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Ein Spaziergang durch das Ibmer Moor Multi-Cache

Hidden : 2/12/2020
Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
2 out of 5

Size: Size:   small (small)

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Geocache Description:


Ein Spaziergang durch das Ibmer Moor


Für viele Jahrtausende galt das Ibmer Moor als gefährliches, unüberwindbares Land. 
Zum Glück - denn dadurch wurde eine einzigartige Naturlandschaft, die vor rund 12000 Jahren entstanden ist, vor Zerstörung bewahrt. Heute zählt das Ibmer Moor zu den wertvollsten Naturjuwelen Österreichs.

Spezielle fleischfressende Pflanzen, seltene Gräser, Blumen und Orchideen gedeihen in den Nieder-, Übergangs- und Hochmoorbereichen. Der Pfeiferager, die Streuwisen und der angrenzende Seeleitensee sind wichtige Brutlebensräume für Wiesenvögel wie Brachvögel, Bekassine, Kiebitz, Wiesenpieper, Schwarz- und Blaukehlchen sowie weitere Besonderheiten. Das Ibmer Moor ist ein Pflanzen- und Vogelschutzgebiet von europäischer Bedeutung!

Bitte im Ibmer Moor immer am Weg bleiben! Hunde sind an der Leine zu führen! Falls du Lust auf ein Moorbad hast, nimm dir auf jeden Fall ein Handtuch mit. wink

Kinderwagen: Ist sicherlich möglich, wenn er geländegängig ist. Es wird teilweise doch etwas eng und mit "Gegenverkehr" auch etwas schwierig, allerdings sind mir bei meiner Runde doch einige Wagerl entgegen gekommen. Würde aber ein Tragetuch oder dergleichen bevorzugen. 

Der naturkundliche Streifzug beginnt am Parkplatz bei den Headerkoordis und wir wandern der asphaltierten Straße auf dem Moorlehrpfad "Großer Rundweg" in Richtung Ibm entlang. Beidseitig der Straße begleiten uns blumenreiche Niedermoorwiesen mit Orchideen und ganz besonderen Pflanzenraritäten. Nach ein paar Minuten stehen wir auf einer Brücke (vor der Vogelbeobachtungsstation) und können dem Rauschen des Baches zuhören. Der Blick auf die Moorwiese bleibt hier natürlich nit aus.

A - Für wie viele Tonnen ist diese Brücke zugelassen?

Wir gehen entlang der Straße weiter und kommen direkt zu einem Rastplatz. Brauchst du schon eine Pause? Nur zu und schau dir dabei die Tafel etwas genauer an.

B - Wann kann man genau an dieser Stelle die balzenden Brachvögel, Bekassinen und Kiebitze beobachten? (Buchstabenanzahl)

Nach dieser kurzen Pause gehts den Weg einfach gerade weiter. Vorbei bei der Schlosskapelle biegen wir dann rechts ab und kommen zum Informationshäuschen...

C - Wie viele Kilometer der große Rundweg zirka. (Runde den Wert auf ganze Kilometer.)

...gehen den Weg weiter und biegen bei N48° 03.912 E012° 58.013 links ab. Hier treffen wir auf den Saaggrabenbach, der mit leisem Gemurmel den Seeleitensee zustrebt. Im zeitigen Frühjahr sind hier Frühlingsknotenblumen, Lederblümchen, Buschwindröschen usw. in reicher Anzahl anzutreffen. Wir überqueren den Saaggrabenbach...

D - Wie viele Halterungen für das Brückengelände kannst du hier finden? (Antwort = 8)

... und erreichen einen interessanten Rotbuchen-Hangwald, wo die Türkenbundlilie zu finden ist. 

E - Wie viele Ablaufrohre hat dieses Häuschen?

Wir schreiten durch den Torbogen.

F - Was steht bei der blauen Tafel unter dem Wappen - Erstes Wort? ( Iterierte Quersumme)

Nun wandern wir entlang einer artenreichen Hecke - ein Schlaraffenland für viele Vögel - und erreichen die Anhöhe von Seeleiten. 
Hier lohnt es sich, eine Rast einzulegen und in Ruhe die Aussicht zu genießen. Rechter Hand liegt still und verträumt der Seeleitensee inmitten der ausgedehnten Streuwiesen. Fast zu unseren Füßen erstreckt sich der Pfeiferanger mit seinem imposanten Moorgebiet. Gegen Süden bietet sich bei guter Fernsicht ein atemberaubender Blick auf die Alpenkette. Ein aufgestelltes Fernrohr...

G - Die Benützung ist .... (Buchstabenanzahl)

...ermöglicht es, die Vögel im See und in den Streuwiesen genauer zu beobachten. Hier ist der beste Platz, um die Vogelraritäten des Ibmer Moores kennen zu lernen. Kiebitze brüten in unmittelbarer Nähe des Weges und gaukeln durch die Luft. Auch Brachvögel oder Bekassinen sind hier sehr gut zu beobachten und wir können ihren melodiosen Gesängen lauschen. Mit etwas Glück sehen wir den Graureiher, wenn er mit schwerem Flügelschlag seinem Horst auf einer der Birken in Seenähe zustrebt. Im Frühjahr spazieren Graugänse mit ihren Jungen durch die Wiesenflächen. Auch die Rohrweihe streift auf der Suche nach Nahrung hin und wieder über diese Flächen.

Hier kann auch sehr gut nachempfunden werden, wie diese wundersame Landschaft entstanden ist.
Vor ca. 20.000 Jahren, während der Würm-Eiszeit schob sich ein riesiger Gletscherstrom durch das Salzach- und Saalachtal in das flache Alpenvorland hinaus und teilte sich in mehreren Eiszungen. Die Eismassen schoben breite Wannen aus. Sie transportieren große Mengen an Gesteinsschutt aus den Hohen Tauern und den Salzburger Kalkalpen ins flache Land und lagerten sie an der Stirnseite als Moränenhügel ab.
Große Temperaturschwankungen bewirken ein zeitweiliges Vorstoßen und Zurückziehen der Gletschzungen. Mit der endgültigen Erwärumung schmolzen die Eismassen ab und füllten mit ihrem Schmelzwasser die vom Gletscher ausgeschürften Becken. Einzelne Eisschollen (Toteis) sonderten sich ab und blieben unter den Schottermassen liegen. Kalkschlamm setzte sich ab und bildete eine wasserundurchlässige Schicht. Es entstand ein riesiger See - der Salzburger See, der vom Pass Lueg bis über das heutige Ibmer Moor reichte. Dieser See wurde ständig von Schmelzwässern gespeist. An einigen Stellen wurden der Moränenwall durchbrochen. Dadurch entleerte sich der See. Pflanzenwachstum begann, Schilf und Seggen nahmen dieses sumpfige Gebiet für sich in Anspruch. Torfmoos siedelte sich an und so begann das Moor sich aufzubauen. Die eingeschotterten Toteiskörper schmolzen ebenfalls und sind die Grundlage für unsere heute noch vorhandenen Seen, wie Seeleiten-, Ibmer/Heratinger- und Holzöstersee, die als Toteislöcher bezeichnet werden und die typische Eiszerfalllandschaft rund um Ibm bilden.

Nun aber zurück zu unserer Wanderung. Nach einer kurzen Talwanderung erreichen wir das Niedermoor, das sich rechter Hand bis zum See hin erstreckt. In diesen Wiesen finden sich viele botanische Besonderheiten wie Mehlprimel, Bitteres Kreuzblümlein, Orchideen, Trollblumen, Gelbe Sumpfschwertlilie, Wiesenraute, Teufelskralle, Großer Wiesenknopf, Baldrian, Storchschnabel u.v.m.

Auf einer kleinen Brücke überschreiten wir den Weichseebach. Nun treten wir ins Moor ein...

H - Da wir das Moor ohne diesen Holzsteg nicht besuchen könnten, ist dieser dieser total wichtig und daher zähle die Holzbalken entlang des Weges, des ganzen Weges. Es ist aber nit schlimm, wenn du dich etwas verzählst, da wir ja ohnehin auf ganze 100er runden. 

Bevor du zum Zählen anfängst, schau dir die Formel etwas genauer an wink

... und wandern ein längeres Wegstück entlang eines verfallenen Entwässerungskanals, begleitet von Moorgehölz wie Schwarzerlen, Moorbirken, Traubenkirschen, Weiden, Rotkiefern und unzähligen Faulbaumsträuchern. Torfmoose, die ja für die Bildung von Mooren die wichtigsten Pflanzen sind, überwuchern ganze Flächen.
Diese Torfmoose der Gattung Sphagnum wachsen an der dem Licht ausgesetzten Oberfläche immer weiter, ihre unteren, abgedunkelten Teile sterben ab, werden allmählich zu Torf umgewandelt und bauen auf diese Weise den Moorkörper auf. Bei günstigen Wachstumsbedingungen kann so pro Jahr ein Millimeter Torf entstehen. Viele Sumpflöcher, mystischen Eindruck. Ein kleiner abgeplankter Hochmoorbereich mit einer Sitzbank lädt zum Innehalten und Entspannen ein.
Irgenwie finden wir die Sache mit der Zählerei aber doof, also lassen wir dies einmal. H kommt in der Formel ja ohnehin nicht vor. 
Ein wunderschöner Hochmoorteppich breitet sich vor unseren Augen aus. Torfmoose und Schnabelbinsen bilden die Basis dieses Moortyps. Einzelne Erhebungen (Bulte) aus Torfmoos, Rosmarinheide, Moosbeere und Heidekraut verleihen dieser Fläche ein besonderes reisvolles Aussehen. 


Auf sumpfigen Grund entdecken wir bereits die erste fleischfressenden Pflanzen den Rundblättrigen und den Mittleren Sonnentau (Bilder). Zum Glück für Menschen völlig ungefährlich! Der Rundblättrige Sonnentau sitzt auf Moospolstern, der Mittleren Sonnentau bewohnt die Ränder der Moorlöcher. Diese Pflanzen sind Sonnenkinder und als Leimrutenleger ganz vortrefflich ausgestattet. Die Blätter bilden über dem Boden eine Rosette. Sie sind mit kurzen, rötlichen Drüsenhaaren bestückt, an deren Ende klebrige Tröpfchen sitzen. Insekten werden durch das Glitzern angelockt und lassen sich auf die Pflanze nieder. Damit sind sie buchstäblich auf den Leim gegangen. Alles Zappeln und Flügelgesurre ist vergeblich. Langsam schließen sich die Härchen und sorgen für die Verdauung des Mückenbratens. Die Weichteile des Insektes werden aufgelöst, so dass sie vom Blatt aufgesogen werden können. Flügel, Beine und Panzer werden, wie es sich für einen gesitteten Gourmet gehört, übriggelassen. Man schätzt, dass eine einzelne Sonnentaupflanze bis zu 2000 Insekten den Sommer über vertilgt. Ähnlich teibt es auch das Fettkraut in den Niedermoorbereichen. In den Wasserlöchern breiten sich der ebenfalls fleischfressende Wasserschlauch und die faszinierenden Blüten des Fieberklees aus.

Einzelne Moorbirken und bizarr aussehende Rotkiefern gedeihen auf dieser Moorfläch. Einige Moorlöcher, der schwankende Boden und der aufsteigende Moosnebel regen unsere Fantasie an. Man hört ja immer wieder von Irrlichtern, die über das Moor schweben und auf Seelenfang aus sind. Schon ein wenig gruselig!

Kennst du die Sage vom Irrlicht?
Es mag so gut 100 Jahre oder mehr her sein. Der Schuster Stöffl kommt von seinem Jahrtag der Schuster bei einbrechender Nacht gerade an den Moorwiesen bei Herating vorbei, als ein kleines Licht aus dem sumpfigen Moorgrund steigt und auf ihn zuschwebt. Dem Stöffl fährt der Schrecken in die Glieder und er treibt seine Beine zum Eilschritt an. Doch wenn er einen Blick nach hinten wagt, sieht er zu seinem Grausen, dass das seltsame Licht noch immer hinter ihm her ist. Nun will er ihm durch Laufen entfliehen, aber er kann es nicht abschütteln. Es ist so schnell wie eine Fledermaus udn weicht ihm nicht von der Seite. Schweißgebadet kommt er bei den ersten Häusern in Ibm an und hofft, nun werde ihn das unheimliche Flämmchen verlassen. Er keucht durch das Dorf und sieht zu seinem Entsetzen das Lichtlein noch immer hinter sich schweben. Bei der Schmiede, dem letzten Haus des Dorfes, pocht er in großer Verzweiflung an die Türe und bittet um Weihwasser. Das Licht hat sich inzwischen auf der Wehrmauer an der Staße niedergelassen. Der Stöffl bekommt Weihwasser, schleicht sich an und besprengt das Lichtlein nun damit. Das Leichtlein erlischt und so ist wieder Seele erlöst und der Stöffl kann seinen Weg beruhigt fortsetzen.

Wir wandern weiter in das Herzstück dieser unglaublich stimmungsvollen Moorlandschaft und genießen den weiten Blick in die Übergangsmoorbereiche. Wir kommen zur Abzweigung Kleiner / Großer Rundweg und legen einen Stopp beim Moorbad ein. Auf dem Steg nehmen wir Platz und lassen unsere Füße in die erfrischende Kühle des Moorsumpfes eintauchen. . Ups, was blubbert den da? Blasen vom Sumpfgas (Methan) steigen aus der Tiefe auf! Da wir ja auch das Badezeug dabei haben, entschließen wir uns daher, diese Vorgänge genau zu erkunden. Auf einer Tafel wird ja zum Moorbaden eingeladen! Wir wagen uns in dieses moorige Schlammbad. Toll, dieses Gefühl, den Moorgatsch zwischen den Zehen und auf der Haut zu spüren. Wir genießen die kühle, wohltuende Wirkung dieses Moorbades. 

Erfrischt wandern wir am Großen Rundweg links weiter und erblicken bald drei düstere "Moorgeisterbäume". Auf deren Ästen sollen ja die Moorgeister und die Irrlichter sitzen, aber auch das Moorweiberl soll an dieser Stelle besonders gerne auf die feschen Jünglinge lauern und sie ins Moor locken. Wir verlassen diesen gespenstischen Ort und schlendern weiter durch die sagenumwobene Urlandschaft...

I - Was wurde durch die Entwässerung trocken? (Buchstabenanzahl)

Bald erreichen wir eine Stelle, wo uns zwei dunkle Mooraugen direkt anblicken und schon wieder sehen wir Blasen aufsteigen. Was da wohl dahintersteckt? Wir stehen direkt vor einem Schwingrasenmoor. Diese Moorflächen sind nur mit einer dünnen Moos-und-Gräser-Schicht überwachsen. Beim Betreten dieser Fläche würde man sofort "versumpfen". Wir schaukeln ein wenig am Weg und der ganze Moorboden wackelt wie Pudding. Auch die einzelnen Bäume schwingen eingenartig. Wir entdecken wieder das Torfmoos und viele Sonnentaupflanzen. Da fällt mir ein, dass beim Vertorfen der Pflanzen Gas entstehen soll - ob das die Ursache für die Blubberblasen Ist? 

Weiter geht es zur Torfhütte. An diesem Platz wurden früher die Torfwasen, die aus den Hochmoorbereichen gestochen wurden, nachgetrocknet. Hier finden wir Informaitonstafeln über die Tier- und Pflanzenwelt des Moores und eine schematische Darstellung des Aufbaues dieses Moores. 

J - Welche giftige Schlange kannst du im Ibmer Moor antreffen? (Buchstabenanzahl)

Eine gemütliche Bank lädt zum Errechnen der Koordinaten und  zum Verspeisen der mitgebrachte Jause ein.

Anschließend genießen wir noch am Aussichtsplateau den wunderschönen Blick in das Herzstück des Naturschutzgebietes, den Pfeiferanger. 

Der Weg führt nun zur Hackenbuchener Straße, wo unser CM auf uns wartet. Bevor wir aber ins Auto steigen, fällt noch eine Gedenktafel auf. Hier sind im November 1886 zwei Arbeiter beim Brunnenbau in der Planckischen Gutsverwaltung durch Moorgas ums Leben gekommen. Der handgegrabene Brunnen war bereits 18 Meter tief und nur mehr die Brunnenstube musste eingesetzt werden. Nach dem Mittagessen begab sich ein Brunnenmacher in den Brunnen. Er wurde sofort von einer Ohnmacht befallen. Dessen Bruder, der Nachschau hielt, begab sich hierauf ebenfalls in den Brunnen. Doch kaum unten angekommen, ereilte ihn das gleiche Schicksal. Als dieselben nach zwanzig Minuten noch immer nicht zum Vorschein kamen, stieg ein dritter Arbeiter hinab, der ebenfalls ohnmächtig wurde. Er kam aber wieder zu sich und konnte Hilfe holen. Die beiden Brunnenmacher aber konnten nicht mehr gerettet werden. Wie sich nach umfangreichen Untersuchungen herausgestellt hatte, war während der Mittagszeit Sumpf- und Stickgas in den Brunnen geströmt. 

Ich wünsche euch a schöne Zeit im Ibmer Moor und würde mich über zahlreiche Bilder zu jeder Jahreszeit freuen.

Glg reini1

Hier findest du den Cache:

N 48° 03.A*J+A+B-E+G+I
E 012° 57.E*I+J+J*B*C-E*J+D

 

Wartungsliste:
24.02.2023 - Listing aktualisiert
04.05.2021 - Neuen Cache ausgelegt, Spoiler im Checker erneuert.

 

 

 

Additional Hints (No hints available.)