Yellow stone and red color
Allgemeines
zur Sächsischen Schweiz und somit auch zum Lilienstein.
Vor etwa 65 Millionen Jahren (an der Grenze zwischen Kreide und Tertiär) zog sich das Meer zurück, und die Erosion begann, die typischen Landschaftsformen zu schaffen. Täler schnitten sich ein, und Verwitterungsschutt wurde abtransportiert. Die bizarren Absonderungsformen kommen durch die fast waagerechten Schichtfugen des dickbankigen Sandsteins und die senkrechten Klüfte zustande, die das Gestein in Quader zerlegen. Weichere Schichten verwittern schneller. Es entstehen tiefe Kerben in den Felswänden, und irgendwann bricht das Gestein entlang einer senkrechten Kluft ab. Die so entstandenen quaderförmigen Felsberge heißen »Steine« (Lilienstein, Königsstein, Pfaffenstein). Neben diesen Tafelbergen gibt es stark zerklüftete Felsreviere mit bizarren Nadeln und Türmen, Zinnen und Höhlen sowie Schluchten und Klammen wie z.B. die Schrammsteine und das Umfeld der Bastei. Zwischen ihnen liegen die Täler der Nebenflüsse der Elbe, die »Gründe« genannten werden. Die Verwitterung hat die ehemals zusammenhängende Sandsteintafel in schroffe Blöcke zerlegt.
Interessante Fakten zur Verwitterung
Durch ganz natürliche Prozesse wie Humuszersetzung und chemische Umwandlung von Pyrit bildet sich im Boden in geringer Menge Schwefelsäure. Diese
Säure löst die tonigen und kalkigen Bindemittel des Sandsteins und bildet verschiedene Salze, vorwiegend Gips und Alaun. Diese Stoffe sind im Grundwasser gelöst und werden vom Wasser durch den porösen Sandstein transportiert. Trifft das Wasser auf eine tonige Zwischenlage im Gestein, so kann es nicht durch diese Schicht dringen. Es bewegt sich an dieser Schicht entlang, bis es an einer Kluft beispielsweise aus den Fels tritt.
Hier beginnt die direkt sichtbare chemische Verwitterung. Das Wasser kann verdunsten und zunächst scheidet sich der schwerlösliche Gips wulstartig um die
Austrittsstelle ab. Er zementiert die Sandkörner fest aneinander. Bei der weiteren Verdunstung kristallisiert das leichter lösliche Alaun aus. Es bildet kleine Kristalle
(Oktaeder) und sprengt die Sandkörner ab. Über längere Zeit bildet sich ein Höhlchen und es entstehen die typischen Wabenmuster am Fels.
Sind sie von dunkler Farbe und der Boden ist nicht mit hellem, losem Sand bedeckt, so ist die Verwitterung zur Ruhe gekommen. Jedoch findet man oft, gerade unter Überhängen, helle Stellen, sogenannte fressende Wunden. Hier ist die chemische Verwitterung aktiv. Streicht man über die helle Felsoberfläche, so krümelt der Sand ab. Bei genauer Betrachtung einer solchen "Wunde" kann man weiße oder hellgraue kristalline Krusten entdecken. Das ist auskristallisiertes Alaun. Wegen seines bitteren Geschmacks wird es auch Bittersalz genannt.
Wurde nun durch sauren Regen über Jahrzehnte oder schon über ein Jahrhundert Säure mit dem Wasser eingetragen, ist es durchaus sehr wahrscheinlich, dass die
chemische Verwitterung auch von unseren zurückliegenden Schwefeldioxidabgasen profitiert und unsere Felsen darunter leiden. Oft kann man auch jetzt noch erneut aufbrechende chemische Verwitterung unter alten, scheinbar festen Wabenformationen feststellen.
Die Besonderheit vor Ort
Vor Ort findet ihr eine sehr interessante Stelle vor. Hier könnt ihr mehrere bemerkenswerte Dinge sehen und genauer untersuchen.
1. Ihr könnt erstens sehr gut die Verwitterung von Sandstein sehen. Dabei ist es bemerkenswert, dass es Stellen gibt, die sehr Verwitterungsresistent sind und, wie weiter oben beschrieben, die Verwitterung zur Ruhe gekommen ist. Aber auch Stellen, quasi gleich neben an, wo es sogenannte fressende Wunden gibt.
2. Auch kann man hier nicht nur einfach Färbung von Sandstein sehen, wie in diesen Fall die Verfärbung durch Eisen (Hämatit), sondern wie sich aus der Hämatitader der darunterliegende Sandstein durch das auswaschen und das in den darunterliegenden Sandstein diffundiert Eisen sich verlaufsförmig Verfärbt und ihn damit nicht nur eine schöne Farbe verleit, sondern ihn auch noch Verwitterungsresistenter macht.
3. Und hier findest du hier Sandstein, der eine sehr helle Farbe aufweist, was auf einen sehr geringen Anteil an Mineralien hinweist und diesen Sandstein dadurch besonder empfindlich gegenüber Verwitterung macht, weil dieser weniger fest gebunden ist.
Am Fuße des Lilienstein
Begebt euch zu den Listingskoordinaten und findet diese Stelle mit Hilfe des Bildausschnittes
und schaut euch hier genauer um:

Bitte beachtet dabei, das ihr hierzu den Weg nicht verlassen müsst !
Nun beantwortet bitte folgende Frage :
Fragen:
1. Könnt ihr Verwitterung die zur Ruhe gekommen und sogenannte fressende Wunden erkennen ?
Beschreibt bitte mit eigenen Worten wie sich diese unterscheiden.
2. Könnt ihr Ablagerungen von Alaun finden ?
3. Warum erscheint der Sandstein manchmal heller und andere Stellen mehr verfärbt?
4. Schaut euch die Stelle vom Bildausschnitt genau an und beschreibt mit eigenen Worten
wieso sich dieser Sandstein so verfärbt hat und wie es dazu gekommen ist.
5. Beschreibt die Schichtung der Stelle vom Bildausschnitt vom Boden bist in ca. 2m Höhe
6. Macht bitte ein individuelles Bild an den Listingskoordinaten mit Euch,
eurem Maskottchen (oder was ihr möchtet) und füge es dem Log hinzu,
ohne das die beschriebene Stelle deutlich zu sehen ist. (Kein Bild = kein Log !)
Nach den aktuellen Earthcache-Guidelines dürft Ihr den Besuch dieses Earthcaches sofort loggen.
Parallel dazu sendet bitte eine E-Mail an raubritterec@gmail.com mit Yello + Cachernamen im Betreff
oder auch über den Messager !
Sollte etwas nicht passen melde ich mich bei dir.
HINWEIS: Fotos sind mit der Änderung der Earthcache-Guidelines vom 10.06.2019 nicht mehr zwingend optional,
sie dürfen eine Logbedingung sein! Daher werden alle Logs ohne Foto in Zukunft gelöscht.
Genauso werde ich Logs löschen, wo ich keine Antwort zuordnen kann.
Für alle Banner-Freunde gibt es hier auch etwas:

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Quellen: Wikipedia; www.mineralienatlas.de,www.geologie.sachsen.de, www.dav-leipzig.de, eigenes Bilderarchiv