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CCE: 20 Jahre Geocaching - 2000 Jahre Römer Community Celebration Event

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Hidden : Sunday, October 30, 2022
Difficulty:
1 out of 5
Terrain:
2.5 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:

30 October 2022, 14:00 - 16:00

20 Jahre Geocaching - 2000 Jahre Römer

Sonntag, 30. Oktober 2022, 14:00 Uhr - 16:00 Uhr

 

Wir möchten mit euch die Freischaltung von zwei Lab Cache Adventures am Limesrundweg feiern! Dazu treffen wir euch am Nachbau des Limesturms am Kastell Zugmantel. Wer mag, darf gerne seine Römerkluft anziehen oder traditionelle Speisen und Getränke für ein Römerbuffet mitbringen. Wir hoffen natürlich auf schönes Herbstwetter und stellen dann auch ein paar Spielgeräte für sportliche Betätigungen zur Verfügung.

Das Logbuch wird mind. zwei Stunden ausliegen. Um sich eintragen zu können, bedarf es etwas Anstrengung - lasst euch überraschen!

Historisches

Lange bevor die Freigabe des Global Positioning System (GPS) für private Zwecke am 2. Mai 2000 den Weg für unser Hobby "Geocaching" ebnete, besetzten die Römer das Gebiet bei Taunusstein und Wiesbaden und errichteten dort das Kastell Zugmantel. Der Grenzwall "Limes" ist rund 550 km lang und sollte den Rhein mit der Donau verbinden. Er begann am Rhein nördlich von Andernach und endete in Eining bei Regensburg an der Donau. Der obergermanische Teil verlief am Taunus entlang nach Nordosten, umschloss das fruchtbare Gebiet der Wetterau und zog sich dann nach Süden hin bis zum Main. Über mehrere Kilometer hinweg bildete der Main eine natürliche "nasse" Grenze, die nicht mit zusätzlichen Anlagen befestigt werden musste. Südlich des Mains verlief der Limes dann 80 Kilometer schnurgerade nach Süden, bis er bei Lorch auf den rätischen Teil der Anlage traf und nach Osten abknickte. Dieser überquerte die Ausläufer der Schwäbischen und Fränkischen Alb, umschloss die fruchtbare Ebene des Nördlinger Ries und endete schließlich bei Eining an der Donau.

In der Anfangsphase um 100 nach Christus bestanden die Befestigungsanlagen lediglich aus geflochtenen Zäunen, an denen – im Abstand von wenigen hundert Metern bis zu zwei Kilometern – Holztürme aufgestellt wurden. Etwa 30 Jahre später wurde eine durchgehende Holzpalisade errichtet, weitere 40 Jahre später wurden die langsam baufälligen Holztürme durch stabilere Steintürme ersetzt. Gegen Ende des 2. Jahrhunderts nach Christus wurden dann im obergermanischen Teil die Palisadenwände durch einen Wall mit vorgelagertem Graben verstärkt, im rätischen Teil Steinmauern errichtet, die die Wachtürme miteinschlossen. Insgesamt 900 Wachtürme mit einer Besatzung von bis zu acht Mann wurden entlang der Grenze aufgestellt. Die Besatzung der in Sichtweite voneinander aufgestellten Türme hatte die Aufgabe, mögliche Einfälle frühzeitig zu beobachten und mittels Rauchzeichen zu melden. Im Hinterland der Grenze wurden im Abstand von einigen Kilometern 120 kleinere und größere Kastellanlagen errichtet.

In erster Linie war der Limes aber nicht als undurchdringliches Bollwerk angelegt. Er sollte lediglich eine klare Grenze zwischen der zivilisierten, römischen Welt und den Gebieten außerhalb des römischen Einflussbereiches ziehen. Zudem sollten entlang des Limes der Personen- und Warenverkehr kontrolliert, Zölle erhoben und die landwirtschaftlich fruchtbaren Gebiete gesichert werden. Er diente demnach vorwiegend zur Wahrung römischer Wirtschaftsinteressen und zur Sicherung des Wohlstandes in den besetzten Gebieten.

Die ökonomischen Unterschiede weckten natürlich Begehrlichkeiten auf der unterentwickelten Limesseite. Anfang des 3. Jahrhunderts kam es zu vermehrten germanischen Überfällen. Ironischerweise wurden viele der germanischen Krieger sogar vom römischen Heer ausgebildet, nutzten das erworbene Wissen jedoch für ihre eigenen Interessen. 233 nach Christus wurden große Teile der römischen Truppen in den Donauprovinzen für einen Krieg gegen die Perser abgezogen. Germanische Kriegerbünde nutzten die Schwäche Roms und starteten ausgedehnte Plünderungszüge jenseits des Limes. In den folgenden Jahren konnten die germanischen Verbände zwar zurückgeschlagen werden, der Wiederaufbau der zerstörten Gebiete stagnierte jedoch. Da römische Truppen an zahlreichen anderen Krisenherden des riesigen Reiches gebunden waren, wurden viele Grenzübergänge geschlossen, Kastelle nicht wiederaufgebaut und Dörfer nicht wiederbesiedelt.

Im Jahre 274 nach Christus ließ der römische Kaiser Aurelian das Limesgebiet endgültig räumen, die Militärgrenze wurde auf den Rhein zurückverlegt. Überreste der Anlagen blieben zwar erhalten, doch die Bevölkerung vergaß im Laufe der Zeit die Funktion der Bauwerke. Erst Ende des 19. Jahrhunderts wurde der Verlauf des Limes durch die neu gegründete Reichs-Limes-Kommission gründlich erforscht. Mittlerweile sind zahlreiche Kastelle, Wachtürme und Wallanlagen originalgetreu rekonstruiert worden. Auch die UNESCO erkannte die Schutzwürdigkeit der Anlagen und nahm den Limes im Juli 2005 in die Liste des Weltkulturerbes auf.

Kastell Zugmantel

Das Kastell Zugmantel ist ein ehemaliger römischer Garnisonsort, der für eine Besatzung in der Größe einer Kohorte ausgelegt war. Die Anlage liegt an der westlichen Taunusstrecke des Obergermanischen Limes. Das obertägig im Gelände noch sehr gut wahrnehmbare Bodendenkmal befindet sich in einem Waldrandgebiet von Taunusstein-Orlen. Ein rund 2,5 km langer Lehrpfad führt heutzutage durch die Anlage, die ca. 90 n.Chr. anfänglich gebaut und um 260 n.Chr. aufgegeben wurde.

Community Celebration Event

Man kann sicherlich nicht alles auf die Römer zurück führen und vermutlich hätten wir 2000 auch ohne die Römer mit Geocaching begonnen. Dieses Event soll aber zumindest an die Anwesenheit der Römer vor rund 2000 Jahren erinnern. Und das in einem Gebiet, das wir heute oft und gerne mit unseren GPS-Empfängern auf der Suche nach Plastikdosen durchstreifen. Jedes Jahr finden hier am Kastell Zugmantel Muggelevents statt, die einem das typische Leben in jener Zeit eindrucksvoll näher bringen. Der Besuch lohnt sich. Aber auch heute ohne Toga, Aquila, Tunika, Manica, Cingulum und Lorica habt ihr die Gelegenheit, euch über das Wirken der Römer zu informieren. Wir legen euch den 2,5 km langen Limesrundweg ans Herz, der in 10 interessanten Stationen einiges zu erzählen hat.

Corona

Das Event unterliegt der aktuellen Corona-Schutzverordnung der hessischen Landesregierung. Die Teilnehmer haben dafür Sorge zu tragen, der aktuellen Gesetzeslage zu entsprechen. Um das Ansteckungsrisiko zu minimieren, findet das Event ausschließlich unter freiem Himmel statt. Bitte haltet zusätzlich die empfohlenen Mindestabstände ein!


 

 

Community Celebration Events - 2020

This Event is part of a limited release of Community Celebration Events to celebrate 20 years of geocaching. Geocachers hosted events between May 2, 2020 and December 31, 2020. Learn more about Community Celebration Events on the Geocaching Blog.

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