Das Dorschangeln an der Ostsee war eine Lieblingsbeschäftigung in der Jugendzeit, mit vernünftiger Angel, Muschelfleisch am Haken und ordentlich Blei für den weiten Wurf entlang der Buhnen hatte man in der Frühherbstzeit beträchtliche Erfolge. Da reichte für die Berichterstattung die Spannweite der beiden Arme ganz und gar nicht. Mit der Ergiebigkeit ist es leider vorbei, selbst die Fischer haben mittlerweile aufgegeben, deshalb wurde auf Baumangeln in 5 bis 8 m Höhe umgestellt und 5 Spots ausgesucht, mehr ließ sich an diesem Ort mit schönen Ausblicken nicht unterbringen. Es gibt zwei kleine 1h- Parkplätze direkt in der Nähe, die sollten aber den Friedhofsbesuchern vorbehalten bleiben. Deshalb vom gelisteten Parkplatz aus starten, Hinweg die Neue Strasse entlang (mit die ältesten Häuser des Dorfes), zurück dann die Osterstrasse.
Für die Zielkoordinaten gilt: Buchstabenwerte oder Lösungszahlen sind zu ermitteln, bei Umlauten wird das ö zum oe.
Nach Wustrow kommt man seit dem Bau der Chaussee im vergangenen Jahrhundert recht zügig (OK, nicht unbedingt im Hochsommer zur Hauptreisezeit), davor ging es nur mit dem Dampfer, per Eisschlitten im Winter oder als Alternative halt über die Schlammwege, das war keine gute Idee.
Aber, bis ins Mittelalter war das Fischland eine Insel und den Permin querend mündete die Recknitz als schiffbarer Verbindungsweg in die Ostsee.
Dadurch hatten die Ribnitzer Schiffer- neben dem Vorteil des sehr geschützten Hafens- einen kurzen Weg bis zum Meer für ihre anwachsende Schiffsflotte. Dies erzeugte Unmut bei den reichen und starken Städten der Hanse, und am Ende des 14. Jahrhunderts versenkten sie einfach alte Schiffe samt Schutt und Steinen in diesem Naturkanal. Seitdem gibt es die Landverbindung nach Wustrow und wir haben hier ein schönes Beispiel aus alter Zeit von knallhartem Durchsetzen eigener Geschäftsinteressen, wer braucht da Strafzölle. Für Ribnitz war dies ein herber Schlag, der Weg durch die Bülten ist lang und flach und nur mit Windkraft schwierig mit größeren Schiffen zu bewältigen.
A) Welche Stadt gehört nicht zu den klassischen Hansestädten? (Es gab übrigens mindestens 195 im Verbund)
Demmin, Münster, Perleberg, Pritzwalk, Schwerin, Stendal, Tangermünde, Wismar, Lüneburg, Anklam, Brandenburg, Gardelegen, Halle, Einbeck, Kyritz, Magdeburg, Perleberg, Quedlinburg
Über viele Jahre hinweg lag der am Ostseestrand aufgelaufene Küstenschoner im Wustrower Hafen, nachdem er mittels Aufschwimmhilfen (Ballons außenbords) durch den Bodden überführt worden war. Direkt neben seinem Heck haben wir so manchen Plötz und Barsch aus dem Wasser geholt. Heute liegt er als kleines Hotelschiff/ Gaststätte trocken an Land in direkter Kirchennähe und grüßt schon von der Chaussee aus auf dem Weg ins Ostseebad Wustrow.
B) Baujahr des Schiffes?
Final bei N 54.21. (A-84) O 12.24.(B-1549)
Bonusfrage: Wann wurde der derzeitig genutzte Friedhof mit einer Mauer eingefasst? (a)
Nachbemerkung zum Recknitzabfluss: Zu DDR Zeiten hatte man die großartige Idee, wieder einen Durchbruch zu schaffen, diesmal allerdings sollte er in Höhe zwischen Dändorf und Körkwitz Hof beginnen. Und dieser Kanal sollte dann weiter bis zum Überseehafen nach Rostock geführt werden. Wie sich das wohl auf die Ökosysteme (nach 560 Jahren Trennung von halbwegs Süß- zum Ostseesalzwasser) ausgewirkt hätte? Und Stürme aus West mag man sich bei der Konstellation auch nicht unbedingt vorstellen, Pütnitz wäre vermutlich dann echt Lost. Aber am Ende war zum Glück das Geld sehr rasch alle, es wurde nur bis fast an die Landstraße (Höhe Abzweig nach Neuhaus) heran gebaggert.