innen an, was die Freikorps für massenhafte Erschießungen nutzten.
Im Gasthof "Schwarzer Adler" (an der heutigen Ecke Frankfurter Allee/Gürtelstraße) wurden am 12. und 13. März 1919 im Schnellverfahren durch einem Militärgericht mindestens elf Personen verurteilt und anschließend an der Friedhofsmauer erschossen. Den Ermordeten wurde vorgeworfen, gegen Regierungstruppen gekämpft zu haben.
Diese und weitere Informationen über Orte der Revolution 1918/19 finden sich im Sammelband „100 Jahre Revolution – Berlin 1918/19“ von Moritz van Dülmen und Björn Weigel.
Für den Final solltet ihr euch ein wenig mit der Denkmals-Mauer vertraut machen:
A = Alter des jüngsten Ermordeten
B = Alter des ältesten Ermordeten
Rechnung: N°52°30.((A*62)+6) E013°28.((B*14)+9)