Die (Fisch)-Leiter
Die Fischleiter, auch genannt Fischtreppe, Fischpass oder Fischlift genannt, wird in den letzten Jahrzehnten immer häufiger bei Wasserhindernissen angebracht.
Fische wandern, speziell zur Laichzeit immer zu den Laichplätzen und bringen hierfür etliche Kilometer hinter sich. Wehranlagen, Kraftwerke oder andere Fließhindernisse stören diese Wanderung. Einmal die Fließbehinderung passiert, gibt es kein zurück mehr. Das ließ in den letzten Jahren das Problem entstehen, dass die Fischpopulation speziell in den Oberläufen von Flussen,... im mehr zurück ging. Dieser Rückgang brachte nicht nur ökonomische Nachteile, sondern es entstanden immer mehr ökologische Probleme. Das Gleichgewicht in den Gewässern war gestört, weil die natürlichen Feinde, die Fische, nicht mehr da waren.
Um die Wanderung der Wasserbewohner wieder zu ermöglichen, werden solche Fischsteige gebaut.
Vorab ist aber auch anzumerken, dass nicht jede Art von Aufstiegshilfe für jede Fischart geeignet ist. Die Wahl der Fischleiter muss entsprechend dem Artenvorkommen vorort ausgewählt werden.
So entwickelten sich in den letzen Jahren verschiedene Formen von Aufstiegshilfen:
Naturnahe Fischtreppen
Naturnahe Fischtreppen passen optisch perfekt in die Flüsse, oftmals sehen sie aus wie Stromschnellen oder Bäche. Dies ist auch ein Grund, warum man die naturnahe Bauweise der technischen meistens vorzieht.
Sohlrampen und -gleiten

Sohlrampen und –gleiten werden vorzugsweise beim Umbau von Sohlabstürzen benutzt. Sie werden in den Flusslauf eingebaut und stellen damit keine Anforderungen an das direkte Ufergebiet. Sohlabstürze wurden in großen Mengen in die Ruhr eingebaut um „den Wasserspiegel eines Gewässers nach einer erosionsbedingten Eintiefung wieder anzuheben und das Gefälle (und damit die Fließgeschwindigkeit) zu reduzieren.“ Die biologische Durchgängigkeit dieser Anlagen hängt von verschiedenen Faktoren ab. Ob die Fische von oben nach unten kommen, hängt vor allem davon ab, inwieweit die Gewässersohle in die Absturzkante mit einbezogen wurde und wie hoch der Wasserstand an der Kante ist. Bei der Durchgängigkeit von unten nach oben spielt vor allem der Höhenunterschied eine wichtige Rolle. Oftmals bilden die zum Teil nur einen Dezimeter hohen Anlagen unüberwindbare Hindernisse. Diese Sohlabstürze kann man mit der Umwandlung in Sohlrampen wieder für die Wanderfische wie den Lachs, aber auch andere Tiere, wie z.B. Krebse, durchgängig 6 Internetseite Wasserwirtschaftsamt Freising 6machen. Sohlrampen, die im Bau wesentlich aufwendiger als die Abstürze selbst sind, erfüllen im Wesentlichen die gleichen Aufgaben wie Abstürze. In ihrer natürlichen Ausführung sind Sohlrampen mit Stromschnellen zu vergleichen. Das Gefälle wird durch den Abriss von den Sohlabstürzen wieder hergestellt. Die Regelwerke nennen als Maximalneigung für naturnahe Fischtreppen 1:15. Anschließend wird der Grund mit Kies bedeckt. Durch die gezielte Platzierung von ca. 1m großen Blocksteinen auf dem Sohlsubstrat wird eine naturnahe Strömung erzeugt. Man achtet darauf unterschiedliche Strömungsstärken zu erzeugen, damit unterschiedliche Fischarten die Rampe hinaufschwimmen können.
Umgehungsgerinne und -bäche

Das Umgehungsgerinne ist ein vom Menschen erschaffener bachähnlicher Flusslauf, der einem natürlichen Gewässer optisch und ökologisch sehr nahe kommt. Diese Art von Fischaufstiegshilfe ist die beliebteste, da sie zusätzliche Lebensräume und Laichplätze schafft. „Die Anlage eines Umgehungsgerinnes setzt voraus, dass ausreichend Gelände zur Verfügung steht.“ Wenn der Platz nicht ausreicht, muss man auf eine der technischen Lösungen zurückgreifen. Zusätzlich zu der großen Fläche benötigt ein Umgehungsgerinne auch einen höheren Abfluss, da das vorhandene Wasser nun für den Fluss und den neu geschaffenen Bach ausreichen muss.
Ein naturnahes Umgehungsgerinne wird errichtet um das Mutterbett mit dem Oberwasser zu verbinden, so dass die Fische am Wehr vorbeigeleitet werden. Die Fische, die flussaufwärts auf das Wehr zuschwimmen, werden von einer Lockströmung zum Umgehungsgerinne geführt.
Das Umgehungsgerinne bildet meist schon nach kurzer Zeit ein eigenes Ökosystem. Viele Kleinstlebewesen siedeln sich an und aufgrund des meist relativ niedrigen Wasserstands bieten sich optimale Laich- und Brutplätze für Fische und Vögel.
Technische Fischtreppen
Technische Fischtreppen sind ingenieurmäßig konstruktiv geplante und erstellte Bauwerke. Hierbei kommen konventionelle Bauweisen aus dem Stahl- und Betonbau zum Einsatz.
Beckenpass

Beckenpässe sind eine vom Ober- zum Unterwasser geführte Rinne mit treppenartig aneinandergereihten Becken mit einem Kronenausschnitt und Schlupfloch.“
ie hat einen sehr geringen Platzbedarf und kann somit auch oft im Profil bestehender Wehranlagen nachträglich angebaut werden.
Die Fische haben nun die Möglichkeit durch die kronförmige Öffnung nahe der Wasseroberfläche und dem Schlupfloch an der Sohle den Weg nach oben oder unten zu beschreiten. Zusätzlich werden in den Becken die Fließgeschwindigkeiten reduziert. Dadurch entstehen Unterstände und Ruhezonen für die Fische. Durch das Einfügen von Sohlsubstrat (Kies) wird diese Fischtreppe auch für wirbellose Kleintiere passierbar. Ein positiver Aspekt des Beckenpasses ist der relativ geringe Wasserbedarf, der üblicherweise zwischen 0,05 und 0,5 m3/s liegt, was sehr niedrig für eine technische Fischtreppe ist.
Schlitzpass

Der Schlitzpass, auch bekannt unter dem Namen „Vertical-Slot-Pass“, stammt aus Nordamerika. Die Bauweise des Schlitzpasses unterscheidet sich zu der Bauweise des Beckenpasses in der Position der Schlitze. Beim Vertical-Slot-Pass erstrecken sich ein bis zwei offene Schlitze senkrecht über die gesamte Querwand, somit entsteht eine bessere Durchgängigkeit. Die Anzahl der Schlitze ist abhängig von der Größe des Gewässers und des zu Verfügung stehenden Abflusses. Im Unterschied zum Beckenpass „liegen die Schlitze durchgehend auf einer Seite.
Denil-Pass

Der Denil-Pass besteht aus einer geraden Rinne vom Ober- zum Unterwasser, welche durch in regelmäßigen und kurzen Abständen gegen die Flussrichtung geneigten Lamellen unterbrochen wird. Dieser Fischpass wurde primär für den Aufstieg von Wandersalmoniden entwickelt und wird häufig als kompakte Lösung für das Fischaufstiegsproblem betitelt. Der Fischaufstieg besticht dadurch, dass er mit einem großen relativen Gefälle angelegt werden kann. Dies ist möglich, da sich durch die Lamellen sogenannte Rückströmungen bilden, die die Fließgeschwindigkeit stark vermindern.
Zusammenfassung
Zusammenfassend ist zu sagen, dass die meisten Fischtreppen aus diversen Förderprogrammen der EU finanziert werden. In der Regionalpolitik ist das Bewußtsein über die Notwendigkeit solcher Hilfestellungen für die Wassertiere, noch nicht ganz ausgeprägt. Ein gesunder Bestand an Wassertieren garantiert auch eine gute Wasserqualität.
Diese Anlagen sind allerdings nur dann sinnvoll, wenn diese auch regelmäßig gewartet werden. Darunter versteht man u.a., dass die Treppe von Treibgut befreit werden muss. Weiters muss auch die Bausubstanz bei technischen Fischtreppen kontrolliert und in Stand gehalten werden.
Quellen:
- Facharbeit von Michael Kind zum Thema: Fischtreppen in der Ruhr als bauliche Maßnahme zur Wiedereinbürgerung der Lachse
- Wikipedia
- diverse Webseiten zum Thema
Der Cache
Der Cache ist bei so einer Fischleiter im Traismauer Gebiet angebracht. Die Fischtreppe muss und darf NICHT betreten werden. Allerdings kannst du vielleicht manche Wassertiere beobachten, wenn sie die Treppe benutzen.
Erreichen kannst du den Cache am besten vom in Flussrichtung gesehen rechten Ufer. Du gehts über die Steinwehr bis zum Cache. Achtet darauf, nicht den harten Untergrund zu verlieren, dann wird es nämlich nass :-) :-)
Verschließt den Cache wieder sorfältig
BEI HOCHWASSER IST DER CACHE NICHT ERREICHBAR!!!!! Jeder ist für sein Tun selbst verantwortlich.