Unter dem Namen „Wissag“ erfolgte am 10. Dezember 1431 die erste urkundliche Erwähnung in einer Leibgutverschreibung über die „dorffer Wissag“, Hermsdorf bei Königstein und weiteren Orte, für die Ehefrau des Rathener Burgbesitzers, Friedrich von der Ölsnitz.
Nach einer kriegerischen Auseinandersetzung (1467) mit dem Königsteiner Burgvogt, verloren die Ölsnitzer ihren gesamten Besitz. Weißig wurde ein direktes Amtsdorf und dem Amt Pirna unterstellt.
Von 1973 bis 1993 war Weißig ein Ortsteil vom Nachbarort Thürmsdorf und ab dem 01.01.1994 mit diesem zur Gemeinde Struppen eingegliedert.
Der Name Weißig ist wahrscheinlich von dem altsorbischen „wysoki“ (d.h. hochliegend) abgeleitet. Die Lage des Ortes, oberhalb des großen Rathener Elbbogens, rechtfertigt diese Deutung.
Der kleiner Ort liegt im Halbkreis um eine ehemalige Quellmulde. Die Bauernhöfe und kleinen Anwesen stehen in zwei Bogen um den Talkessel. Auf dem oberen Rand befinden sich die größeren Höfe, der historische Teil von Weißig. Darunter im zweiten Bogen die Kleinbauern und weitere Wohngebäude.
Das alte Ortsbild ist vorwiegend erhalten geblieben und steht seit 1993 unter Denkmalschutz.
Die schöne landschaftliche Lage des Ortes in aussichtsreicher Höhenlage und in unmittelbarer Nachbarschaft der Bärensteine und des Rauensteins, sowie des Rathener Gebietes, war schon Ende des 19ten Jahrhunderters Anziehungspunkt für Feriengäste.
Nachweisbar erfolgte 1880 die erste Zimmervermietung im damaligen Erbgericht.
Kulturelle Höhepunkte sind die jährlich stattfindende Sonnenwendfeier am 21. Juni und die Dorfkirmes am ersten Wochenende im September.
(Der Beitrag über Weißig wurde entnommen aus: „Weißiger Historie“ anlässlich der 575- Jahrfeier im September 2006, Autor Gert Link)