
Die Zeiten sind schon lange vorbei, als Sie omnipräsent durch die Straßen von Weimar zogen, fuhren oder auch den Himmel mit ihren Hubschraubern verdunkelten.
Heute möchten wir mal an die Menschen erinnern die in den olivgrünen Uniformen steckten, über 40 Jahre hier gewesen sind und doch haben wir über ihre Kultur und Bräuche nicht viel gewusst.
Außer: Die Russen stinken nach Knoblauch und können gut saufen.
Hiermit möchten wir Euch einladen, um mit uns das „Alte Neujahr“ zu feiern.
(Leider können wir dieses Event aus vielerlei Gründen nicht am 14. Januar durchführen.)
Im Listing stehen einige Infos über das:
„russische“ ALTE NEUJAHR
Neujahr in seiner heutigen Form feiert man in Russland seit 1699. Damals beschloss Zar Peter I., dass die Festtage zur selben Zeit wie in Europa gefeiert werden sollten. In dem kaiserlichen Befehl ordnete Peter I. auch die Ausgestaltung des Neujahrfestes an: „Einige Verzierung herrichten aus Bäumen und Zweigen der Kiefer, Fichte und Wacholder." Außerdem befahl er den Bojaren, dem Adel und den Händlern, aus Musketen und kleinen Kanonen zu schießen und Raketen abzufeuern. Die weniger gut betuchten Höfe sollten zu mehreren Reisig und Stroh zusammenschmeißen, Fässer mit Teer an- und Festlagerfeuer entzünden.
Doch während Peter sein Neujahr wie in Europa einrichtete, ging dieses vom julianischen zum gregorianischen Kalender über. Damit hinkte Russland trotz der Anpassung gut zwei Wochen hinterher. Seinem Schicksal ergab es sich erst 1919, als es ebenfalls zum gregorianischen Kalender wechselte. Mit diesem Schritt verschob sich das Datum des Neujahrsfests noch einmal, und so kam es, dass das Neujahr in Russland heute zweimal im Jahr gefeiert wird: Zuerst nach dem neuen Kalender und dann 13 Tage später nach dem alten.
Das Neujahr in Russland hat noch eine besondere Eigenheit: Während in anderen Ländern Kinder Geschenke vom Weihnachtsmann oder dem Christkind am 24 Dezember bekommen, kommt in Russland Väterchen Frost am 31.Dezember mit Schneeflöckchen und den Geschenken vorbei.
Nach altem Brauch feiert man Neujahr also zweimal in Russland: einmal nach dem gregorianischen und 13 Tage später nach dem julianischen Kalender. Mittlerweile kommt diese Tradition allerdings immer mehr aus der Mode, es sind ja fast 100 Jahre seit der Abschaffung des julianischen Jahreswechsels vergangen.
Das Alte Neujahr ermöglicht es, die Feierlichkeiten auf zwei Wochen oder darüber hinaus auszudehnen: Man kann am 24. Dezember mit dem europäischen Weihnachtsfest beginnen, danach kommt am 1. Januar das Neujahrsfest, am 7. Januar das orthodoxe Weihnachten und schließlich am 14. Januar das Alte Neujahr.
Wir würden uns über Euer Erscheinen freuen und wünschen:
С Новым Годом
(S Novym Godom)
Natürlich werden wir auch einen russischen Brauch zum Alten Neujahr ausprobieren.
____________________________________________________________________________________________________________________
jena4you hat hier noch etwas Interessantes zum Thema Kalender begesteuert,
Es stammt aus ihrer Jenarer Stadtführung "Steinreich auf den Hund gekommen"
Der gregorianische Kalender wurde mit der päpstlichen Bulle vom 24. Februar 1582 eingeführt. Um den Kalender an den Sonnenstand anzupassen, ließ man zehn Tage ausfallen (5.-14. Oktober da gab es die wenigsten Heiligengedenktage). Die evangelischen Länder haben aber nicht mitgemacht und erst nach einer Neuberechnung ihres Kalenders durch den allen Jenaern sehr bekannten Mathematiker Weigel (Weigelsches Haus!) im Jahr 1700 ihren Kalender umgestellt. Auf den 18. Februar folgte dann der 1. März 1700.
____________________________________________________________________________________________________________________
Wann: 18. Januar 2020;
Zeit: 18:00 Uhr bis 20:00 Uhr, oder wenn Schluss ist
Wo: Nordlicht, Weimar, Staufenbergstrasse 20a