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Freiberger Weihnacht 2019 #21 Multi-Cache

Hidden : 11/27/2019
Difficulty:
2 out of 5
Terrain:
2 out of 5

Size: Size:   large (large)

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Geocache Description:


Winter, Wichteln, Weihnachtszeit gehören wohl beisammen,
mit Geocachen passt dies auch perfekt zusammen,
Adventskalender läuten immer das Jahresende ein,
die Wichtel sputen sich und packen "Geschenke" für euch rein!

Der Schwibbogen

Dieser kleine Multi (die Runde reicht ganz sicher nicht, um sich an den Feiertagen die Gans abzutrainierenwink), soll Euch ein Kleinod näher bringen, dass zur Weihnachtszeit im Erzgebirge eigentlich in keinem Fester fehlen darf und speziell hier im Ort in einer ganz besonderen Form anzutreffen ist.

Bevor wir uns der Ermittlung der Koordinaten zuwenden, möchte ich natürlich auch ein wenig Allgemeinbildung rund um den Schwibbogen zum Besten geben!wink

Sein Name leitet sich von seiner Form, der eines Schwebe- oder Strebebogens, ab, die sich in ähnlicher Form in der Architektur wiederfindet. Mit dem Schwibbogen in der Architektur hat aber der erzgebirgische Schwibbogen nur gemeinsam, dass ein Bogen als Gestaltungselement benutzt wird und dass das „Schweben“ nicht wörtlich zu nehmen ist. Schwibbögen als Produkte der Volkskunst stellen geometrisch die Verbindung eines Kreisbogens mit einer waagerecht verlaufenden Sekante dar. Im Körper (seltener auch auf ihm) befinden sich szenische Darstellungen, die von Kerzen beleuchtet werden. Das Kunstwerk wird meistens auf Sockeln aufgestellt.

Entgegen der oft geäußerten Behauptung, die Form des Erzgebirgischen Schwibbogens symbolisiere das Mundloch eines Stollens, wurden ursprünglich im Halbrund der ersten bekannten Schwibbögen zunächst christliche Motive, dann Sonne, Mond und Sterne dargestellt. Wahrscheinlich sollte bei den ältesten Schwibbögen mit der Verwendung eines Bogens der „Himmelsbogen“ symbolisiert werden. Bis weit ins 20. Jahrhundert wurden Schwibbögen meist aus Metall gefertigt. Heute ist Holz als Werkstoff am verbreitesten, und es häufen sich Darstellungen, die nur in einem sehr weiten Sinn mit Religion zu tun haben.

Die auf dem Bogen aufgesetzten Lichter waren Ausdruck der Sehnsucht der Bergleute nach Tageslicht, das sie vor allem in den Wintermonaten oft über Wochen nicht zu Gesicht bekamen. Zum Arbeitsbeginn am frühen Morgen war es noch dunkel, und nach dem Ende der Schicht am Abend war die Sonne bereits untergegangen.

Die Motive im Bogen spiegeln den Alltag der Bergleute und ihrer Familien wider. Eines der bekanntesten Motive zeigt neben verschiedenen kleineren Symbolen zwei Bergleute die ein Wappen mit den sächsischen Kurschwertern tragen, einen Schnitzer und eine Klöpplerin und verkörpert damit drei der Haupterwerbsquellen der erzgebirgischen Landbevölkerung des 18. und 19. Jahrhunderts. Weitere Varianten zeigen christliche Motive aus der Weihnachtsgeschichte oder den Wald und dessen Tiere. Ein weiteres bekanntes Motiv ist die Kirche des für seine Volkskunst bekannten Erzgebirgsdorfes Seiffen. Die Darstellung des Sündenfalls und der Vertreibung Adams und Evas aus dem Garten Eden, die sich durchweg auf den ältesten erhaltenen Schwibbögen des 18. Jahrhunderts findet, ist inzwischen nicht mehr gebräuchlich.

Vornehmlich zur Advents- und Weihnachtszeit werden die inzwischen überwiegend elektrisch beleuchteten Bögen seit Mitte des letzten Jahrhunderts in die Fenster vieler Häuser, auch weit außerhalb der Erzgebirgsregion, gestellt und finden als Großbögen auch im Außenbereich Verwendung.

Mit dem beleuchteten Schwibbogen im Fenster war eine weitere Symbolik verbunden: das Licht des Schwibbogens sollte den Bergleuten den sicheren Weg zurück ins Heim weisen.

Der älteste bekannte Schwibbogen, datiert auf das Jahr 1740, entstand in Johanngeorgenstadt und besteht aus Metall. Erst 2003 wurde die Jahreszahl unter einer jüngeren Farbschicht entdeckt. Bis dahin war man davon ausgegangen, dass sich der Bogen mit der Aufschrift „1778“ und „J. C. Teller“ in seiner ursprünglichen Bemalung befunden hatte. Weitere frühe Schwibbögen stammen von 1796 und um 1810.

Eines der bekanntesten Motive entstand 1937 im Rahmen der von dem Schwarzenberger Fabrikanten Friedrich Emil Krauß initiierten „Feierobnd-Ausstellung“. Dieser hatte einen Wettbewerb ausgelobt, bei dem ein Schwibbogen für die Stadt entworfen werden sollte. Der von der Leipziger Illustratorin Paula Jordan eingereichte Entwurf wurde dem Anspruch am ehesten gerecht, die Elemente früherer Motive in einem Schwibbogen zu vereinen, und gewann den Wettbewerb. Nach ihrer Vorlage wurde von den Bergschmiedemeistern Max Adler und Curt Teller ein sieben mal vier Meter großer Schwibbogen für die Ausstellung gebaut und aufgestellt, der heute seinen Standort in Johanngeorgenstadt hat. Krauss ließ das Motiv noch 1937 als Warenzeichen schützen. Noch heute zählt der Schwarzenberger Schwibbogen zu den bekanntesten und am meisten verbreiteten Ausführungen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die Schwibbögen zunehmend aus Holz gefertigt. Da die Nachfrage in der DDR größer als das Angebot war, wurden Schwibbögen oft als Laubsägearbeit nach dem Vorbild einer nachgezeichneten Vorlage (z. B. eines Blechschwibbogens) privat hergestellt.

So, nun ist Schluss mit Allgemeinbildung und wir wenden uns dem heutigen Kalender-Türchen zu.

Hier im Ort hat sich in Anlehnung an die 850-Jahr Feier im Jahr 2016 ein besonderes Exemplar des oben beschriebenen Schwibbogens entwickelt. Entgegen den eher traditionellen Darstellungen hier im Erzgebirgsraum, ist auf diesen Sonderanfertigungen eine Silhouette mit den wichtigsten Wahrzeichen des Ortes zu sehen.

Vorab einige Informationen zur kleinen Runde. Gesucht sind jeweils die Buchstabenwerte. Die Koordinaten der nächsten Stationen führen Euch jeweils in die Nähe des nächsten Schwibbogens – schaut Euch um, und Ihr werdet Ihn sicher sehen! An den Stationen muss zu keinem Zeitpunkt ein Privatgrundstück betreten werden. Das Final hingegen liegt ungefähr 1 Meter auf privaten Grund – die Besitzer wissen natürlich Bescheid und erwarten Euern Besuch.

 

Station 1: N 50° 54.553 E 013° 23.730


Hier an der 1. Station steht Ihr vor dem Schwibbogen in reinster Form. Gesucht werden folgende Buchstaben im Wappen:

A = 5. Buchstabe
B = 8. Buchstabe

 

Station 2: N 50° 54.A52 E 013° 23.9B2


Gesucht werden folgende Buchstaben des Schriftzuges unter dem Schwibbogen:

C = 7. Buchstabe
D = 8. Buchstabe
E = 10. Buchstabe

 

Station 3: N 50° 54.CA7 E 013° 2B.1B2

Gesucht werden folgende Buchstaben des Schriftzuges unter dem Schwibbogen:

F = 5. Buchstabe
G = 6. Buchstabe
H = 7. Buchstabe
I = 8. Buchstabe

 

Station 4: N 50° 54.(G*H*I+11) E 013° 24.(F*F+F+F+F)

Gesucht werden folgende Buchstaben des Schriftzuges unter dem Schwibbogen:

J = 4. Buchstabe
K = 6. Buchstabe
L = 8. Buchstabe

 

FINAL N 50° AB.CD(E+1)   E 013° (F-I)(H-G).J(L+J)K

(Achtung, hier benötigt Ihr noch einmal A B C)

Additional Hints (No hints available.)