„Eschensterben“ Durch einen eingeschleppten ostasiatischen Pilz stirbt in ganz Nord- und Mitteleuropa der Großteil der heimischen Eschen ab, ihre Wurzeln gehen zugrunde, die Verankerung im Boden ist nicht mehr stabil gegeben, und die Bäume fallen um. Auch die Murecker Au ist leider massiv von diesem „Eschensterben“ betroffen. Umstürzende Bäume stellen jedenfalls eine Gefahr für Besucher in der Au dar, keine Frage. Unser Bürgermeister sah sich daher veranlasst, vorbeugende Maßnahmen zu ergreifen. Er beauftragte ein Schlägerungsunternehmen damit, die abgestorbenen Eschen aus der Au zu entfernen. Um mit den großen Maschinen zu den Eschen vorzudringen, mussten entsprechende Schneisen in den Wald geschlagen und teils flächig Kahlschläge vorgenommen werden. Dabei sind im Februar 2017 natürlich auch andere Baumarten in nicht unbeträchtlicher Anzahl geschlägert worden: Robinien und Fichten zum Beispiel, die, weil nicht standortgemäß, ohnehin sukzessive aus dem Natura-2000-Gebiet entfernt werden sollten. Aber auch viele Werthölzer, vor allem Eichen, wurden entnommen um die Kosten der aufwändigen Arbeit bestreiten zu können. Wohl wurde der zuständige Bezirksförster, nicht aber der Gebietsbetreuer des EuropaSchutzgebietes in das Vorhaben eingebunden und so ist zu bemängeln, dass auf wesentliche Naturschutzargumente im Zuge der Schlägerungsaktivitäten nicht eingegangen wurde.
Hier kann man ganz besonders die Folgen des sterbens beobachten.