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Auf dem Weg zum Sprung Traditional Cache

Hidden : 1/11/2020
Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   micro (micro)

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Geocache Description:


Diesen cache widmen wir unseren Vorfahren. Bereits im 13. Jahrhundert war Volkesfeld mit dem Floriner Stift und somit auch mit der Pfarrkirche in Obermendig sehr eng verbunden. Es gehörte nicht, wie die umliegenden Orte Wabern, Hausten und Morswiesen, zur Pfarrei Rieden. Da es in Volkesfeld keine eigen Kirche gab und ein Kirchenbesuch in Rieden ohne die Erlaubnis der Grafen von Bürresheim nicht gestattet war, musste für den Gottesdienstbesuch der mühsame Weg nach Obermendig auf sich genommen werden. Hierfür gab es wahrscheinlich zwei Wege, die von den Volkesfeldern benutzt wurden. 1. Volkesfeld – Nickseifen, am ehemaligen Langenbahner Hof vorbei, weiter oberhalb des zu Bürresheim gehörenden Waldes bis zur Kreuzung des Weges, der von Rodder Höfe kommt, dann geradeaus weiter. Danach Überquerung der Straße, die von Ettringen nach Bell führt, geradeaus weiter Richtung Hochstein – Flurlage „Auf dem Sprung“ und weiter nach Obermendig. Die zweite Variante führte durch Rieden, wobei Variante 1 der wahrscheinlichere Weg gewesen ist, wollte man sich doch dem Gespött der Riedener nicht aussetzen, dass man einen so langen Weg zur Kirche hatte. Die alte Flurbezeichnung „Auf dem Sprung“ , die ihren Namen angeblich durch den Gottesdienstbesuch der Volkesfelder erhalten haben soll, existiert heute noch. Auch hier gibt es zwei Darstellungen, wie diese Bezeichnung zustande gekommen ist. Einmal heißt es, die Volkesfelder hätten, wenn sie die Stelle unterhalb des Berges Hochstein erreicht hätten, gesagt, dass es „nur noch einen Sprung“ bis zur Kirche sei. Die andere Version ist, dass die Messdiener im Obermendiger Kirchturm Auschau nach den Volkesfeldern hielten. Sobald sie diese sahen, wurde ausgerufen „Die Volkesfelder sind auf dem Sprung“ und die Glocken wurden geläutet. Dies war dann für die Mendiger das Zeichen, in die Kirche zu gehen, damit die Volkesfelder nicht die besten Plätze in der Kirche einnehmen konnten. Da die alten Leute von Volkesfeld aufgrund des langen und mühseligen Weges mit zweirädrigen Perde-Karren zur Kirche nach Obermendig gebracht wurden, war man hier schnell der Meinung, dass es sich bei den Volkesfeldern durchweg um reiche Leute handeln musste. Ein Lied entstand, welches noch heute einigen älteren Obermendigern, aber auch Volkesfeldern, bekannt ist. „Of Volkesfeld, do leid et Jeld of Hafe. Do hölt me en Löffel voll on ißt sech satt, dann läuft me. Daumefinger, Elleboge, Daumefinger, Elleboge, of Volkesfeld, do leid et Jeld of Hafe.“ Auch der Spitzname für die Volkesfelder „Volkesfelder Breilöffel“ entstand zu der Zeit, da man die Kirche in Obermendig besuchen musste. Bevor man sich wieder auf den beschwerlichen Heimweg machte, wurden die Volkesfelder von befreundeten Obermendiger Bürgern mit einer Breispeise gestärkt, welche hastig mit einem Löffel verschlungen wurde, um die Fuhrwerke nicht zu verpassen, die einen wieder nach Hause brachten. Im 17. Jahrhundert erhält Volkesfeld dann die offizielle Erlaubnis, den Gottesdienst in Rieden zu besuchen. "Hier handelt es sich um ein Naturschutzgebiet/Biotop, die offiziellen Wege müssen zu keiner Zeit verlassen werden."

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