Die evangelische Gethsemanekirche ist vor allem durch das Wendejahr 1989 bekannt. Am 2. Oktober 1989 rufen die Mitglieder des Weißenseer Friedenskreises, der Umwelt-Bibliothek und der Kirche von Unten zur Mahnwache in dem Ost-Berliner Gotteshaus auf. Ihr Anlass: Die Inhaftierung von Demonstranten in Leipzig im September. Mehr und mehr Menschen schließen sich den Protesten an und unterstützen die allabendlichen Gottesdienste. Tausende Kerzen bedecken den Vorplatz der Kirche und werden zum Symbol für die friedlichen Proteste.
Nach dem Rücktritt der alten DDR-Führung im März 1990 kommt die erste und einzige frei gewählte Volkskammer der DDR zu einem Gottesdienst in der Gethsemanekirche zusammen. Das Gotteshaus ist weiterhin Treffpunkt der Bürgerbewegung.