Herzlich willkommen zu unserem Snatgang Teil 11.Wir gehen gemeinsam die Grenzen von Ottensen ab und erzählen Geschichten und Wissenswertes über diesen Ort.
Die Einwohner
Die Einwohnerzahl von Ottensen hat sich stets mit zunehmender Größe weiterentwickelt.
Waren es Anfangs wenige vereinzelte Höfe , gab es 1732 eine erste Zahl von Höfen (insges. 13 an der Zahl). 1785 verzeichneten die 13 Höfe eine Einwohnerzahl von 73 Menschen. 1939 betrug die Einwohnerzahl 306. (Durch die beiden Weltkriege verlor Ottensen insg. 25 seiner Einwohner. )
Heute wohnen ca. 400 Einwohner in Ottensen. Von einem landwirtschaftlich geprägten Dorf hat sich Ottensen hin zu einem reinen Wohnort entwickelt mit wenig eigenen Gewerbe.
Einen außergewöhnlich massiven Zuwachs an Einwohner verzeichnete Ottensen kurz nach dem 2.Weltkrieg durch zahlreiche Flüchtlinge aus den damaligen Ostgebiete. So wohnten in Ottensen 1950 insg. 529 Menschen. Im Nachbarort Lindhorst, wo am Ende viele Flüchtlinge Brot und Arbeit im Bergbau fanden, hat sich in dieser Zeit die Einwohnerzahl sogar mehr als verdoppelt.
Das gemeinsame Zusammenleben verlangte sowohl den Dorfbewohner, als auch den Flüchtlingen unglaublich viel ab.Die Flüchtlinge hatten alles verloren und waren (obwohl Deutsche) nicht überall willkommen. Die Dorfbewohner dagegen mussten lernen, ihr Zuhause und alles was es zum Leben brauchte, mit Fremden zu teilen. Und das in Zeiten, wo es viele Dinge nicht gab und die Infrastruktur am Boden lag. Das waren Umstände die heutzutage kaum noch denkbar und vermittelbar wären. Da Wohnraum und Arbeit in Ottensen begrenzt war, verließen viele Flüchtlinge auch wieder das Dorf und gingen dorthin, wo es Arbeit gab.
Flüchtlinge gab es seitdem immer wieder mal in Ottensen. (Ob aus dem ehemaligen Jugoslawien, den Kosovo oder aus Syrien). Die Familien lebten zumeist eher zurückgezogen im Ort. Und die Ottenser waren meist gelassen und entspannt im Umgang.....