Die weitläufige Wiesenlandschaft vor Ihnen ist Heimat von vielen Tieren und Pflanzen. Durch die Nutzungsintensievierung und rasante Siedlungsentwicklung im Rhein-Neckar-Raum gehen immer mehr wertvolle Wiesen verloren und viele Arten des Offenlands sind dadurch gefährdet. Durch die Ausweisung als Naturschutzgebiet im Jahr 1993 konnte hier eine Fläche von 69 ha eine besonders wertvolle Wissenlandschaft erhalten werden.
Das Gebiet ist geprägt von unterschiedlich feuchten Wiesen, die von Hecken und Feldgehölzen umgeben sind. In den etwas trockeneren Bereichen fältt im März und April die gelb blühende Arznei-Schlüsselblume ins Auge. Im Mai locken Wiesen-Salbei, Acker-Witwenblume, Wiesen-Glockenblume und viele andere Planzenarten mit ihren leuchtenden Blüten Bienen und Schmetterlinge an. In den feuchteren Bereichen gesellen sich Arten wie die Kuckucks-Lichtnelke dazu, die mehr Nässe an den Wurzeln vertragen.
Die Hecken und Gehölzstreifen auf den Wiesen dienen vielen Vögeln, z. B. der Dorngrasmücke, als Versteck und Brutplatz. Weniger heimlich leben Störche und Graureiher, die Sie oft auf der Suche nach Fröschen, Regenwürmern und Mäsen auf den Wiesen beobachten können. Auch viele Greifvögel, wie der Rotmillan, gehen in den Nusslocher Wiesen auf die Jagd.
Der einst vollständig kanalisierte Leimbach fließt heute wieder in seinem natürlichen Bott. Mit etwas Glück können Sie hier den Eisvogel auf der Jagd nach kleinen Fischen beobachten oder die zahlreichen Libellen, die den Leimbach als Lebensraum nutzen.