Zur Vorgeschichte:
Zu Besuch in Michelnau habe ich diesen Steinbruch gezeigt bekommen und war so beeindruckt, dass ich gleich am nächsten Tag (19.10.2008) einen Cache verstecken musste! Ursprünglich habe ich ihn als kurzen Multi angelegt, später kam der Earthcache dazu und dann haben sich die Gegebenheiten vor Ort verändert. Da mir der Cache aber am Herzen liegt, habe ich ihn im November 2019 in einen Tradi umgewandelt.
Zum Steinbruch:
Hier wurde bis vor ca. 20 Jahren Basaltlavatuff gewonnen. Dieser blaugraue bis rote Stein ist relativ weich und wurde in der Vergangenheit zum Auskleiden von Öfen oder im Hausbau verwendet. Heute nimmt man ihn gerne in der Bildhauerei. In Berlin steht ein Bär aus Michelnauer Lavatuff und jedes Jahr finden im Sommer auf dem Vorplatz des Steinbruchs Bildhauerkurse statt (siehe Bilder). Die großen Blöcke wurden aus der Wand gesägt und nicht wie bei anderen Gesteinen gesprengt. Die Sägespuren sind deutlich zu erkennen, ebenso der Kran, mit dem die Blöcke gehoben wurden.
Man kann nur von oben in den Steinbruch hineinsehen, der Eingang ist verschlossen worden, da viel altes Eisen „verschwunden“ ist. Es gibt einen Verein, der sich bemüht die Technik und die Geschichte des Steinbruchs einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Weitere Infos findet Ihr unter www.steinbruch-michelnau.de
Angeblich gibt es außer diesem Steinbruch nur noch einen auf den Osterinseln, in dem dieser Stein gebrochen wird / wurde.
Weitere Informationen zu diesem Gestein findet Ihr auf Wikipedia unter dem Stichwort "Michelnauer Tuff" bzw. auf der Homepage des Vereins der Freunde des Steibruchs Steinbruch Michelnau