Herzlich willkommen zu unserem Snatgang Teil 6. Wir gehen gemeinsam die Grenzen von Ottensen ab.
Wir befinden uns im Dülholz. Der Wald gehört streng genommen nicht zu Ottensen sondern zur Revierförsterei Auhagen. Das war aber nicht immer so:
Ottensen war in seinen frühen Zeiten von Wald umgeben. Dort wo z.b. die heutige Siedlung Richtung in Rehren ist war früher alles Waldgebiet. In alten Urkunden wurde dieser Wald „Rieper Holz“ genannt. Nachdem der Grenzwald im 17 Jahrhundert Staatseigentum wurde, gab es erste urkundlich erwähnte Aufsichtspersonen in Form von Förstern und Forstläufern
1650 wohnte der Förster der das „Rieper Holz“ betreute noch in Lindhorst. Danach verlegte man die Försterei nach Beckedorf, wo z.B. 1692-1748 Johann Hilmer Meffert als Förster für Ottensen zuständig war.
Als erster Förster zog Johann Friedrich Pflüger 1750 in das in Ottensen erbaute Forsthaus ein.
Im Zuge der preußischen Besetzung wurde 1867 die Oberförsterei Haste erstellt. Ihr wurde auch die Försterei Ottensen unterstellt. Dem Förster unterstand damals der Forstläufer in Auhagen. 1868 unterstanden der Oberförsterei Haste neben Ottensen, noch fünf weitere Unterförster und Waldwärter.
In Ottensen wurde 1908 neben dem alten ein neues Dienstgebäude errichtet. Die Försterei wurde am 01.April 1925 aufgelöst. Der Bezirk kam zur Försterei Auhagen und das Forstdienstgebäude wurde verkauft.
Quelle: Dorfchronik Ottensen von Heinrich Munk 1995