Der 500 Jahre alter Feldofen zum Kalkbrennen

Kalk war nicht nur für die Tier- und Pflanzenwelt lebensnotwenig, auch der Mensch kann trotz des modernen Zeitalers ohne Kalk nicht auskommen.
Kalksteine wurde bereits in der Anitke abgebaut und zu Brandkalk bzw. Kalkmörtel weiterverarbeitet. Frisch gebrochene Kalksteine eigneten sich für den Brand am besten, denn ein nasser Stein gibt seine Kohlsäure leichter ab.
Im September 2001 kamen hier im Zuge des Radwegausbaues Reste von drei spätmitteralterlichen Feldöfen, welche vermutlich von der Grundherrschaft Hainfeld zum Kalkbrennen verwendet worden sind, zum Vorschein. Ein angeschnittener Feldofen wurde an seinem ursprünglichen Platz rekonstruiert und soll als Kulturdenkmal der Nachwelt erhalten bleiben.
Das dazu notwendige Kalkgestein baute man in der ersten Kehre händisch ab. Das Holz für den Brennvorgang entnahmen die Kalkbrenner aus den umliegenden Herrschaftswäldern. Die Brenndauer lag je nach Größe zwischen 35 bis 50 Stunden. Die Gare der Steine erkannte der erfahrene Kalkbrenner an der weissen Farbe, am heftigen ´Weissglühen (1200° C) der Steine und der lockeren, wolligen Masse unter der Decke. Schlecht gebrannte Steine erkannten die Kalkbrenner bereits am Gewicht.
Vgl: Schautafel vor dem Feldofen, Stand Jänner 2020
Es ist nicht notwendig über die Absperrung zu steigen - Bitte nichts zerstören.
Viel Spaß beim Cachen wünscht Sonnenschein & Chris.