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Das Pleistozän am Rande der Rheingrabenverwerfung EarthCache

Hidden : 1/27/2020
Difficulty:
2.5 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:


RELOADED

Nun konnte ganz in der Nähe des Vorgängercaches ein weiterer, sehr schöner Aufschluss zu dieser Thematik ausgemacht werden.

Das Pleistozän ist ein Abschnitt in der Erdgeschichte, der etwa 2,5 Millionen Jahre dauerte (von 2,588 - 0,0117 Millionen Jahren). Geprägt ist dieser Zeitabschnitt durch den Wechsel von Kalt- und Warmzeiten. Bis in das 19. Jahrhundert wurde das Pleistozän mit Bezug auf die Sintflut als Diluvium bezeichnet (lateinisch diluere = weg waschen = Überschwemmung).

Das Pleistozän wird auf der geologischen Zeitskala in vier Abschnitte eingeteilt:

Jungpleistozän (0,126 - 0,0117 Mio. Jahre)

Mittelpleistozän (0,781 - 0,126 Mio. Jahre)

Altpleistozän (1,806 - 0,781 Mio. Jahre)

Gelasium (2,588 - 1,806 Mio. Jahre)

Das Jungpleistozän wird geographisch wiederum unterschieden in:

Würm-Kaltzeit (Alpen und Alpenvorland)

Weichsel-Kaltzeit (Norddeutschlandund Skandinavien)

Devensische Vereisung ( Im Bereich der Britischen Inseln)

Wisconzin-Kaltzeit (Nordamerika)

In diese Zeit fällt auch die Kulturentwicklung und Verbreitung des heutigen Menschen.

Im Pleistozän nahm die physikalische Verwitterung zu, während die chemische abnahm. Dadurch veränderten sich die Korngrößen der Sedimente. Mit der jährlichen Erwärmung konnte der Wind sandige und schluffige Substanzen aus den trockenen Schotterfeldern aufnehmen und verwehen. Unter steppenzeitlichen Bedingungen erfolgte die Löss-Bildung. Die Vegetation, die vor allem aus Gräsern bestand wirkte als Lösfänger. Häufig bilden sich im Lös Kapillare, die einen positiven Wasserhaushalt bewirken, den Boden belüften und stabilisieren. In der Rheinebene ist der Lös in den Kaltzeiten des Pleistozäns entstanden.

Abb. 1: Am Parkplatz, dem Ausgangspunkt der kurzen Exkursion

Löss ist ein homogenes, ungeschichtetes, hellgelblich-graues Sediment, das vorwiegend aus Schluff besteht. Löss ist gewöhnlich ungeschichtet, unverfestigt und sehr porös.

Löss wird ganz überwiegend vom Wind abgelagert, nach der Ablagerung im Boden aber meist weiter verändert. Häufig wird daneben ein gewisser Karbonatanteil als wichtiges Kriterium angesehen. Die Einzelpartikel im Löss haben eine vorherrschend eckige Form. Daher rührt seine hohe Standfestigkeit, welche die Bildung von Lösswänden an Flussufern, in Hohlwegen und die Entstehung von Ackerterassen begünstigt.

Lös ist das Ausgangssubstrat für die ackerbaulich günstigsten Böden weltweit.

Lehm ist eine Mischung aus Sand (Korngröße über 63 tausendstel Meter). Schluff (Korngröße über 2 tausendstel Meter) und Ton (Korngröße unter 2 tausendstel Meter). Er entsteht entweder durch Verwitterung aus Fest- und Lockergesteinen oder durch die unsortierte Ablagerung der angeführten Bestandteile. Unterschieden werden je nach Entstehung Berglehm, Gehängelehm, Löslehm (Lös), Geschiebelehm (Gletscher) und Auenlehm (aus Flussablagerungen). Lehm ist weit verbreitet und leicht verfügbar, er stellt einen der ältesten Baustoffe dar.

Die Mischungsverhältnisse von Sand, Schluff und Ton können innerhalb definierter Grenzen schwanken. In kleinen Mengen kann noch größeres Material (Kies und Steine) darin enthalten sein. Lehm mit nennenswertem Gehalt an Kalk, etwa in Folge wenig fortgeschrittener Verwitterung oder bei der Entstehung durch Ablagerung kalkigen Materials, wird als Mergel bezeichnet.

Lehm ist nicht so plastisch und wasserundurchlässig wie reiner Ton, da die Korngröße der Bestandteile Sand und Schluff größer ist. In feuchtem Zustand ist Lehm formbar, in trockenem Zustand fest. Bei Wasserzugabe quilt Lehm, beim trocknen schwindet oder schrumpft er, was im Lehmbau besonders zu beachten ist. Lehm als Baustoff speichert Wärme und wirkt regulierend auf die Luftfeuchtigkeit.

Früher war ganz in der Nähe auf der anderen Seite der Verbindungsstraße Zunsweier - Diersburg eine von mehreren Lehmgruben in der Region in Betrieb. Heute wird diese als Mülldeponie verfüllt. Über einer anderen befindet sich heute ein Neubaugebiet.

Ergänzender Hinweis: Im Aufschluss vor Ort sind an vielen Stellen kreisrunde Löcher zu sehen. Die Löcher sind die Eingänge zu den Bruthöhlen von Wildbienen.

Abb. 2: In der Nähe der Listingkoordinaten

Um diesen Cache zu loggen begib dich vor Ort und beantworte die nachfolgenden Fragen über mein Profil. Danach kann geloggt werden. Sollte etwas nicht stimmen, werde ich mich melden.

1. Sind in dem Aufschluss unterschiedliche Schichten oder Einlagerungen zu erkennen ?

2. Nimm bei den Listingkoordinaten ganz oben und ganz unten jeweils eine Probe und mache dabei zwei Versuche:

2.1. Reagiert die Probe auf Essigsäure, also ist diese kalkhaltig ? Handelt es sich demzufolge um Mergel oder Lehm ?

2.2. Gib eine kleine Menge Wasser hinzu: Lässt sich die Masse dann modellieren ? Handelt es sich demzufolge um Lös oder Lehm ?

2.3. Gibt es bei den beiden Versuchen Unterschiede zwischen der oberen und der unteren Probe ?

2.4. Ergebnis: Handelt es sich nach deiner Untersuchung demzufolge entsprechnd des Listings um Mergel, Lös oder Lehm ?

3. Weshalb ist die Böschung hier nahezu senkrecht ?

 

Viel Spass bei der Erkundung !

Quellenangabe: Wikipedia

Bilder: Eigene Aufnahmen

Additional Hints (No hints available.)