Eigentlich erstaunlich, dass es auf dem Renggpass noch keinen Geocache hat.
Der Renggpass ist ein Saumpass an der Grenze der Schweizer Kantone Nidwalden und Obwalden.
Der Pass über die Rengg verbindet Hergiswil mit Alpnachstad. Er liegt zwischen dem Pilatus und seinem östlichen Ausläufer Lopper auf 885 m ü. M., 452 Meter über dem Vierwaldstättersee respektive Alpnachersee. Der Renggpass wird im Inventar historischer Verkehrswege der Schweiz als von nationaler Bedeutung eingestuft.
Der Pass wurde schon von den Römern begangen. Vor dem Bau der Strasse entlang dem Lopper, die im Jahr 1861 eingeweiht wurde, war der vielbegangene Saumpfad die einzige Landverbindung von Luzern und Nidwalden nach Obwalden sowie zum Brünigpass.
Aber erst durch den Bau der Brünigbahn verlor er seine Bedeutung als Verkehrsweg.
Der Renggpass hatte strategische Bedeutung und wurde im Mittelalter mit einer 250 Meter langen Letzi- und Brustwehrmauer befestigt. (Diese Mauer habe ich als Kind noch am Boden gesehen) Die französischen Invasionstruppen zogen 1798 unter General Schauenburg über den Pass, um den Widerstand der Nidwaldner zu brechen. Im Stecklikrieg fand dort im August 1802 ein Gefecht der aufständischen Nidwaldner gegen die Regierungstruppen der helvetischen Zentralregierung statt.
Um eine Umgehung der Lopperstrasse über den Fusspfad des Renggpasses zu verhindern, wurde während des Zweiten Weltkrieg die Sperrstelle Renggpass eingerichtet. Diese Sperren aus spitzen Eisenstangen und verrostetem Stacheldraht waren noch viele Jahre sichtbar und für uns Kinder ein guter Spielplatz, aber auch etwas gefährlich.
Diese Überreste wurden glücklicherweise vor ca. 25 jahren durch das Militär wieder entfernt.
Wurde der Lopper früher nur durch Wanderer begangen, nahmen ihn vor ca. 30 Jahren langsam die Biker (so auch ich) in Beschlag. In den letzten Jahren wurde er ein absoluter Bikeklassiker und an schönen Wochenende fahren zeitweise über 100 Biker drüber.
Es gibt noch 2 interessante Punkte beim Renggpass.
Auf Hergiswiler Seite steht kurz unter dem Pass die idylisch gelegene Renggkapelle. Hier lohnt es sich kurz inne zu halten und ev. eine Kerze anzuzünden für gutes Gelingen von weiteren Abenteuer (mir hat es bisher immer genützt... :) )
Auf Alpnacherseite ca. 10 Min. unter dem Pass sind ein paar Höhlen, welche vom Militär gesprengt wurden. Vor kurzem wurden die Wandzeichnungen frisch nachgezeichnet und strahlen wieder wunderbar von der Felswand.