Gradiellas Freudenspender

Auf meinen Wanderungen mit dem Owner entlang der Nordseeküste entdecke ich ja immer was neues, interessantes oder spannendes. Aber hier war ich wirklich sprachlos und dachte mir so „ Was für ein Ömmel „ :-)
Nun hatte mich die Neugierde gepackt und ich wollte wissen was sich dahinter verbirgt. Erst einmal hatte ich die Vermutung das das ein ***** ist, aber ist das wirklich so?So wanderte ich also weiter und fand ähnliche Exemplare im Rahmen der Ausstellung „ Kunst am Deich“. Hier erwarten Dich nun Gesteine aus Skandinavien. Genauer gesagt aus Schweden ( Bohuslän und Vänevik, sowie aus Finnland ( Perniö ).
Hauptsächlich wollen wir uns hier mit Migmatite beschäftigen. Migmatite laufen zum großen Teil unter dem Namen Granit. Da liegt daran das die meisten Migmatite granitischen Ursprungs sind und man Granit und Migmatit schnell verwechseln kann. Das ist der Grund warum es bei diesen EC um 2 verschiedene Gesteine geht denn in unserem Fall sind sie untrennbar miteinander verknüpft.
Angefangen bin ich bei den obenstehenden Koordinaten an dem Du auch Dein Cachermobil gegen einen Obolus abstellen kannst.
Direkt daneben findest Du den „Friesendom“. Diese Glocke eingespannt von vier riesigen Stelen aus einen bestimmten Gestein ist nicht zu übersehen. Weiter geht es dann zum „Ömmel“ direkt am Strand und zum „siebten Schöpfungstag“.Du fragst Dich was das ganze nun mit Geologie zu tun hat ?
Na, dann folge mir in die spannende Welt der Gesteine denn hier wollen wir uns heute mit Granit und Migmatit beschäftigen.
Granit:
Feldspat, Quarz und Glimmer, diese drei vergess ich nimmer.... Wenn Du Dir diesen Satz merken kannst und ihn vor Ort auch einen oder mehreren der drei Wegpunkte zuordnen kannst, dann wirst du auch in Zukunft kein Problem damit haben Granit zu erkennen.
Aber wie entsteht Granit eigentlich? Granit ist ein sogenanntes „magmatisches“ Gestein. Flüssige Lava steigt aus den oberen Schichten der Erdkruste auf, schafft es aber nicht wirklich bis an die Oberfläche und bleibt als Art „Korken“ stecken. Diese Lava kühlt nun gaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaanz langsam ab wodurch eine optimale Kristallstruktur der einzelnen Mineralien entsteht. Diese Kristalle sind mit bloßen Auge oft gut zu erkennen.
Die dunklen Mineralien wie Glimmer haben den höchsten Schmelzpunkt und erstarren somit zuerst und findet man deshalb in höheren Konzentrationen im unteren Bereich der Magmakammer. Die hellen Minereralien wie Feldspat und Quarz hingegen, reichen sich aufgrund der geringeren Dichte eher im oberen Bereich an. Diesen Vorgang nennt man Differentiation.
Allgemein kann gesagt werden das Granit eher mittel- bis grobkörnig ist, eine homogene Mineralverteilung aufweist. Die Größe der Kristalle schwankt zwischen 1mm und mehreren Zentimetern. Granit hat eine Dichte von 2,7. Ergo hat ein Block mit 1m³ Volumen ein Gewicht von 2,7t

Granite mit einem Anteil von 40 bis 60% Feldspat sind meist kräftig rot bis rötlich oder rosa, selten bläulich, grün oder blau.
Granite mit einem Anteil von 0 bis 30% Feldspat sind… meist weiß bis weißgrau und nur selten farbig.
Granite mit einem Anteil von 20 bis 40% Quarz sind oft fettglänzend, meist farblos transparent, selten grau, blaugrau oder rosa
Granite mit einem Anteil von 0 bis 15% Biotit verleiht vielen Graniten einen dunklen Kontrast
Migmatit:
Der Name Migmatit stammt aus dem griechischen und bedeutet soviel wie gemischter Stein. Dieses Gestein kann Merkmale eines Gneiss ( Metamorphes Gestein ) oder auch, wie obenstehenden beschreiben wird, eines Granits aufweisen. Darum wird Migmatit auch als Mischgneiss bezeichnet
Migmatit entsteht durch Regionalmetamorphose – ein Vorgang, der während der Bildung von Gebirgen bestehende Gesteine unter hohem Druck und hohen Temperaturen in neue Gesteine umwandelt. Dadurch kommt es abhängig von den Druck- und Temperaturverhältnissen zur teilweisen oder vollständigen Aufschmelzung der vorhandenen Magmatite wie zum Bleistift unser Granit. Die Aufschmelzung findet bei mgmatischen Gesteinen, wie in unserem Beispiel der Granit bei Temperaturen von rund 650°C statt. Ganz schön warm ;-). Besonders auffällig ist das Migmatite eine schiefrige, kristalline Struktur haben. Das heißt die Lagen wechseln sich mit den Ausgangsmaterial ab. Meist in geraden oder welligen Bereichen
Die „Migmatisierung“ findet aber nicht bei allen Mineralien statt,sondern hauptsächlich bei denen mit dem geringsten Schmelzpunkt wie Quarz und Feldspat. Die Mineralien mit höheren Schmelzpunkt, wie zum Beispiel der dunkle Glimmer, bilden daher quasi eine Grenze zu den geschmolzenen Quarz und Feldspat ( siehe Bild ).
Die helleren Mineralien müssen somit eine geschmolzene Struktur aufweisen, während die dunkleren Ihre ursprüngliche Struktur beibehalten haben.

Folgende Begriffe findet bei Migmatiten Ihre Verwendung
Neosom: Das Neosom ist der durch die Aufschmelzung veränderte Teil des Gesteins.
Es besteht aus Leukosom und Melanosom.
Leukosom: Damit werden die hellen, aufgeschmolzenen und neu kristallisierten Bestandteile benannt. Leukosome zeigen oft die typischen Feldspatfarben. Diese sind dann reich an Quarz und Feldspat und zeigen helle ( meist rötliche Farben. Diese Schmelze ist wie ein magmatisches Gefüge meist homogen ( einheitlich ) verteilt.
Melanosom: Das ist der dunkle, übrig gebliebene und noch nicht aufgeschmolzene Teil. Dieser dunkle Bereich besteht zum größten Teil aus Biotit und Hornblende. Somit ist der Melanosom quasi der nur schwer aufschmelzbare Bereich des Ausgangsgesteins.
Bilder: Eigene
Infos: Kurverwaltung Dangast, Buch „Kosmos Mineralienführer“ , Buch "Roland Vinx: Gesteinsbestimmung im Gelände."
Vor Ort findest Du keine Infotafel. Alle Aufgaben lassen sich durch Deine Beobachtungen und durch das Listing erledigen.
1. Beschreibe bei allen 3 Wegpunkten die Struktur und die Färbung des Gesteins.
2. Aufgrund der Färbung kannst Du jetzt sicherlich den Anteil der Mineralien bestimmen ( siehe Listing )
3. Kannst Du an einem oder mehreren Wegpunkten einen Migmatit erkennen und worauf beziehst Du Deine Vermutung. Ist es somit ein reiner Migmatit oder eher ein Granit mit migmatischen Ansätzen ?
4. Auf Grund der massenweisen Weitergabe von EC-Lösungen im Internet stellen GSA und Groundspeak es den EC-Besitzern seit dem 10. Juni 2019 wieder frei, ein Foto als Beweis des Besuches zu fordern.Ein Foto von sich selbst oder eines persönlichen Gegenstandes vor dem Hintergrund des „Ömmels“ ( siehe Wegpunkt ).
Nach Absenden der Antworten auf die Fragen kannst Du sofort loggen. Ich melde mich wenn was völlig falsch ist.
Nun viel Spass wünschen euch
Gradiella und Bohnie ( der olle EC Fetischist )