Hier möchte ich euch ein wenig Goldbacher Geschichte näher bringen.
Funde der Ausgrabungen von 2018 lassen eine Datierung ins beginnende 12. Jahrhundert als wahrscheinlich erscheinen. Vermutlich wurde die Burg mit dem Ausbau von Aschaffenburg als Sicherungsburg erbaut. Ab etwa 1187 sind die Kugelnberger nachweisbar, waren im Dienst von Kurmainz und des Bistums Würzburg, lavierten zwischen den Grafen von Rieneck und waren wohl Gefolgsleute der Staufer-Könige.[2] Die Herkunft der Kugelnberger ist unsicher, auch das verwendete Siegel und Wappenrekonstruktionen sind nicht mit lokalen Adelsschichten oder Ministerialen in Verbindung zu bringen. Kittel sieht die Kugelnberger als einen Zweig der Edlen von Höstebach, die wohl im Nachbarort neben der Kirche ihren Stammsitz hatten, als Strubo de Hostebach weiter diesen Namen führten und fast zeitgleich mit den Kugelnberger urkundlich nach 1295 nicht mehr auftauchen.[3] Vermutlich wurden die Kugelnberger mit der Verwaltung der Burg und deren Ausbau betraut und benannten sich in der Folge nach der Burg selbst. Sie waren die Stifter des nahegelegenen Klosters Schmerlenbach (1218 durch den Würzburger Domherr Gottfried von Kugelnberg) und besaßen viele Güter rund um ihre Burg. Die Pfarrkirche zu Goldbach war ihre Eigenkirche. Schon um etwa 1254 wieder ausgestorben bzw. nicht mehr urkundlich erwähnt, werden sie mit dem wohl verwandten Geschlecht der Waldenberger in Verbindung gebracht.[2] Ihr Verschwinden fand in der Zeit der Spitze des Konfliktes zwischen Kurmainz und Rieneck im Raum Aschaffenburg-Untermain statt. Die Burg lag fast im Zentrum der Auseinandersetzungen, zu denen die sich nördlich befindlichen und nur einen Kilometer gegenüberliegenden Burgen Landesehre (vermutlich auf dem Gräfenberg) und der Burgstall Klosterberg (wohl die Burg Waldenburg auf dem Klosterberg) gehören, sowie die Burg Waleburg südlich und mainaufwärts und die damalige mainzische Talburg Castrum Vivarium nur wenige Meter östlich der Kugelberger Burg. Nach dem Verschwinden ihrer Besitzer und mitten im Konflikt Mainz-Rieneck wird heute angenommen, dass die Burg wohl noch gegen Ende des 13., spätestens im 14. Jahrhundert, durch Kurmainz wieder zerstört wurde, um eine mögliche Bedrohung Aschaffenburgs zu verhindern und freien Zugang in den Spessart zu haben.
„Der Turmhügel liegt auf dem Kugelberg, der ein nach NW vorgeschobener Ausläufer der Hochfläche ist. Das Gelände fällt nach N und W steil in die Täler der Aschaff und des Röder-Baches ab. Der Turmhügel hat einen Durchmesser von 20 m. Im S und W fällt sein Hang etwa 5 m steil ab und geht in einen 6 m breiten seichten Graben über. Im O ist der Turmhügel durch eine Senke vom Höhenzug getrennt. Die Anlage wurde im 12. Jh. errichtet und war im 14. Jh. bereits Ruine.“
– Björn-Uwe Abels: Die vor- und frühgeschichtlichen Geländedenkmäler Unterfrankens. S. 62
Heute ist noch im Norden am steil abfallenden Hang ins Aschafftal ein ca. 15 Meter hoher, leicht quadratischer Turmhügel sichtbar, der mittig eine tiefe Mulde aufweist, die vermutlich auf Raubgrabungen der 1930er Jahre zurückgeht, wobei der Burghügel erheblich zerstört wurde. Von Westen über Süden nach Osten ist er umlaufend von einem Burggraben umgeben, dem ein noch 0,6 bis 1,5 Meter hoher Wall, vermutlich die frühere Burgmauer, vorgelagert ist. Südlich führt ein neuzeitlicher Weg zum Turmhügel. Die Burg war auf Goldbacher Gneis (Orthogneis) des Kugelberges aufgebaut. Steine und Mauerreste am Turmhügel, sowie die erfolgten Ausgrabungen zeigen, dass zumindest die Fundamente aus demselben Material erbaut wurden. Zur Hangseite im Süden liegt nach dem Graben und Wall ein vorgelagertes Plateau, dessen Senken als Gebäudereste (Keller) angesprochen werden können. Nur noch schwach ist die Umwallung zu bemerken. Möglicherweise war hier eine Vorburg. Der fünfzig Meter weiter südlich verlaufende Weg teilt auf dem Sattel den Burgberg des Kugelberges vom dann auf 309 Meter NHN ansteigenden Gartenberg.
Bevor die Raubgrabung von 1930/32 große Teile der Burg verwüstete, stellte der 1932 bestellte Hauptkonservator des Landesamtes für Bayerische Denkmalpflege Georg Hock, der wohl die Ausgrabungen besichtigte, fest: "Der Zug der Ringmauer zeigt wiederholt Knickungen, der Grundriss dürfte also ein vielfach gebrochenes Polygon ergeben, ähnlich wie der Burgstall bei Kleinwallstadt."[4]
Die digitalen Geländemodelle, die für die Ausgrabungen 2018 angelegt wurden, zeigen, dass die Hauptburg mit der Ringmauer ein nahezu kreisförmiges Gipfelplateau von etwa 60 Metern Durchmesser einschließt.
Quelle: Wikipedia
****Logbedingungen****
Ein Log ist so definiert, dass man sich mit einem Schreibgerät in eine Liste oder Buch einträgt, um so den Fund der Dose festzuhalten. Daher sind Fotologs nicht zulässig und werden kommentarlos gelöscht. Wer keinen Stift dabei hat, muss halt noch einmal wiederkommen!!! Dennoch sind Selfies ohne Location-Spoiler jederzeit erwünscht. Aber auch diese ersetzen nicht den Eintrag im Logbuch!!!
Hier kommt ihr an das Puzzle für die Koordinaten