
SIE KAMEN, SIE KÄMPFTEN, SIE EROBERTEN
Die Römer, die zu ihrer Zeit so gut wie ganz Europa eroberten, kamen nie bis nach Irland, aber die irischen Mythen sind von Invasionen geprägt. Sie erzählen, wie verschiedene Völker von weit entfernten Orten nach Irland segelten - und prompt begannen, die Einheimischen zu verprügeln (wie bspw. die Fomorianer und die Tuatha Dé Danann). Manchmal gewannen die Invasoren (Bspw. die Milesianer) und warfen alle anderen (Tuatha Dé Danann) hinaus, manchmal schlossen sie Frieden und teilten sich das Land (die Fir Bolgs). Einige dieser Invasoren waren außergewöhnlich: Riesen, einbeinige Männer, mächtige Krieger mit mächtigen magischen Artefakten (wieder die Fomorians). Andere waren gewöhnlich: Helden, die nicht nur Schlachten schlugen, sondern auch durch Irland reisten, heirateten und Kinder bekamen (wieder die Milesianer oder die Partholónianer). Es waren wirklich viele Invasoren.
Die irischen Mythen und Legenden gehören zu den am besten erhaltenen Beispielen der keltischen Mythologie, die wir kennen. Die irische Kultur und die irischen Traditionen hatten bis zum Aufkommen des Christentums im 7. Jahrhundert wenig Einfluss von außen.
DIE KARTE DER IRLISCHEN WELT
Die irischen Mythen sind eng mit der Realität Irlands selbst verbunden: seine Menschen, seine Geographie, sogar sein Wetter. Sie liefern magische Erklärungen für reale Phänomene wie den Giant's Causeway (weiter unten steht die Sage) oder den dichten Meeresnebel, der die Insel vor Eindringlingen schützte. Es ist ein Land voller Zauber und übernatürlicher Wesen, in dem man nach Tír na nOg (das "Land der Jugend") reisen und den Sídhe, den Feenvölkern begegnen kann.
Eine Gruppe von Siedlern teilte das Land in fünf Regionen auf. Diese Regionen und viele andere Orte, die in den Legenden beschrieben werden, existieren noch heute in Irland (und sind sogar eigene Geocaching Souvenirs!).
VERBREITUNG
Die irischen Mythen waren Teil der größeren keltischen Kultur. Die Kelten verbreiteten sich in Westeuropa von Kleinasien über das heutige Italien, Deutschland, Frankreich, Spanien und die britischen Inseln.
DIE SAGE
Fionn Mac Cumhail baut den Damm der Riesen
Fionn Mac Cumhail ist ein mächtiger irischer Held. Eines Tages beschloss er, einen Steinweg über das Meer zwischen Irland und Schottland zu bauen, damit er dort hinübergehen konnte, ohne nasse Füße zu bekommen. Leider beschloss ein schottischer Riese namens Benandonner, den Weg zu nutzen, um nach Irland zu kommen und Fionn zu einem Kampf herauszufordern.
Fionn war vielleicht mutig, aber er war nicht dumm. Er wusste, dass er Benandonner, der viel, viel größer war als er, nicht besiegen konnte. Also schmiedete er einen raffinierten Plan: Er verkleidete sich als Baby und bat seine Frau, Kuchen zu backen, in dem Eisenstücke versteckt waren. Als Benandonner eintraf, erklärte Fionns Frau, dass ihr Mann unterwegs sei und gleich zurückkommen würde. Sie bot dem Riesen etwas Kuchen an. Benandonner akzeptierte und biss sich mit einem gewaltigen Biss die Zähne an dem darin verborgenen Eisen aus.
Als er sah, dass das Baby den Kuchen ohne Probleme aß (Fionns Kuchen hatten natürlich kein Eisen drin), begann Benandonner in Panik zu geraten. Wenn das Baby so groß war und so starke Zähne hatte, wie stark würde dann sein Vater sein? Benandonner floh zurück nach Schottland und zerschlug einen Teil von Fionns Damm, um sicherzustellen, dass er ihm nicht folgen konnte.
DAS RÄTSEL
(Hier enden die wirklichen Fakten, das nachfolgende hat sich der Owner frei ausgedacht.)
Fionn Mac Cumhail war wie schon gesagt, nicht dumm. Für den weiten Weg von Irland nach Schottland musste er großes Wissen mit bringen, über Statik, Geologie, Aquaristik und vieles mehr. Dazu kommt noch, dass ihm die sechseckigen Felsen von unterschiedlichen Steinbrüchen geliefert wurden und sie unterschiedlich hart waren! Fionn teilte die Steine in unterschiedliche Härtegrade ein, von 1 - 9.
An einer besonders kniffligen Stelle, hatte er die wichtigsten Steine (dunkelgrau) schon gesetzt. Aus seinen Untersuchungen des Meeresgrundes und des Wellengangs wusste er, dass er nun die genau richtigen Härtegrade um die gesetzten Steine herum verteilen müsse. Die Summe der Härtegrade um die schon gesetzten, dunkelgrauen Steine, muss einer exakten Zahl entsprechen. Er notierte sich die jeweilige Zahl auf die dunkelgrauen Steine. Dabei durften sich die Härtegrade, die an denselben dunkelgrauen Stein grenzen, nicht wiederholen.
Waren die umringenden Steine in Summe zu weich, würden die Wellen den Pfad wegspülen. Zu hart, und der Weg läge zu wenig dynamisch in den Fluten.
Stellenweise war dies einfach. Aber an folgender Stelle hatte Fionn Mac Cumhail ein echtes Problem. Einen Zwischenstein hatte er schon gesetzt, ob ihm das bei der Lösung hilft? Außerdem, hat er seine Werkzeugdose verloren... Helft ihm!

