Ich freu mich schon, so manchen Cacher, während meiner Schicht zu erspähen 😉😊
Happy Hunting!
Kurze Geschichte zum Unternehmen:
Die Wienerberger AG ist mit 197 Werken in 30 Ländern der größte Ziegelproduzent weltweit, die Nr. 1 bei Tondachziegeln in Europa und hält führende Positionen bei Betonsteinen in Zentral-Osteuropa und bei Rohrsystemen in Europa. Die Konzernzentrale des Unternehmens befindet sich in Wien. Im Jahr 2017 (2016) waren 16.297 (15.990) Mitarbeiter beschäftigt.
Durch den Trend in den USA, Bauten aus festen Baustoffen zu errichten, der nicht zuletzt durch den Hurrikan Katrina im Jahr 2005 gesteigert wurde, gelang es Wienerberger auch in den USA durch General Shale Brick Inc. zur Nummer eins aufzusteigen.
Geschichte
Das Unternehmen wurde 1819 von Alois Miesbach (1791–1857) in Wien gegründet. Basis waren die reichen Vorkommen an tonhaltigen Lehmen am Südrand von Wien (Raum Wienerberg). Auf dem geschichtsträchtigen Boden wurden von Miesbach im Jahr 1841 zahlreiche Meilensteine aus dem Römischen Reich aus der Zeit des zweiten und dritten Jahrhunderts gefunden. Die Funde befinden sich im Kunsthistorischen Museum.
Nach dessen Tod im Jahre 1857 wurde das Unternehmen von seinem Neffen Heinrich von Drasche-Wartinberg übernommen und auf einen Mitarbeiterstand von knapp 10.000 gebracht. Die Arbeitsbedingungen in den Ziegelgruben waren branchenüblich schlecht und hatten sich 1869 nach dem Börsengang des Unternehmens weiter verschlechtert. Die meist aus Böhmen und Mähren stammenden Lohnarbeiter („Ziegelböhm“) mussten im Schnitt 15 Stunden täglich arbeiten, Wochenende oder arbeitsfreie Tage gab es nicht. Der Lohn wurde überdies meist nicht in Geld, sondern in Blechmarken ausbezahlt (Trucksystem; „truck“ bedeutet Tausch bzw. Tauschhandel), die nur in den betriebseigenen Kantinen eingelöst werden konnten. Diese Zustände griff der junge Arzt und Journalist Victor Adler in seinen sozialkritischen Reportagen auf, die eine Entwicklung einleiteten, die Victor Adler 1888 zum Parteivorsitzenden der Sozialdemokratische Arbeitnehmerpartei (SDAP) und erfolgreichen Sozialreformer werden ließen. Bei den Ziegelwerken brachte sie zunächst die Abschaffung des seit 1885 ungesetzlichen Trucksystems und nach dem Ziegelarbeiterstreik des Jahres 1895 weitere soziale Reformen.
Die Gesellschaft konnte vom großen Bauboom der Gründerzeit profitieren und schüttete im Jahr 1887 insgesamt 490.000 Gulden an Dividende aus, was einem Gewinnanteil von 12 Prozent entsprach. Auch in Kroatien, Ungarn und Böhmen hatte die Firma Werke, die sie aber infolge des Ersten Weltkrieges im Jahr 1918 verlor. Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges wurden 1945 große Teile der Erzeugungsstätten bei Wien durch Bombenangriffe zerstört.
Schwierige Zeiten nach Kriegsende und der erfolgreiche Vormarsch des Baustoffes Beton erforderte eine Expansion auch in diesem Bereich. Der Bedarf an Baumaterialien zur Sanierung der Kriegsschäden brachte nach dem Krieg einen erneuten Aufschwung.