Herzlich willkommen zu unserem Snatgang Teil 4. Wir gehen gemeinsam die Grenzen von Ottensen ab. Wenn ihr hier steht könnt Ihr rechts die Siedlung sehen....
Sie ist erst in den 1920er Jahren entstanden.
Nach dem ersten Weltkrieg bestand ein sehr großer Bedarf an Ackerland. Die Hungerjahre hatten gezeigt, daß ein Stück eigenes Land von besonderem Wert war. Die Reichsregierung erließ das Reichssiedlungsgesetz am 11. August 1919. Sie schuf damit die Möglichkeit, daß Arbeiter zu Bau- und Pachtland kommen konnten.
Im Landkreis Grafschaft Schaumburg mußte die Forstverwaltung Ländereien zur Verfügung stellen. Sie bot den Siedlern Holzboden in den Jagden 84 und 85 zur Rodung an. Dieser Waldteil des Forstamts Haste lag südlich des Mühlenweges. Bereits Ende September 1919 wurde der Bürgermeister aufgefordert, eine Liste unbemittelter Personen aufzustellen, die um Forstgrund gebeten hatten. Im März 1920 besichtigten Vertreter der Gemeinden Ottensen, Beckedorf, Riepen und Ohndorf die Rodungsflachen.
Nach etlichen Hin und Her erfolgte 1921 die Anzahlung für das zu erwerbende Land. Die neu geschaffene Siedlungsgesellschaft trat als Käufer auf. Die einzelnen Siedler zahlten den Kaufpreis (von der Inflation gertrieben) an die Siedlungsgemeinschaft. Alleine die Vermessung kostete über 500 Millionen Mark.
1924 erfolgte die Abtretung der 24 Hektar Waldfläche an den Landkreis. Die Siedler begannen das Roden und den Bau der Häuser. Nun besaßen die die Siedler wenigstebns 2 Morgen Grund und Boden. Es dauerte Jahre um auf den verholzten Flächen Ernten einzufahren. Bis 1927 die Häuser 41 bis 43 bis 1939 die Nr. 44 bis 58 suf der ehemaligen "Almuths Wiese"
( aus der Dorfchronik von Heinrich Munk 1995)