Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde
In Wilhermsdorf bestand eine jüdische Gemeinde bis 1938. Ihre Entstehung geht in die Zeit des 15./16. zurück Jahrhundert. Der älteste Grabstein auf dem Friedhof ist nach einer Erinnerung aus dem Jahr 1842 auf dem Jahr 1452. In einem Salbuch (Güterverzeichnis) von 1568 wird bereits eine jüdische Gemeinde mit Synagoge (Judenschule) und einem Friedhof genannt.
Zur
Geschichte der Synagoge Eine Judenschule wird bereits im
Salbuch von 1568 genannt.
Nach einer Darstellung bereits 1510 eine Synagoge vor sein sein. Nach der Ortschronik von Johann Christian Wibel aus dem Jahr 1742 wurde die Synagoge im dreißigjährigen Krieg zerstört. 1727 wieder eine Synagoge errichtet. Der an angebrachte Hochzeitsstein stammt aber aus dem Jahr 1736.
Diese Synagoge bestand bis 1893,
als der Abbruch des Gebäudes wurde. Im Laufe der folgenden Monate wurde nach den Plänen des örtlichen Baumeisters Streng, Kiesel und Reichel eine neue Synagoge hinter der jüdischen Schule in der Bahnhofstraße erstellt und noch im August 1893 eingeweiht. Es handelte sich um einen Sichtbacksteinbau von 8 mal 11 Meter und eine Höhe von etwa 11 Meter. An alle vier Ecken waren Sandsteinquader hochgezogen, die - wie auch die Sandsteineinfassungen des hohen Fensters - das Gebäude ein repräsentativer Charakter gab gab. Das Gebäude hat einen kleinen Turm. In der Synagoge gab es einige wertvolle Ritualien, unter anderem Torawimpel vom Anfang des 18.
Jahrhunderts, ein Toraschrein-Vorhang (Parochet) von 1789 und zwei Leuchter aus dem Jahr 1855.
1938
wurde die Synagoge von maskierten Jung-Nazis verwüstet.
Danach wurde noch im Oktober 1938 das Synagogengebäude verkauft und in einer Werkstatt um. Dadurch entging das Gebäude der Zerstörung in der Pogromnacht. Später wurde die ehemalige Synagoge als Lagerhalle verwendet und schließlich zu einem Wohnhaus umbaute. Der Hochzeitsstein wurde 1938 zerstört. Die Ritualien wie Torawimpel und andere Ritualien waren nach Fürth wurden und wurden beim Novemberpogrom 1938 zerstört. Einige Torarollen konnten noch heimlich ins verbracht Ausland werden.
Das ehemalige Synagogengebäude steht seit 2018 unter Denkmalschutz.
Die Pinselfabrik Michelsohn & Keiner:
Im Jahr 1881 wurde die Fabrik von Jakob Michelsohn und sein Schwager Julius Keiner gegründet. Mit 120 Beschäftigten war das Pinselhandwerk des großte Arbeitsgeberam Ort. Sie stellen aller Arten an Pinsel, Bürsten und Schrubbere sie.
Das Miteinander endete auch in Wilhermsdorf unwiderruflich in den 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Laut Aufzeichnungen löste sich die jüdische Gemeinde hier nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten bis Oktober 1938 auf, die meisten Mitglieder verließen den Ort. Sie konnte ins Ausland emigrieren oder die Anonymität der Großstädte, weil sie sich dort mehr Sicherheit erhofften.
Aus diesem Grund gab es keine Pogromnacht, aber drangen im September 1938 vermummte
Jugendliche in jüdischen Häusern ein und misshandelten die Bewohner. Die Pinselfabrik Michelsohn & Keiner, wurde "arisiert". Im Dezember 1938 meldete Der Stürmer dann, dass "der Ort judenfrei" sei. Viele der vor allem nach Fürth, Nürnberg oder München verzogenen Juden aus Wilhermsdorf wurden deportiert und ermordet.
Die Hebräische Druckerreien:
Die Druckerei des Isaak Jüdel (1669–1690)
1669 erteilte der Landesherr Wolfgang Julius Graf von Hohenlohe dem Prager Drucker Isaak ben Jehuda Löb Kohn, auch Isaak Jüdel genannt, aus der alten Prager Buchdruckerfamilie der Gersoniden die Erlaubnis, in Wilhermsdorf eine Druckerei, um seine Papiermühlen ein Absatzmarkt zu sichern. Im folgenden Jahr nimmt die Druckerei ihren Betrieb auf. Sein persönlicher Hat Jüdel aus Prag mitgebracht.
Das Ende der ersten hebräischen Druckerei in Wilhermsdorf:
Wibel, nennt für das Jahr 1693 noch ein erschienenes Buch (Zennorenna), obwohl Freimann und Löwenstein das Ende der Tätigkeit der Druckerei von Isaak Jüdel mit 1690 bzw. 1691.
In Wilhermsdorf gibt es bis 1712 keine hebräischen Bücher mehr gedruckt. Wibels Zeitgenosse und Korrespondent, Pastor Cnollen aus Fürth, beurteilte nach Freimann die Wilhermsdorfer Druckerzeugnisse dieser Zeitsätze, Druck und Korrekturen sehr negativ. Offen bleibt die Frage, von spätestens 1693 bis 1712 in Wilhermsdorf nicht gedruckt. Angesichts des in den 1680er Jahren werden ausstoßes können wirtschaftliche Schwierigkeiten als Grund angenommen werden.
Die Druckerei des Zbi Hirsch ben Chajim (1712–1739)
Noch 1712 kaufte der von Wibel als Rabbiner für die Fürther Jude Zbi (Zwi) Hirsch ben Chajim die neu eingerichtete Wilhermsdorfer Druckerei.
Zbi Hirsch ben Chajim ist am 27.06.1683 in Fürth geboren. Er brachte es zum hohenlohischen Hoffaktor, tat sich aber auch auf literarisch-theologischem Gebiet als Autor, Kommentator und Her-ausgeber verschiedener Werke hervor. 1739 kaufte er eine Fürther Druckerei und übersiedelte mit seinem Sohn dorthin. Zbi Hirsch starb am 11.09.1772 in Fürth.
Zbi Hirsch ben Chajim ist am 27.06.1683 in Fürth geboren. Er brachte es zum hohenlohischen Hoffaktor, tat sich aber auch auf literarisch-theologischem Gebiet als Autor, Kommentator und verschiedene Herausgeberwerke. 1739 kaufte er eine Fürther Druckerei und übersiedelte mit seinem Sohn dorthin. Zbi Hirsch starb am 11.09.1772 in Fürth.
Druckexemplare dieser Druckerreien befinden sich heute noch in Bibliotheken von London, Oxford, Frankfurt, Jerusalem und New York.
So ihre Lieben, so viel zur Geschichte.
Nun zum Dosenjagt!
Stellen Sie eure Kutsche, Vehikel, Motorrad, Auto oder sonstiges Fahrzeug am Parkplatz ab. Gerne kann ihr auch mit dem Dampfross kommen.
Sobald ihr erledigt habt, lauft Richtung Ortsmitte (immer Richtung Kirche - der kann man nicht übersehen).
Wichtig, haltet eure Augen offen und behaltet die Ergebnisse für den Bonus !!!
Ihr kommt wie angegeben an drei geschichtlich wichtige Örtlichkeiten vorbei, hierzu stehen Tafeln an den Orten. Die Überschrift der Tafeln ist wie der Cachename.
Diese dürft ihr suchen (nicht immer ganz so einfach), sie verbergen die Antworten.
Stufe 1- Synagoge:
> Von wann bis wann war hier die Israelitische Schule?
Nehm von der ersten Jahreszahl die letzten beiden Zahlen.
A=
Stufe 2- Pinselfabrik:
> In wieviele Bundesländern unterhält die Fabrik Geschäftsverbindungen?
B=
Stufe 3- Druckerei:
> Wieviele Exemplare werden hier gedruckt?
C=
Auch Prima, wenn ihr alle gefunden habt. Können wir ja mit den lustigen Rechnen beginnen.
N 49°28. (A*B)+C-B*2-A+8
E 010° 42.C*2+(A*B)-(B*A)+C*2-B
Schaut, war gar nicht schlimm.
Wenn ihr alles habt, los zum Finale.
Alle Wege sind gut mit Kinderwagen zu machen.
So habt ihr eine schicke kleine Runde durch meinen hübschen Heimatort gemacht.
Ich will es nicht so weit und lange machen, darum nur eine Minirunde durchs Dorf.
Was ihr euch nicht entgehen lassen dürft... lecker essen!
Entweder zum "Berechnen" der Koordinaten bei lecker griechischen Gaumenfreuden "im Brauhaus" bei Elena oder beim Dragan "Gasthaus zur Traube".
Um die Geschichte um das jüdische Leben in Wilhermsdorf komplett zu machen, besuchen wir Judenfriedhof.
Er ist einer der ältesten in der Gegend. Der älteste Grabstein ist von 1452. Betreten darf man ihn nur im Zuge einer Führung, diese und viele andere werden durch unseren Heimatververein organisiert und sind auf der Homepage einsehbar.
https://www.heimatverein-wilhermsdorf.de/
und kleinen Tipp am Rande - behaltet die die Ergebnisse für den Bonus.
Ich hoffe ihr habt Spaß, ich hat es beim Vorbereiten für euch allemal.
Ganz wichtig - ein RIESEN DANK an meinen Bastler und Betatester Glubberer0815, der mich erst zu diesen tollen und vielseitigen Hobby gebracht hat.
Über ein paar nette Worte und vielleicht das ein oder andere Schleifchen würde ich mich freuen. 