Bartholomäus Welser Runde
Diese Runde ist als Sonntagsspaziergangsrunde gedacht und der mit Sicherheit berühmtesten Amberger Persönlichkeit gewidmet.
Zur Person:
Bartholomäus V. Welser, auch „der Ältere“ genannt war ein Augsburger Patrizier und wurde 1484 in Memmingen geboren. Er wurde zu einem der bedeutendsten und einflussreichsten Großkaufleute der damaligen Zeit und gelangte vo
r allem als Leiter der Augsburger Welser- Gesellschaft, eines der größten Handels- Bank- Reederei- und Minenunternehmen des 16. Jahrhunderts zu Ruhm und Ansehen. 1532 wurde er geadelt.
Durch einen Vertrag mit der spanischen Krone war ihm ab 1528 für knapp 30 Jahre die Statthalterschaft über die Überseeprovinz Venezuela übertragen worden, welche er zu kolonialisieren versuchte. Dabei zeichneten sich die Vertreter der Augsburger Familie (allen voran sein Sohn Bartholomäus VI. „der jüngere“) durch hohe Abenteuerlust, insbesondere bei Expeditionen ins Landesinnere aus, die u.a. das Ziel hatten, die sagenumwobene Goldstadt El Dorado aufzufinden.
Darüber hinaus fungierte er auch als Bankier Kaiser Karls V. sowie des französischen Königs Franz I., was ihm entscheidenden Einfluss auf die Mächtigen seiner Zeit einbrachte. Politisch engagierte er sich zudem in der Stadt Augsburg, wo er als „Geheimer Rat“ maßgeblich zum patrizischen Regiment der Stadt beitrug.
1551 schied Bartholomäus Welser nach Streitigkeiten aus der Handelsgesellschaft aus und zog sich hierher nach Amberg zurück, welches sich bereits seit 1540 in seinem Besitz befand. Dort bezog er das zuvor errichtete Schloss, das ihm bis zu seinem Tode im Jahre 1561 als Altersruhesitz diente. Heute liegt er in der Familiengruft vor dem Marienaltar der Pfarrkirche „Mariä Heimsuchung“ in Amberg begraben.
Das Schloss selbst existiert leider nicht mehr. Lediglich ein Straßenname erinnert noch an den berühmten Amberger Fürsten, der hier die letzten 10 Jahre seines Lebens verbrachte und als „Herr über das Dorf das Recht der hohen und niederen Gerichtsbarkeit“ ausübte
Um aber sein Andenken weiterhin zu bewahren, wurde am 27. März 2011, im Zuge der begonnenen Dorferneuerung zu Ehren seines 450. Todestages feierlich ein Gedenkstein an der Südseite der Pfarrkirche enthüllt.
Darüb
er hinaus trägt das Gemeindewappen die Lilie in Rot und Weiß, wie sie dem Augsburger Welser- Wappen entstammt.
Quellen: Augsburgwiki, Chronik, Wikipedia
Nun zur Dose:
Neben der Sanierung der Kreisstraße MN2 erhielt die Gemeinde Amberg 2014 nicht nur die Ausfahrt "Amberg- Nord", es konnte zudem auch die Radweglücke, zwischen Amberg und Türkheim geschlossen werden. Hierzu wurde auch eine Querungshilfe an der Kreisstraße angelegt, an der die Radfahrer und Fußgänger aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens fast immer warten müssen. Um die Wartezeit etwas zu versüßen haben wir euch in der Nähe eine Dose versteckt. Viel Spaß beim Suchen.
Bitte nichts umgraben oder abreißen oder aufbrechen. Mit ein wenig Geduld ist die Dose schnell gefunden.
Viel Spaß beim Suchen.